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Hahn mit Hühnern auf einer Weide Quelle: reises - Fotolia.com

Geflügelpest / Vogelgrippe (Aviäre Influenza)

Die Aviäre Influenza ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die in Geflügelbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann.

Was versteht man unter "Vogelgrippe" und Geflügelpest?

Die Klassische Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen Vögeln, die durch hoch pathogene Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursacht wird. Sie ist eine in der Tiermedizin seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannte Infektionskrankheit, die bevorzugt Hühnervögel und Puten, aber auch Wassergeflügel wie Enten und Gänse befällt. Diese "Vogelgrippe", wie sie in der Öffentlichkeit bezeichnet wird, ist eine Tierseuche, welche bei Einschleppung in Nutzgeflügelbestände hohe Verluste verursachen kann und deshalb frühzeitig Maßnahmen erfordert. Infektionen mit anderen Subtypen bleiben meist ohne gravierende klinische Auswirkungen.

Wassergeflügel bildet einen natürlichen Speicher für die Viren, insbesondere für niedrig pathogene Influenzaviren. Solche niedrig pathogene Influenzaviren können sich allerdings bei Wirtschaftsgeflügel wie etwa Hühnern und Puten, zur hoch pathogenen Form umwandeln; dann tritt das klinische Bild der Geflügelpest zutage.

Hausgeflügel und Wildvogel-Monitoring wird in Deutschland fortgeführt

Im April 2013 ist in China erstmals ein Aviäres Influenzavirus (Subtyp H7N9) festgestellt worden, welches bei Geflügel und anderen Vögeln keine oder nur geringe Krankheitserscheinungen verursacht, bei Menschen allerdings für mehrere Todesfälle verantwortlicht gemacht wird.

Die deutschen Behörden beobachten die Situation in Asien sehr genau. Um festzustellen, ob Vögel in Deutschland mit Aviären Influenzaviren infiziert sind, gibt es Überwachungsprogramme von Wildvögeln und Hausgeflügel. Eine genaue Arbeitsteilung zwischen den Bundesländern und dem Nationalen Referenzlabor für Aviäre Influenza am Friedrich-Loeffler-Institut - dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems - ist hierfür festgelegt. Die Koordination übernimmt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Wird im Rahmen des Monitorings festgestellt, dass ein Vogel mit dem Aviären Influenzavirus infiziert ist, werden Proben in das Referenzlabor auf die Insel Riems geschickt. Dort kann dann festgestellt werden, um welchen Subtypen (H5, H7) es sich handelt. Desweiteren werden vermehrte Todesfälle bei Wildvögeln durch die jeweiligen Ländereinrichtungen untersucht. In einem positiven Fall werden auch hier Proben direkt nach Riems zur Klärung des Subtyps geschickt. Sollte es zu Verdachtsfällen bei Geflügel kommen, werden Proben sowohl zu den Untersuchungseinrichtungen der Ländern als auch zum Refernzlabor nach Riems geschickt, um unmittelbar auf den Aviäres Influenzavirus und - bei einem prositiven Ergebnis - auf den Subtyp zu testen.

Datenbank liefert Grundlagen für Bekämpfungsstrategien

In der Initiative GISAID (Global Initiative of Sharing All Influenza Data) stellen Forscher aus mehr als 200 Ländern genetische und epidemiologische Informationen zu Grippeviren, insbesondere wenig erforschte Erreger unentgeltlich zur Verfügung. Die Datenbank vernetzt sich mit Partnern weltweit, um genaue Antworten zu auftretenden Problemen, wie aktuell zum H7N9-Virus, zu geben. Seit 2011 wird die GISAID-Datenbank im Auftrag des BMEL betrieben.

Mögliche Gefahren für Reisen außerhalb der EU

Die Aviäre Influenza ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die in Geflügelbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Einige besonders pathogene Erregerstämme können auch für Menschen gefährlich sein.

Wichtige Informationen für Reisende zum Thema Aviäre Influenza (Geflügelpest/ Vogelgrippe)

Stand:
16.07.15

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