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Deutschland ist frei von Blauzungenkrankheit

Mit Wirkung vom 15.2.2012 hat sich Deutschland als frei von Blauzungenkrankheit (bluetongue disease - BT) erklärt.

Die Blauzungenkrankheit trat im Jahr 2006 erstmals bei Rindern und kleinen Wiederkäuern in Mitteleuropa auf und breitete sich in auch Deutschland sehr rasch flächendeckend aus. Durch die schnelle Einführung einer verpflichtenden Impfung mit inaktivierten Impfstoffen gelang es, die Seuche zu tilgen.

Ausbreitung der Seuche

Im August 2006 wurde das Blauzungen-Virus Serotyp 8 (BTV-8) erstmals in Deutschland festgestellt. Es breitete sich in den Jahren 2007 und 2008 über einen großen Teil Deutschlands aus. Das gesamte Bundesgebiet wurde als BTV-8-Restriktionszone ausgewiesen. Seit dem 17.11.2009 wurde kein Fall mehr festgestellt.

Die Ursache für die Einschleppung des BT-Virus aus wärmeren Regionen nach Mitteleuropa ist unklar. Entomologische (insektenkundliche) Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass als Überträger des BT-Virus bekannte Gnitzenarten auch in Deutschland vorkommen und ganzjährig nachgewiesen werden können.

Behördliche Maßnahmen

In den Jahren 2008 und 2009 wurde in Deutschland mit inaktivierten Impfstoffen gegen BTV-8 geimpft. Die Impfpflicht betraf Rinder, Schafe und Ziegen. Wildwiederkäuer im Gatter konnten auf freiwilliger Basis geimpft werden. Zum 1.1.2010 wurde die Impfverpflichtung aufgehoben; es bestand die Möglichkeit zu einer freiwilligen Impfung der genannten Tierarten.

Im Rahmen eines bereits im Jahr 2007 etablierten Monitoring-Programms wurden umfangreiche Untersuchungen bei Rindern, Schafen und Ziegen sowie in geringerem Maße bei Wildwiederkäuern durchgeführt. Im Rahmen des seit 2010 durchgeführten Monitorings mit insgesamt rund 110.000 Proben wurden keine Hinweise auf eine Zirkulation des BT-Virus in Deutschland gefunden.

Impfstrategie erfolgreich

Das Auftreten einer bisher nur aus wärmeren Regionen als Deutschland bekannten Tierseuche hat die Aufmerksamkeit aller Beteiligten wie z.B. der Tierhalter und zuständigen Behörden für außergewöhnliche Krankheitserscheinungen erhöht. Unter Umständen ist in Deutschland auch mit weiteren bisher als "exotisch" bezeichneten Krankheiten zu rechnen.

Eine konsequente Anwendung einer nationalen Impfstrategie hat zum raschen Verschwinden der Blauzungenkranheit in Deutschland geführt. Es werden auch in Zukunft Monitoring-Untersuchungen bei empfänglichen Tieren durchgeführt, um die BT-Freiheit Deutschlands zu kontrollieren und im Falle eines erneuten Auftretens der Seuche schnell reagieren zu können.

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