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Futtermittelhygiene

Anforderungen an Futtermittelunternehmen auf allen Stufen der Futtermittelkette, einschließlich der Primärproduktion, sowie die Fütterung von Lebensmitteltieren.

Die Verordnung (EG) Nr. 183/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Januar 2005 mit Vorschriften für die Futtermittelhygiene (kurz: Futtermittelhygieneverordnung)  enthält die allgemeinen Bestimmungen über die Futtermittelhygiene sowie die Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit auf allen Stufen der Herstellung von, des Verkehrs mit und der Verwendung von Futtermitteln. Ferner wird die Registrierung und Zulassung von Betrieben geregelt. Der Anwendungsbereich umfasst alle Tätigkeiten von Futtermittelunternehmern auf allen Stufen der Futtermittelkette, einschließlich der Primärproduktion, sowie die Fütterung von Lebensmitteltieren.

Die Futtermittelhygieneverordnung ergänzt und vertieft die allgemeinen Vorschriften über die Futtermittelsicherheit der Verordnung (EG) Nr. 178/2002. Wesentlicher Grundsatz ist, dass die Verantwortung für die Futtermittelsicherheit beim Futtermittelunternehmer liegt. Dieser hat die Futtermittelsicherheit auf allen Stufen der gesamten Kette, angefangen bei der Futtermittelprimärproduktion bis hin zur Fütterung von zur Lebensmittelgewinnung bestimmten Tieren, zu gewährleisten. Die Verantwortung der Futtermittelunternehmer soll durch die Anwendung der HACCP-Grundsätze in Verbindung mit der guten Hygienepraxis entwickelt und weiter gestärkt werden. Zur Unterstützung der Futtermittelunternehmer bei der Einhaltung der Vorschriften und der Anwendung der HACCP-Grundsätze dienen europäische oder nationale Leitlinien für die gute Verfahrenspraxis.

Für alle Futtermittelunternehmen (mit einigen Ausnahmeregelungen) wird eine Registrierungspflicht eingeführt und für Betriebe, die mit bestimmten Zusatzstoffen oder ehemaligen Bioproteinen umgehen, wird die Zulassungspflicht fortgeführt. Um der Registrierungspflicht nachzukommen müssen Futtermittelunternehmer der zuständigen Behörde alle unter ihrer Kontrolle stehenden Betriebe melden, die in einer Herstellungs-, Verarbeitungs-, Lagerungs-, Transport- oder Vertriebsstufe von Futtermitteln tätig sind.

Ferner wird in der Futtermittelhygiene-Verordnung ein Verfahren zur Einführung einer Finanzgarantie für die Folgekosten eines Rückrufs von nicht sicheren Futtermitteln festgelegt. Die Einfuhr von Futtermitteln soll künftig nur von registrierten Betrieben aus Drittstaaten zulässig sein. Hierfür gilt eine Übergangsregelung: Danach müssen für den Import bestimmter Zusatzstoffe so genannte Drittlandsvertreter bestimmt werden.

Für die Durchführung der Futtermittelhygiene-Verordnung wurden in Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und Wirtschaft unter anderem Leitfäden und Merkblätter für die Zulassung und Registrierung von Betrieben, die Rückverfolgbarkeit und das HACCP-Konzept erstellt.

Stand:
11.11.13

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