BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Umfrage zeigt: Lebensmittelsicherheit ist für Deutsche wichtigster Aspekt des Verbraucherschutzes

Den Bereichen Lebensmittel und Lebensmittelsicherheit messen die Deutschen im Verbraucherschutz die größte Bedeutung zu. Dies ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im März 2015.

Demnach ist für 97 Prozent der Befragten Verbraucherschutz bei Lebensmitteln wichtig oder sehr wichtig. Damit sind Lebensmittel und Lebensmittelsicherheit die Verbraucherschutzthemen Nummer Eins der Deutschen. Sechs von zehn Befragten geben zudem an, vor einer Kaufentscheidung immer, fast immer oder häufig die Informationen auf den Lebensmittelverpackungen zu lesen.

"Das ist ein starkes Signal und eine Bestätigung unseres Bestrebens nach mehr Transparenz und Information", kommentiert Bundesernährungsminister Christian Schmidt die Ergebnisse: "Gute Verbraucherpolitik schafft Sicherheit und Vertrauen und schafft die Entscheidungs- und Urteilsfreiheit der Verbraucher. Dabei müssen die Informationen gut aufbereitet, verlässlich und verständlich sein. Und die Dimension muss stimmen –denn ein Zuviel an Information schafft keine Orientierung."

Verbraucher wollen Transparenz

Einer weiteren bundesweiten Befragung von TNS Emnid im Auftrag des BMEL nach fordern neun von zehn Befragten, dass die Politik Verbrauchern die Möglichkeit gibt, sich besser zu informieren. Fast ebenso viele würden eine Anregung von Selbstverpflichtungen der Hersteller durch die Politik begrüßen. Restriktivere Maßnahmen wie Steuererhöhungen oder klare Ernährungsvorschriften werden dagegen mehrheitlich abgelehnt.

Hier die wichtigsten Ergebnisse der Befragung:

Lebensmittelkauf und -qualität sowie Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft

Wichtigkeit bestimmter Merkmale beim Lebensmittelkauf

Nach welchen Kriterien kaufen Verbraucher Lebensmittel ein? Geht es nach ihrer Selbsteinschätzung, finden es die meisten Verbraucher – fast sieben von zehn – zumindest "wichtig", dass die Lebensmittel gentechnikfrei sind, darunter 47 Prozent sogar "sehr wichtig".

Dass die Lebensmittel aus einer bestimmten Region stammen, ist für 64 Prozent zumindest "wichtig", für 27 Prozent "sehr wichtig".

Dass Allergene angegeben sind, dass sie sich durch einen besonderen Tierschutz auszeichnen oder dass sie preisgünstig sind, ist beinahe ebenso vielen, nämlich jeweils gut sechs von zehn Befragten wichtig.

Auch Nährwertangaben, biologischer Anbau und zertifizierte nachhaltige Erzeugung sind laut Selbstauskunft mehr als der Hälfte der Verbraucher wichtig.

Zum Herunterladen und Ausdrucken: Wichtigkeit bestimmter Merkmale beim Lebensmittelkauf (PDF, 80 KB, nicht barrierefrei)

Zufriedenheit mit der Lebensmittelqualität

Auf die Qualität der Lebensmittel in Deutschland angesprochen, äußern sich die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher nach wie vor zufrieden. 79 Prozent der Verbraucher sind grundsätzlich zufrieden.

Insgesamt nur jeder Fünfte äußert sich offen kritisch.


Zum Herunterladen und Ausdrucken: Zufriedenheit mit der Lebensmittelqualität (PDF, 63 KB, nicht barrierefrei)

Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft

Das Vertrauen in die Lebensmittelwirtschaft ist nach wie vor stark differenziert: Während die meisten Verbraucher Landwirte und den Vertretern des klassischen Lebensmittelhandwerks das Vertrauen aussprechen, stehen sich im Hinblick auf den Handel zwei etwa gleich große Fraktionen gegenüber.

29 Prozent der Verbraucher haben Vertrauen in die Lebensmittelindustrie. Das entspricht im Trendvergleich einer Verbesserung von 4 Prozentpunkten.

Zum Herunterladen und Ausdrucken: Lebensmittelhandwerk weiterhin an der Spitze (PDF, 76 KB, nicht barrierefrei)

Landwirtschaft: Verbrauchererwartungen und Ansehen

Erwartungen an die Landwirtschaft

Die Erwartungen an die deutsche Landwirtschaft sind nach wie vor hoch.

Qualität und Sicherheitskriterien führen die Rangliste an. Praktisch genauso bedeutsam ist den Verbrauchern die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien, und zwar in Bezug auf den Umgang mit Nutztieren ebenso wie auf die Umwelt, Kulturlandschaften und Rohstoffe.

Zudem für viele ein höchst relevantes Thema: der Verzicht auf Gentechnik. Allein sieben von zehn Verbrauchern haben die Erwartung, dass in der Landwirtschaft keine Gentechnik eingesetzt wird. Erst am unteren Ende der Rangliste finden sich die wirtschaftlichen Faktoren: Arbeitsplatzerhalt auf dem Land sowie die Produktion preiswerter Lebensmittel. Obwohl diese Forderungen ebenfalls mehrheitlich geteilt werden, werden sie nicht mit derselben Vehemenz vertreten wie andere Erwartungen.

Zum Herunterladen und Ausdrucken: Erwartungen an die Landwirtschaft (PDF, 69 KB, nicht barrierefrei)

Eigenschaftsprofil der Landwirtschaft

Das Images der Landwirtschaft ist weiterhin gut.

Im Hinblick auf die Qualität, Sicherheit und einen günstigen Preis der produzierten Lebensmittel sind sich die meisten Verbraucher einig. Rund drei Viertel der Befragten sind der Ansicht, dass die Landwirtschaft diese Kriterien erfüllt. Das Kriterium der kostengünstigen Lebensmittelproduktion wird damit sogar noch häufiger als erfüllt angesehen als 2013 (damals: 64 Prozent). Geteilt wird die Ansicht, die Landwirtschaft würde nachhaltig – im Sinne von Kulturlandschaftspflege, Umweltschutz und Versorgung mit nachwachsenden Rohstoffen – Lebensmittel produzieren.

Zum Herunterladen und Ausdrucken: Eigenschaftsprofil der Landwirtschaft (PDF, 76 KB, nicht barrierefrei)

Bereitschaft zu höheren Ausgaben für das Tierwohl

Drei Viertel der Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, für mehr Tierwohl auch einen entsprechend höheren Preis an der Ladenkasse zu zahlen. Nur 3 Prozent schließen dies vollkommen für sich aus.

Unterschiede ergeben sich dabei erwartungsgemäß am ehesten zwischen den verschiedenen Einkommensgruppen: Je höher das monatliche Haushaltsnettoeinkommen, desto eher sind die Verbraucher bereit, für mehr Tierwohl einen Aufpreis zu bezahlen.

Zum Herunterladen und Ausdrucken: Bereitschaft zu höheren Ausgaben für das Tierwohl (PDF, 49 KB, nicht barrierefrei)

Stand: 13.03.2015

Wichtige Mitteilung

"Landwirtschaft und Umwelt" Fachtagung zum Klimaschutzgutachten, 12.12.2016, Berlin

Jetzt anmelden!

verweist auf: Veranstaltungs-Webseite der Veranstaltung "Landwirtschaft und Umwelt" - Fachtagung zum Klimaschutzgutachten

Unternavigation aller Website-Bereiche