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Gemeinsam gegen Antibiotikaresistenzen

Internationales Forum für Vernetzung und fachlichen Austausch

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und Bundesgesundheitsminister Gröhe haben in Berlin die erste gemeinsame Fachtagung der Public-Health- und der Veterinary-Public-Health-Institute aus den G20-Staaten eröffnet.

Zwei Tage lang befassen sich Expertinnen und Experten aus den G20-Staaten mit der Frage, wie die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen begrenzt und die Wirksamkeit von Antibiotika erhalten werden kann. Im Sinne des "One-Health-Ansatzes" bringt die Tagung erstmals auf internationaler Ebene Fachleute aus dem Gesundheits- und dem Veterinärbereich zusammen.

Ziel ist es, die Bereiche dauerhaft miteinander zu vernetzen, für die Problematik der Resistenzentwicklung zu sensibilisieren und "Best-Practice-Beispiele" auszutauschen. Bei der Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen geht Deutschland mit gutem Beispiel voran: So konnten unter anderem die Antibiotikaabgabemengen im Zeitraum von 2011 bis 2016 um mehr als die Hälfte reduziert werden. Aktuelle Zahlen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz unter folgendem Link veröffentlicht: www.bvl.bund.de

Die gemeinsame Fachtagung wurde von den G20-Agrarministern angeregt. Sie hatten bereits zu Beginn der deutschen G20-Präsidentschaft empfohlen, dass sich Experten aus Human- und Tiergesundheit stärker austauschen und vernetzen sollen.

Dazu Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:

"Unter deutscher G20-Präsidentschaft haben sich die G20-Agrarminister darauf verständigt, dass der Einsatz von Antibiotika auf therapeutische Zwecke beschränkt werden sollte. Das ist ein wesentlicher Fortschritt in der internationalen Agrar- und Gesundheitspolitik, aber wir dürfen uns auf dem Erreichten nicht ausruhen! Die wissenschaftliche Erkenntnis ist eindeutig: Jeder Einsatz von Antibiotika – egal ob beim Menschen, beim Tier oder in der Pflanzenproduktion – kann zur Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen beitragen. Darum ist es wichtig, dass wir uns weiterhin gemeinsam, vernetzt und als Ganzes bemühen, den Bedarf für Antibiotikaeinsätze zu minimieren!"

Antibiotikaresistenzen zentrales Thema der deutschen G20-Präsidentschaft

Deutschland hat unter dem Motto "Eine vernetzte Welt gestalten" für den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis zum 30. November 2017 die G20-Präsidentschaft übernommen. Da Infektionen und Resistenzentwicklungen nicht an Staatsgrenzen halt, sondern international vernetzt bekämpft werden müssen, ist das Thema Antibiotikaresistenzen explizit auf die Agenda der G20-Präsidentschaft gesetzt worden.

Stand:
13.09.17

Zum Thema

DART 2020: Antibiotika-Resistenzen bekämpfen zum Wohl von Mensch und Tier

Link zum Download der Broschüre

Die Gesundheit von Menschen und Tieren ist bei vielen Infektionskrankheiten auf das Engste miteinander verwoben. Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert, mit denselben Antibiotika behandelt und haben somit gegenseitig einen Einfluss auf die Resistenzproblematik.

Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) hat die Bundesregierung im Jahr 2008 ein Konzept vorgelegt und nachfolgend umgesetzt, um die weitere Entwicklung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu reduzieren. Die DART enthält ein Bündel von Maßnahmen, um Antibiotika-Resistenzen in Deutschland zu erkennen, zu verhüten und besser bekämpfen zu können. Mit DART 2020 wird die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie fortgesetzt.

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