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Europa und Naher Osten

Überblick über die Bilaterale Zusammenarbeit des BMEL mit den Partnerstaaten in Europa und dem Nahen Osten.

Agrarministerkonferenz in Basel am 29.10.2015 zum Thema Boden

Auf Einladung des schweizerischen Bundesrats Johann Schneider-Ammann trafen sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der luxemburgische Landwirtschaftsminister Fernand Etgen und Christa Bauer vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zu einem Gespräch über den nachhaltigen Umgang von landwirtschaftlichen Böden.

Grundlage des Ministertreffens war das "Kommuniqué zur Bewahrung der landwirtschaftlichen Flächen", das im September 2014 in Bad Windsheim von Deutschland, den Niederlanden, Luxemburg, Polen, Österreich und der Schweiz unterzeichnet wurde. Darin ist festgehalten, dass sich die Minister für den Schutz unversiegelter Flächen sowie für eine wirtschaftliche, soziale und ökologische Nutzung landwirtschaftlicher Produktionsflächen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene einsetzen.

Beim Treffen am 29. Oktober 2015 auf der Dach-Farm von Urban Farmers im Baseler Gewerbegebiet "Dreispitz" und beim Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) ging es nun um die Umsetzung dieser Ziele. Breiten Raum nahm die Diskussion über den fortschreitenden Landverbrauch, die steigenden Bodenpreise und der Umgang mit verbrauchten Flächen ein. Der luxemburgische Minister Etgen beschrieb die Situation mit den Worten: "Landwirtschaft dürfte die einzige Branche sein, die sich die eigene Arbeitsgrundlage nicht mehr leisten kann."

Vereinbarungen

Pacht

Um Landwirten Planungssicherheit zu ermöglichen, ist bei steigender Umnutzung der Flächen ein Flächenmanagement erforderlich, das Auswirkungen auf das Pachtrecht hat. Über die Entwicklungen und die Anpassungen des Pachtrechts (ggf. Konditionierung für landwirtschaftliche Nutzung) wollen sich die Teilnehmer zukünftig regelmäßig austauschen.

Es wurde festgestellt, dass die Preise für landwirtschaftliche Flächen in allen Ländern erheblich gestiegen sind und Flächen zunehmend ins Eigentum außerhalb der Landwirtschaft gelangen. Bei einigen Betrieben ist zudem mittlerweile der Pachtanteil auf bis zu 70 Prozent der Flächen gewachsen. Der hohe Pachtanteil führt häufig dazu, dass einerseits die Verträge nicht mehr wie früher über eine längere Laufzeit geschlossen werden und andererseits sich die Pächter nicht mehr ausreichend für den Bodenschutz und die Bodenqualität verantwortlich fühlen. Die Schweiz, mit einem derzeitigen Pachtanteil von 45 Prozent will untersuchen, ob über eine stärkere Konditionierung der Pachtverträge (Laufzeit und Nachhaltigkeit ) künftig dem Rechnung getragen werden kann.

Sonstiges

Der Austausch über den Umgang mit herkömmlich verbrauchten Flächen und mit neu verfügbaren Flächen (Renaturierung, landwirtschaftliche Nutzbarkeit) wird vertieft und soll beim nächsten Treffen weiter diskutiert werden.

Die Sensibilität für den Umgang mit Böden soll national und international weiter gesteigert werden. Hierzu gehört auch die Bedeutung für die Klimaentwicklung und Kohlenstoffspeicherwirkung.

Die Bewahrung als landwirtschaftliche Flächen muss regelmäßig an Zielsetzungen (Benchmarking) gemessen werden. Es besteht Einigkeit, dass hinsichtlich Biodiversität und Ressourcenschonung die Gemeinsame Agrarpolitik auf dem richtigen Weg ist. Die Schweiz verfolgt das Ziel, für die Direktzahlungen in acht Jahren sieben Prozent der Fläche für Biodiversität verfügbar zu haben. Zugleich muss aber die Landwirtschaft Nahrungsversorger bleiben.

Zum nächsten Treffen hat Luxemburg eingeladen.

Stand:
05.11.15

Inhalt des Dossiers

Publikationen

Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland

Cover des Flyers "Bilaterales Kooperationsprogramm des BMEL mit dem Ausland"

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert mit seinem Bilateralen Kooperationsprogramm die Zusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und gesundheitlicher Verbraucherschutz mit dem Ausland.

Twinning-Projekte im Bereich Ernährung und Landwirtschaft

Cover des Flyers zum Twinning

Ziel eines Twinning-Projektes ist es, EU-Beitrittskandidaten bei der Übernahme des europäischen Rechts und dem Aufbau der dazu notwendigen Verwaltungskapazitäten sowie Länder ohne Beitrittsperspektive bei der Annäherung an EU-Niveau zu unterstützen.

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