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Antibiotika in der Landwirtschaft

Antibiotika dürfen - gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden - nur eingesetzt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Antibiotika sind das wichtigste Instrument zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Jedoch nehmen auch in Deutschland die Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Dadurch können Medikamente bei erkrankten Menschen oder erkrankten Tieren ihre Wirkung verlieren. Da jeder Einsatz von Antibiotika letztlich die Resistenz fördern kann, muss sichergestellt sein, dass Antibiotika bei Heim- und Hobbytieren sowie bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden, nur dann eingesetzt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Fortsetzung der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie

Aufschrift auf der Broschüre" DART 2020 Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier" ist zu lesen

Das Bundeskabinett hat am 13. Mai 2015 die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie DART 2020 beschlossen. Damit werden die 2008 begonnenen Anstrengungen zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen fortgesetzt und verstärkt.

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Strategie für einen sachgerechten Antibiotikaeinsatz

Halle mit Puten

Gesetzliche Vorgaben, umfassende Informationen, intensive Forschung sowie eine risikoorientierte Überwachung sind die tragenden Säulen der Strategie gegen unsachgemäßen Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft sowie gegen Antibiotika-Resistenzen.

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Wie funktioniert das Konzept zur Antibiotikaminimierung in der Nutztierhaltung?

Tabletten vor Behälter

Mit der 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes ist ein "Benchmarking-System" als Instrument zur Antibiotikaminimierung in der Nutztierhaltung etabliert worden. Kerngedanke ist der Vergleich der individuellen Therapiehäufigkeit eines Betriebes mit Kennzahlen zur bundesweiten Therapiehäufigkeit. Der Vergleich erfolgt getrennt nach Nutztierarten und Altersklassen.

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Menge der abgegebenen Antibiotika in der Tiermedizin halbiert

Tierarzt gibt einem Ferkel eine Spritze

Nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat sich in Deutschland die in der Tiermedizin abgegebene Menge an Antibiotika zwischen den Jahren 2011 und 2015 von 1.706 auf 805 Tonnen mehr als halbiert.

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Schmidt: Landwirtschaft ist Teil globaler Sicherheitspolitik

Gruppenfoto

Zum Auftakt der deutschen G20-Präsidentschaft haben sich die G20-Agrarminister am 22. Januar in Berlin auf einen Aktionsplan zum nachhaltigen Umgang mit Wasser verständigt. Der "Action-Plan" hält Verpflichtungen fest, mit denen die G20-Staaten den nachhaltigen Umgang mit Wasser sichern. Zudem verpflichteten sie sich zu einem verantwortlichen Umgang mit Antibiotika in der tierischen und pflanzlichen Erzeugung.

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Neue Regelungen für den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung

Tierarzt holt Medikament aus dem Arzneischrank

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat einen Entwurf zur Änderung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken mit weiteren Regelungen zum Einsatz von Antibiotika bei Tieren auf den Weg gebracht.

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Weitere Themen des Dossiers

Zum Thema

DART 2020: Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier

Link zum Download der Broschüre

Die Gesundheit von Menschen und Tieren ist bei vielen Infektionskrankheiten auf das Engste miteinander verwoben. Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert, mit denselben Antibiotika behandelt und haben somit gegenseitig einen Einfluss auf die Resistenzproblematik.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) hat die Bundesregierung im Jahr 2008 ein Konzept vorgelegt und nachfolgend umgesetzt, um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren. Die DART enthält ein Bündel von Maßnahmen, um Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können. Mit DART 2020 wird die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fortgesetzt.

Fragen und Antworten

Rede des Bundesministers Christian Schmidt

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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