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Professor-Niklas-Medaille

Die "Professor-Niklas-Medaille" ist die höchste Auszeichnung, die das BMEL zu vergeben hat. Sie trägt den Namen des ersten Landwirtschaftsministers der Bundesrepublik Deutschland (vom 20. September 1949 bis zum 20. Oktober 1953): Professor Dr. Dr. h.c. Wilhelm Niklas.

Die Verleihung der Prof. Niklas-Medaille wurde mit Stiftungserlass vom 08.03.1978 ins Leben gerufen. Verliehen wird sie, um hervorragender Verdienste um die Ernährungs-, Land- und Forstwirtschaft und von Leistungen zum Wohle der in diesen Bereichen tätigen Menschen zu würdigen.

Die "Professor-Niklas-Medaille" wird in Gold oder in Silber verliehen:

  • Die goldene Medaille ist für Minister oder Staatssekretäre beim Bund und bei den Ländern, Menschen in herausgehobener parlamentarischer Funktion oder an der Spitze von bedeutenden Verbänden und Organisationen vorgesehen.
  • Landwirte, Wissenschaftler, Publizisten, Verbandsvertreter oder Politiker können die silberne Medaille erhalten.

Die Professor-Niklas-Medaille

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Wilhelm Niklas: Einsatz für Ernährungssicherung und eine europäische Agrargemeinschaft

Der Namensgeber, Wilhelm Niklas, war der Landwirtschaft eng verbunden. Er hat sie und hat sie, beginnend in Bayern, in den Nachkriegsjahren in Deutschland maßgeblich geprägt.

  • Von 1945 bis 1947 war er Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Forsten.
  • In den folgenden zwei Jahren war er dann Stellvertretender Direktor der Verwaltung für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Vereinigten Wirtschaftsgebietes.
  • Als erster Landwirtschaftsministers der jungen Bundesrepublik Deutschland trat er von 1949 bis 1953 für landwirtschaftliche Belange ein.

Als Landwirtschaftsminister hielt er die Ernährungssicherung und die Steigerung der Nahrungsmittelproduktion für zentrale Fragen. In die Amtszeit von Niklas fielen auch die ersten Gespräche zu einer europäischen Agrargemeinschaft, damals von manchem mit großer Skepsis aufgenommen.

Auswahl der vergangenen Preisverleihungen seit 2010:

  • 2016: Dr. Franz Fischler, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft in Österreich a.D. und EU-Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung a.D., für sein Engagement bei der Reform der Europäischen Agrar-, Struktur- und Fischereipolitik und im internationalen Dialog für eine moderne, nachhaltige Landwirtschaft; Prof. Dr. Hildegard Przyrembel für ihr Wirken zugunsten ausgewogener Ernährung im Kleinkindalter und der Lebensmittelsicherheit; Dr. Wolfgang von Geldern für seinen Einsatz für die forstpolitischen Belange der Bundesrepublik Deutschland; Peter Hahn für sein Engagement für die Brauwirtschaft; Leo Blum für sein Engagement für die landwirtschaftliche Sozialpolitik.
  • 2015: Peter- Harry Carstensen, Ministerpräsident a.D., für sein Engagement als Vorsitzender des Agrarausschusses im Deutschen Bundestag; Prof. Dr. Ines Heindl, für ihr Engagement die Ernährungs- und Verbraucherbildung im Unterricht zu verankern; Prof. Dr. Barbara Methfessel, für ihre Forschungsarbeit zu Ernährungs- und Verbraucherbildung, wie auch ihr ehrenamtliches Engagement für die Ernährungsbildung an Schulen; Dr. Willy Boß, für seinen Einsatz auf dem Gebiet der Landentwicklung und der integrierten Entwicklung ländlicher Räume; Prof. Dr. Hans Schenkel, für seine Verdienste um Untersuchungsmethoden für die landwirtschaftliche Chemie
  • 2013: Dr. Helmut Born, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes; Helmut Claas, Firma Claas Landtechnik und Sohn des Firmengründers August Claas
  • 2012: Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Deutschen Institutes für Menschenrechte für seinen Einsatz gegen den Hunger in der Welt und für die Umsetzung des Rechts auf Nahrung in den vergangenen Jahrzehnten; Gerd Sonnleitner, ehemaliger Präsident des Deutschen Bauernverbands für seinen großen Einsatz für die bayerische, deutsche und europäische Landwirtschaft; Dr. Rolf Meyer, der 15 Jahre als Generalsekretär an der Spitze des Deutschen Raiffeisenverbandes stand, für besondere Verdienste für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft
  • 2011: Prof. Dr. Hans-Jörg Koch, langjähriger Dozent für Weinrecht an der Fachhochschule Wiesbaden und an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz für seinen umfassenden Kommentar zum Weinrecht und seine vielfältige Lehrtätigkeit in den vergangenen Jahrzehnten.
  • 2010: Bundesminister a.D. Jochen Borchert für seine herausragenden Verdienste um die Ernährungs- und Landwirtschaft, das Jagdwesen sowie sein damit verbundenes Engagement für Gesellschaft und Politik; Renate Schoene für ihr Lebenswerk die "Bibliographie zur Geschichte und Kultur des Weines" mit Daten von über 26.000 deutschsprachigen Werken über den Weinbau
Stand:
13.11.15

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