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Antibiotika in der Landwirtschaft

Antibiotika dürfen - gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden - nur eingesetzt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Antibiotika sind das wichtigste Instrument zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Jedoch nehmen auch in Deutschland die Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Dadurch können Medikamente bei erkrankten Menschen oder erkrankten Tieren ihre Wirkung verlieren. Da jeder Einsatz von Antibiotika letztlich die Resistenz fördern kann, muss sichergestellt sein, dass Antibiotika bei Heim- und Hobbytieren sowie bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden, nur dann eingesetzt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Forschung für weniger Antibiotika in der Schweinehaltung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert ein Forschungsprojekt zur Antibiotikaminimierung in der Schweinehaltung. Am 12. Oktober 2015 überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin beim BMEL Dr. Maria Flachsbarth die Zuwendungsbescheide für das Forschungsverbundvorhaben an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo).

Ziel des Forschungsprojekts "Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Schweinehaltung durch Integration epidemiologischer Informationen aus klinischer, hygienischer, mikrobiologischer und pharmakologischer tierärztlicher Beratung (VASIB)" ist es, durch gezielte diagnostische Maßnahmen und Optimierung der Behandlungsstrategie sowie durch umfassende Managementberatungen der Landwirte den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung und die damit einhergehende bakterielle Resistenzbildung zu reduzieren.

In dem Forschungsvorhaben arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TiHo gemeinsam mit Tierärzten der Gemeinschaftspraxis Vet Team Reken sowie mit dem Institut für Nutztiergenetik des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Mithilfe dieser Analysen und durch die umfassende Beratung der Landwirte soll die tierärztliche Betreuung verbessert und der Antibiotikaeinsatz reduziert werden. Damit leisten die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projekts einen aktiven Beitrag zur Verringerung der Resistenzentwicklung in der Nutztierhaltung.

Dr. Maria Flachsbarth

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten mit schweinehaltenden Betrieben zusammen, die bei ihren Tieren Probleme mit Atemwegserkrankungen haben. Die Betriebe werden während des Projekts regelmäßig besucht, der Zustand der Schweine wird beurteilt und Proben werden genommen. Die Daten zu den Befunden aus Klinik, Labor und zum Antibiotikaeinsatz werden in eine Datenbank übertragen. Diese Informationen sollen behandelnden Tierärzten als Entscheidungshilfe dienen.

Innovationsförderung im BMEL

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich bei einer Laufzeit von drei Jahren auf rund 1,1 Mio. Euro. Das BMEL unterstützt das Forschungsvorhaben mit rund 850.000 Euro aus seinem Programm zur Innovationsförderung.

Die Innovationsförderung ist ein zentrales Element der Forschungsförderung im BMEL. Seit 2007 hat das BMEL die für Projektförderungen nach dem Innovationsprogramm zur Verfügung stehenden Mittel kontinuierlich von 21 Mio. Euro auf derzeit 36 Mio. Euro und damit um über 70 Prozent erhöht. Mit den zusätzlichen Mitteln aus dem 3-Milliarden-Programm der Koalition werden die Titelansätze für die Innovationsförderung weiter erhöht. Ab 2017 stehen dann über 55 Mio. Euro zur Verfügung.

Stand:
12.10.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

DART 2020: Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier

Link zum Download der Broschüre

Die Gesundheit von Menschen und Tieren ist bei vielen Infektionskrankheiten auf das Engste miteinander verwoben. Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert, mit denselben Antibiotika behandelt und haben somit gegenseitig einen Einfluss auf die Resistenzproblematik.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) hat die Bundesregierung im Jahr 2008 ein Konzept vorgelegt und nachfolgend umgesetzt, um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren. Die DART enthält ein Bündel von Maßnahmen, um Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können. Mit DART 2020 wird die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fortgesetzt.

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