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Antibiotika in der Landwirtschaft

Antibiotika dürfen - gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden - nur eingesetzt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Antibiotika sind das wichtigste Instrument zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Jedoch nehmen auch in Deutschland die Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Dadurch können Medikamente bei erkrankten Menschen oder erkrankten Tieren ihre Wirkung verlieren. Da jeder Einsatz von Antibiotika letztlich die Resistenz fördern kann, muss sichergestellt sein, dass Antibiotika bei Heim- und Hobbytieren sowie bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden, nur dann eingesetzt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Praxishilfen zum Umgang mit Antibiotika

Tierärzte und Tierhalter tragen eine große Verantwortung, wenn es um die optimale Therapie von bakteriellen Infektionskrankheiten bei Tieren geht. Der Einsatz von Antibiotika muss optimiert werden, um Antibiotika-Resistenzen vorzubeugen.

Welche Medikamente dürfen gegeben werden? Was gilt bei "Lebensmittel liefernden Tierarten"? Sowohl für Tierärzte als auch für Tierhalter gelten strenge gesetzliche Vorschriften für den Einsatz von Medikamenten bei Tieren. Bei der Behandlung von Nutztieren muss auch der Verbraucherschutz berücksichtigt werden. Rückstände von Arzneimitteln in Fleisch, Milch oder Eiern könnten z. B. die Resistenzentwicklung bei Krankheitserregern fördern.

Deshalb sind bei Lebensmittel liefernden Tieren nach der Anwendung von Arzneimitteln Wartezeiten einzuhalten, bevor von diesen Tieren Lebensmittel gewonnen werden. Die Wartezeiten sind im Rahmen der Zulassung von Tierarzneimitteln so festgelegt, dass nach dem Ablauf keine unzulässigen Rückstände der Tierarzneimittel in dem vom Tier gewonnenen Lebensmittel vorhanden sein können.

Einen Ratgeber für die Praxis zur richtigen Anwendung von Tierarzneimitteln hat der aid-Infodienst deshalb zusammengestellt.

Konkrete Anforderungen an die Anwendung von Tierarzneimitteln, die über das Futter oder das Wasser verabreicht werden, liefert der Leitfaden "Orale Anwendung von Tierarzneimitteln im Nutztierbereich" des BMEL. Der Leitfaden richtet sich an Tierhalter und Tierärzte.

Speziell an Tierärzte richten sich die "Leitlinien für die Tierärzteschaft über den sorgfältigen Umgang mit Antibiotika" der Bundestierärztekammer. Diese Leitlinien sowie der Leitfaden für die orale Anwendung weisen den Tierärzten den Weg zu einem verantwortungsbewussten Antibiotika-Einsatz.

Stand:
27.03.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

DART 2020: Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier

Link zum Download der Broschüre

Die Gesundheit von Menschen und Tieren ist bei vielen Infektionskrankheiten auf das Engste miteinander verwoben. Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert, mit denselben Antibiotika behandelt und haben somit gegenseitig einen Einfluss auf die Resistenzproblematik.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) hat die Bundesregierung im Jahr 2008 ein Konzept vorgelegt und nachfolgend umgesetzt, um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren. Die DART enthält ein Bündel von Maßnahmen, um Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können. Mit DART 2020 wird die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fortgesetzt.

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