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Antibiotika in der Landwirtschaft

Antibiotika dürfen - gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden - nur eingesetzt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Antibiotika sind das wichtigste Instrument zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Jedoch nehmen auch in Deutschland die Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Dadurch können Medikamente bei erkrankten Menschen oder erkrankten Tieren ihre Wirkung verlieren. Da jeder Einsatz von Antibiotika letztlich die Resistenz fördern kann, muss sichergestellt sein, dass Antibiotika bei Heim- und Hobbytieren sowie bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden, nur dann eingesetzt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Die Bundesminister Christian Schmidt Hermann Gröhe bei der Pressekonferenz Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt beim gemeinsamen Pressestatement, Quelle: BMG/Schinkel

Treffen der G7-Gesundheitsminister: Gemeinsam gegen Antibiotika-Resistenzen

Am 8. und 9. Oktober 2015 trafen sich die Gesundheitsminister der sieben führenden Industriestaaten – USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland – in Berlin und berieten unter anderem über das Thema "Antibiotikaresistenz".

Als Gäste nahmen neben Vertretern der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation WHO auch die designierte Generalsekretärin der Welttiergesundheitsorganisation OIE Monique Eloit sowie der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt an der Konferenz teil. Bundesminister Schmidt berichtete insbesondere über Maßnahmen in Landwirtschaft und Tiermedizin zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika und erläuterte das deutsche Antibiotikaminimierungskonzept für Nutztiere.

Statement des Bundeslandwirtschaftsministers Christian Schmidt anlässlich des G7-Gesundheitsministertreffens:

"Unser gemeinsames Ziel ist die Umsetzung des "One Health Ansatzes" zur Vermeidung von Antibiotika-Resistenzen"

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

O-Ton zum Herunterladen (Audiodatei, MP3)

Bereits beim G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im bayrischen Elmau im Juni 2015 hatte die globale Gesundheitspolitik eine wichtige Rolle gespielt. In der Gipfelerklärung bekräftigten die Staats- und Regierungschefs, geschlossen gegen Antibiotika-Resistenzen vorzugehen und den globalen Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation zu unterstützen.

Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART 2020)

Tiere und Menschen werden oft von demselben Krankheitserreger infiziert und mit denselben Antibiotika behandelt. Nur mit einem sektorübergreifenden Ansatz kann deshalb die Entstehung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen erfolgreich eingedämmt werden. Kennzeichnend für die DART 2020 ist daher die konsequente Umsetzung des One-Health-Ansatzes. Die DART ist eine gemeinsame Strategie von Bundesministerium für Gesundheit (BMG), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die bereits im Jahr 2008 begonnen wurde. Die Fortsetzung der DART mit DART 2020 legt sechs Ziele fest, die gleichermaßen für Human- und Tiermedizin gelten. Die Wege zum Erreichen dieser Ziele unterscheiden sich dagegen, da sie den jeweiligen Gegebenheiten in Human- und Tiermedizin Rechnung tragen.

Antibiotikaminimierung durch Benchmarking

Bei dem deutschen Antibiotikaminimierungskonzept für Nutztiere handelt es sich um ein sogenanntes Benchmarking-System, das im Arzneimittelgesetz geregelt ist. Kerngedanke des seit April 2014 anzuwendenden Systems ist es, durch eine kontinuierliche Minimierung der antibiotischen Therapiehäufigkeit bei Masttieren der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen im Bereich der Nutztierhaltung entgegen zu wirken.

Maßnahmen der G7-Länder

Im Vorfeld der Konferenz waren die G7-Staaten dazu aufgerufen, Beiträge für eine Best-Practice-Broschüre an das Bundesgesundheitsministerium zu übermitteln. Für den Sektor Veterinärmedizin/Landwirtschaft sind Beiträge des BMEL für die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen enthalten.

Stand:
10.10.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

DART 2020: Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier

Link zum Download der Broschüre

Die Gesundheit von Menschen und Tieren ist bei vielen Infektionskrankheiten auf das Engste miteinander verwoben. Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert, mit denselben Antibiotika behandelt und haben somit gegenseitig einen Einfluss auf die Resistenzproblematik.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) hat die Bundesregierung im Jahr 2008 ein Konzept vorgelegt und nachfolgend umgesetzt, um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren. Die DART enthält ein Bündel von Maßnahmen, um Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können. Mit DART 2020 wird die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fortgesetzt.

Fragen und Antworten

Rede des Bundesministers Christian Schmidt

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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