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Überblick über die Bilaterale Zusammenarbeit des BMEL mit den Partnerstaaten in Afrika.

Forum Nachhaltiger Kakao: "Deutschland trägt besondere Verantwortung"

Das von BMEL und BMZ gemeinsam mit der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft gegründete "Forum Nachhaltiger Kakao" setzt sich für verbesserte Lebensbedingungen für Kakaobauern und eine nachhaltige Kakaoerzeugung ein.

Ziel des Forums ist es, die Situation für Kleinbauern in den Anbauländern dauerhaft und wirksam zu verbessern und den Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos in Zusammenarbeit mit den Partnerländern deutlich zu erhöhen. Dies soll langfristig durch möglichst flächendeckende Schulungsangebote zu nachhaltigen Produktionsmethoden in den Anbauländern erreicht werden. Über den Erfahrungs- und Wissensaustausch innerhalb des Forums und eine breite, sektorweite Zusammenarbeit sollen die vielfältigen bereits bestehenden Einzelaktivitäten in ihrer Wirksamkeit gestärkt und zu einem ganzheitlichen Ansatz gebündelt, vernetzt und weiter ausgebaut werden.

ISM 2015: Fachveranstaltung "Nachhaltigkeit im Kakao – ein Sektor geht voran"

Hintergrund Kakaoproduktion

Im Rahmen der Internationalen Süßwarenmesse lud das Forum am 1. Februar 2015 in Köln zu einer Fachveranstaltung zum Thema "Nachhaltigkeit im Kakao – ein Sektor geht voran" ein. Verschiedene Experten und Branchenvertreter debattierten während der Podiumsdiskussion über bisher erzielte Erfolge und bestehende Herausforderungen.

So stammt mittlerweile jede fünfte in Deutschland verkaufte Schokolade aus nachhaltigem Anbau, während es noch vor einem Jahr nur jede neunte war.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt würdigte das Forum als eine "zur Nachahmung empfohlene" Leuchtturminitiative und lud die kakaoproduzierenden Länder zur Zusammenarbeit ein - vor allem auch im Hinblick auf das geplante Projekt PRO-PLANTEURS.

Vor dem Hintergrund der Mitgliederversammlung des Forums, die am 27. und 28. April 2015 in Berlin stattfand, betonte Schmidt: "Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist Mitinitiator und Gründungsmitglied des Forums Nachhaltiger Kakao. Der Multi-Stakeholder-Ansatz des Forums Nachhaltiger Kakao ist wegweisend. Als Mitglied im Vorstand unterstützt mein Ministerium daher die Arbeit und die Ziele des Forums. Darüber hinaus beteiligen wir uns z.B. finanziell am Projekt Pro-Planteur in Côte d‘Ivoire. Denn Deutschland trägt als zweitgrößter Kakaoverarbeiter der Welt besondere Verantwortung".

Schaffung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses

Das "Forum Nachhaltiger Kakao" führt keine eigenen Projekte durch, sondern dient als Dach für Pilotprojekte, die den gemeinsam vereinbarten Kriterien entsprechen. Mit PRO-PLANTEURS starten die Mitglieder des Forums im Frühjahr 2015 eine erste konkrete Initiative. Ziel ist es, Familienbetriebe von Kakaoerzeugern in der Côte d’Ivoire durch Schulung und Qualifikation zu professionalisieren, um damit die Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien zu verbessern und zu einem gesicherten Lebensunterhalt beizutragen. Gleichzeitig wird mit der Initiative der Anbau und die Vermarktung von nachhaltig produziertem Kakao ausgebaut.

Grundsätzlich besteht die Aufgabe des Forums in der Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses der Nachhaltigkeit im Kakaobereich sowie damit korrespondierend eines Curriculums für Schulungsmaßnahmen in den Erzeugerländern. Damit soll die Grundlage für eine bessere Koordinierung der Aktivitäten aller Akteure gelegt werden. Das Forum wird auch bereits bestehende Ansätze zur Verbesserung der Nachhaltigkeit im Kakaobereich evaluieren. Besonders effektive Maßnahmen sollen dann im Sinne einer "besten Praxis" dokumentiert und weiterverbreitet werden. Der Prozess zur Erarbeitung einer europäischen CEN-Norm zur Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit bei Kakao wird bei den Arbeiten des Forums berücksichtigt werden.

Enge Einbindung der Erzeugerländer

Entscheidend für den Erfolg des Forums ist die enge Einbindung der Erzeugerländer. Die Bundesregierung hat die Pläne zur Einrichtung des Forums auch auf der Sitzung der Internationalen Kakaoorganisation (ICCO) im März 2012 in Ecuador vorgestellt und sich im Vorfeld der Forumsgründung mit hochrangigen Vertretern der ICCO und der Allianz kakaoproduzierender Länder (COPAL) ausgetauscht. Die Regierung der Côte d'Ivoire, von wo etwa die Hälfte der deutschen Kakaoimporte stammt, nahm an der Gründungssitzung mit ranghohen Vertretern teil und begrüßte das Forum als willkommene Unterstützung der eigenen Bemühungen zur Reform des Kakaosektors. Auf Einladung des ivorischen Conseil Café-Cacao (CCC) nahm eine Delegation des Forums an der Sitzung der ivorischen Plattform für Projekte im Kakaobereich im Mai 2013 teil. Als Basis für das Engagement des Forums vor Ort haben BMEL und BMZ am 29. April 2014 mit Côte d’Ivoire eine "Gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Kakaosektor" unterzeichnet. Mit der Initiative PRO-PLANTEURS, die im Frühjahr 2015 startet, wird die enge Zusammenarbeit mit der Côte d’Ivoire weiter gefestigt und vertieft.

Gründungsgeschichte des Forums

Im Juni 2012 hatte die Bundesregierung alle relevanten Akteure aus der Süßwarenindustrie, dem Einzelhandel und der Zivilgesellschaft an einen Tisch geholt, darunter auch Organisationen, die sich speziell für die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards einsetzen, wie beispielsweise Fairtrade.

Seit Mai 2014 ist das Forum ein rechtsfähiger, sich selbst tragender Verein mit rund 60 Mitgliedern aus Industrie, Handel, Politik und Zivilgesellschaft. Der Verein steht auch weiterhin allen an Fragen der nachhaltigen Kakaoerzeugung interessierten Gruppen zum Beitritt offen. Ein bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) angesiedeltes Sekretariat ist für die Koordination des Forums zuständig.

Stand:
28.04.15

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