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Antibiotika in der Landwirtschaft

Antibiotika dürfen - gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden - nur eingesetzt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Antibiotika sind das wichtigste Instrument zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Jedoch nehmen auch in Deutschland die Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Dadurch können Medikamente bei erkrankten Menschen oder erkrankten Tieren ihre Wirkung verlieren. Da jeder Einsatz von Antibiotika letztlich die Resistenz fördern kann, muss sichergestellt sein, dass Antibiotika bei Heim- und Hobbytieren sowie bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden, nur dann eingesetzt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Antibiotikaresistente Erreger bei Mastgeflügel reduzieren

Krankheitserreger werden zunehmend weniger empfindlich oder sogar resistent gegenüber Antibiotika. Ziel eines vom BMEL geförderten Forschungsprojektes ist die Verbesserung der Tiergesundheit und damit ein geringerer Einsatz von Antibiotika. Die Zuwendungsbescheide dafür hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Berlin übergeben.

Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert und mit denselben Antibiotika behandelt. Somit haben sie gegenseitig Einfluss auf das Problem, dass zunehmend bakterielle Krankheitserreger auftreten, die resistent gegenüber Antibiotika sind. Um die Gesundheit von Menschen und Tieren zu schützen und die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten, müssen alle Verantwortlichen zusammenarbeiten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) unter anderem die Aufgabe, Forschung zur Reduzierung und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen zu unterstützen. Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung fördert das BMEL Forschungsprojekte im Umfang von acht Millionen Euro mit dem Ziel, die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu verhindern oder zumindest einzudämmen.

Wir können die Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen nur verhindern, wenn Human- und Veterinärmedizin eng zusammenarbeiten, und deshalb habe ich mit meinem Kollegen, Bundesminister Hermann Gröhe den von der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO geforderten und in Deutschland seit 2008 etablierten One-Health-Ansatz gestärkt und ausgeweitet.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

Forschungprojekt EsRAM

Das Forschungsvorhaben mit dem Titel "Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für Antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel (EsRAM)" hat das Ziel, die Sicherheit von Geflügelfleischprodukten weiter zu verbessern, indem die Belastung durch antibiotikaresistente Erreger reduziert wird. Dazu werden einzelne Bereiche in der Geflügelproduktion betrachtet sowie neue und verbesserte Verfahren und Technologien entwickelt. Im Rahmen vorangegangener Forschungsprojekte wurden sogenannte Schlüsselstellen identifiziert. Zu diesen Schlüsselstellen gehören beispielsweise die Bruteidesinfektion und -hygiene oder die Optimierung der Haltungssysteme und der Fütterung. Weitere Beispiele sind die Entwicklung von Verfahren zur Beseitigung des Kots oder die Optimierung bestehender und Entwicklung neuer Verfahren und Technologien für die Schlachtung und Verarbeitung von Mastgeflügel.

Eine Frage der Haltung

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Im Rahmen der Initiative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stärkt das BMEL die Forschung für mehr Tierwohl. Zu den geförderten Forschungsprojekten zählen unter anderen Projekte zur Entwicklung und standardisierten Bewertung von Tierschutzindikatoren, für die Verbesserung der Haltungssysteme und zu den gesellschaftlichen Erwartungen an die Tierhaltung.

Stand:
08.03.16

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

DART 2020: Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier

Link zum Download der Broschüre

Die Gesundheit von Menschen und Tieren ist bei vielen Infektionskrankheiten auf das Engste miteinander verwoben. Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert, mit denselben Antibiotika behandelt und haben somit gegenseitig einen Einfluss auf die Resistenzproblematik.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) hat die Bundesregierung im Jahr 2008 ein Konzept vorgelegt und nachfolgend umgesetzt, um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren. Die DART enthält ein Bündel von Maßnahmen, um Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können. Mit DART 2020 wird die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fortgesetzt.

Fragen und Antworten

Rede des Bundesministers Christian Schmidt

Pressemitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

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