BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Aus der Geschichte des Ministeriums seit 1949

1949

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland aus den drei westlichen Besatzungszonen nimmt bereits im September das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten seine Arbeit auf. Wichtigste Aufgabe ist die Ernährungssicherung unserer Bevölkerung; denn die ersten Nachkriegsjahre sind bestimmt vom Kampf gegen den Hunger. Professor Dr. Wilhelm Niklas (CSU) wurde am 20. November der erste Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten der Bundesrepublik Deutschland.

1950

Bereits im März kann die Rationierung der Lebensmittel aufgehoben werden. Die Ernährungslage hat sich verbessert. Dennoch bleibt die Ankurbelung der Nahrungsmittelproduktion noch lange wichtigste Aufgabe der Agrarpolitik.

1953

Heinrich Lübke (CDU) wurde nach dem Ausscheiden von Professor Dr. Niklas am 20. Oktober zum 2. Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ernannt.

1955

Das Landwirtschaftsgesetz wird beschlossen. Sein Auftrag an die Agrarpolitik ist, der Landwirtschaft eine Teilnahme an der allgemeinen Einkommens- und Wohlstandsentwicklung zu ermöglichen. Auch wird die Bundesregierung darin verpflichtet, dem Deutschen Bundestag alljährlich (Mitte Februar) einen umfassenden Bericht über die Einkommenslage der deutschen Landwirtschaft sowie über die agrarpolitischen Maßnahmen vorzulegen (Agrarbericht).

1957

Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beginnt eine neue Ära für das Ministerium. In einer Art Vorreiterrolle wird für den Agrarbereich eine gemeinsame europäische Politik geschaffen. Wichtige Aufgaben werden in die Zuständigkeit der neuen Gemeinschaft übertragen.

1959

Heinrich Lübke (CDU) wurde am 13. September 1959 zum 2. deutschen Bundespräsident gewählt. Das Ministerium wurde bis zum Regierungswechsel 1982 durch Werner Schwarz (CDU), Hermann Höcherl (CSU) und Josef Ertl (FDP) geleitet. Als die FDP die Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt verließ, übernahm Björn Engholm (SPD) die Amtsgeschäfte bis zum Regierungswechsel 1982. Schwerpunkte waren in der Zeit die nationale und EU-Agrarpolitik sowie die Forstpolitik und die staatliche Ernährungsvorsorge für den Katastrophen- und Verteidigungsfall.

1983

Vorlage des ersten Waldzustandsberichts und damit Beginn einer regelmäßigen Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Entwicklung der Waldschäden. Nach der Bundestagswahl und der darauf erfolgten Neubildung der Bundesregierung übernahm Ignaz Kiechle (CSU) die Leitung des Ministeriums.

1984

In der europäischen Agrarpolitik wird aufgrund der Überschusssituation auf dem Milchmarkt eine Wende eingeleitet; auf deutsche Initiative werden Milchquoten eingeführt.

1989

Vorlage des ersten Tierschutzberichtes, der von nun an alle zwei Jahre erscheint.

1990

Am 3. Oktober wird die deutsche Einheit wiederhergestellt, nachdem knapp ein Jahr zuvor die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik gefallen war. Wichtigste Aufgabe der nationalen Agrarpolitik wird danach die Umstrukturierung der Land- und Ernährungswirtschaft in den neuen Ländern, bei der die Bundesregierung auf die europäische Solidarität bauen kann.

1992

Nach der Milch (1984) wird aufgrund der anhaltenden Überschussproduktion im tierischen und pflanzlichen Bereich die europäische Agrarpolitik grundlegend reformiert. Ziel ist eine wirksame Begrenzung der Agrarproduktion, die Sicherung der Einkommen der Bauern und eine stärkere Berücksichtigung ökologischer Belange.

1993

Anfang des Jahres schied Kiechle (CSU) aus Altersgründen aus. Der Westfale Jochen Borchert (CDU) wurde Kiechles Nachfolger bis zum Regierungswechsel am 27. November 1998.

1998

Nach der 16-jährigen Kohl-Ära nahm Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am 27. November seinen damaligen niedersächsischen Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke (SPD) in sein Kabinett auf.

1999

Die europäische Rat einigt sich im März über die AGENDA 2000 und in deren Rahmen über eine umfassende Reform der EU-Agrarpolitik. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eröffnet im September seinen Berliner Dienstsitz (siehe auch Broschüre).

2001

Zur Stärkung der Rechte der Verbraucher (gesundheitlicher und wirtschaftlicher Verbraucherschutz) wurde das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BML) durch Erlass des Bundeskanzlers vom 22. Januar 2001 zum Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) mit Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) an der Spitze umgebildet. Dem Ministerium wurden Aufgaben aus dem Geschäftsbereich der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und Gesundheit (BMG) zugewiesen. Schwerpunkt war die Erzeugung von Lebensmitteln aus ökologischem Landbau. Zu dessen Kennzeichnung wurde das staatliche Biosiegel ins Leben gerufen.

2002

Um den wirtschaftlichen Verbraucherschutz voran zu treiben, wurde eine Unterabteilung mit der Bezeichnung "Verbraucherschutz" errichtet. Sie umfasst die Arbeitsgebiete wirtschaftlicher Verbraucherschutz im Gesundheitsbereich, Telekommunikation, Dienstleistungen, Wirtschaftsverkehr, Finanzdienstleistungen und Verbraucherinformation (siehe auch Organisation des Ministeriums).

2005

Die vorgezogene Bundestagswahl bedeutete das Ende der rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder (SPD). Renate Künast schied vorzeitig aus ihrem Amt aus, da sie zur Vorsitzenden der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag gewählt wurde. Bundesminister Jürgen Trittin führte die Amtsgeschäfte kommissarisch bis zur Regierungsneubildung am 22. November.
Nach dem Regierungswechsel wurde das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) durch Erlass der Bundeskanzlerin vom 22. November zum Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) umgebildet und Horst Seehofer (CSU) zum Bundesminister ernannt.

2008

Bundesminister Horst Seehofer gab sein Amt zum 27. Oktober 2008 auf, um als Bayerischer Ministerpräsident gewählt werden zu können. Am 31. Oktober 2008 übernahm Ilse Aigner (CSU) das Amt der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

2013

Am 30. September 2013 schied Bundesministerin Ilse Aigner aus ihrem Amt aus und wurde Wirtschaftsministerin in Bayern. Der damalige Bundesminister des Inneren Dr. Hans-Peter Friedrich leitete das Ministerium geschäftsführend und wurde mit der Bildung der neuen Regierung am 17. Dezember 2013 zum Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft ernannt. Am selben Tag war mit Organisationserlass der Bundeskanzlerin die Zuständigkeit für Teile des Verbraucherschutzes im Bereich Recht und Wirtschaft vom BMEL an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz übergegangen.

2014

Nach dem Ausscheiden von Bundesminister Dr. Hans-Peter Friedrich übernahm am 17. Februar 2014 Christian Schmidt die Leitung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Stand:
17.02.14

Unternavigation aller Website-Bereiche