BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Tierschutz in der Forschung

Das BMEL unterstützt die Entwicklung von Alternativ-Methoden zu Tierversuchen. Sollten Tierversuche in bestimmten Bereichen unvermeidbar sein, macht sich das BMEL dafür stark, Versuchstieren den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten. Ziel bleibt es, Tierversuche auf ein unerlässliches Maß zu beschränken.

Die Suche nach alternativen Methoden zu Tierversuchen fördert das BMEL bereits seit 2001 mit dem Tierschutzforschungspreis. Zuvor wurde der Preis seit 1980 vom Bundesministerium für Gesundheit vergeben.

Darüber hinaus veröffentlicht das BMEL die jährlichen Tierversuchszahlen. Anhand dieser Zahlen analysiert und prüft das BMEL mit einem Expertengremium, in welchen Bereichen möglicherweise Einsparpotential besteht beziehungsweise die Bemühungen zur Alternativmethodenforschung intensiviert werden sollten.

Animaltestinfo: Datenbank zu Tierversuchsvorhaben

Bundesminister Christian Schmidt hat am 4. Dezember 2014 gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel eine neue Datenbank zur Veröffentlichung von Informationen zu Tierversuchen freigeschaltet.

Die Datenbank "Animaltestinfo" wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) betrieben und ist über das Internet zugänglich. Sie enthält anonymisierte Informationen zu behördlich genehmigten Tierversuchsvorhaben. Die Datenbank entstand auf Grundlage der Tierschutz-Versuchstierverordnung, die die EU-Richtlinie 2010/63/EU umsetzt, und die dem BfR neue Aufgaben überträgt.

So werden Informationen über genehmigte Tierversuchsvorhaben veröffentlicht, wie zum Beispiel den zu erwartenden Nutzen und die zu erwartenden Belastungen der Tiere. "Mit Animaltestinfo steht eine Datenbank zur Verfügung, die es allen Interessierten ermöglicht, sich über die genehmigten Tierversuchsvorhaben zu informieren", sagte Hensel bei der Präsentation. "Die neue Datenbank wird uns wertvolle Informationen über zukünftige Forschungsschwerpunkte für das Gebiet der Alternativmethoden liefern können, denn grundsätzlich bleibt es unser Ziel, Tierversuche soweit wie möglich zu ersetzen".

ZEBET wird zum nationalen Kompetenzzentrum

Deutschland leistet innerhalb der Europäischen Union einen herausragenden Beitrag für die Erforschung tierversuchsfreier Prüfmethoden und die Entwicklung von Verfahren, die für die Tiere mit weniger Belastungen verbunden sind. "Hervorzuheben ist die Arbeit der beim BfR angesiedelten "Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch" (ZEBET), die wir im Rahmen unserer Tierwohl-Initiative zu einem Nationalen Kompetenzzentrum ausbauen werden", sagte Schmidt. Entsprechende Mittel für eine Stärkung der personellen und finanziellen Ausstattung der ZEBET sind im Haushaltsjahr 2015 eingeplant.

Weitere Förderinitiativen

Zum Engagement der Bundesregierung zur Erforschung tierversuchsfreier Prüfmethoden gehören neben der Arbeit der ZEBET und deren Forschungsförderung sowie dem Tierschutzforschungspreis unter anderem die finanzielle Unterstützung der "Stiftung zur Förderung der Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zur Einschränkung von Tierversuchen", der Förderschwerpunkt "Ersatzmethoden zum Tierversuch" des Bundesforschungsministeriums BMBF (innerhalb der letzten 30 Jahre sind über 400 Forschungsprojekte mit rund 140 Millionen Euro finanziert worden) sowie weitere Förderinitiativen des BMBF. So wurden zum Beispiel im Rahmen der Förderung von "Bildgebenden Verfahren als spezielle Beiträge zur Reduktion von Tierversuchen und zur Verminderung der Belastungen von Versuchstieren" rund 10,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Stand:
04.12.14

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Alternativen zum Töten männlicher Küken

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Video „Alternativen zum Kükentöten“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung".

Ziel der Forschung ist es, das Töten von männlichen Küken zu vermeiden. Der Film erklärt zwei Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei und stellt zudem das "Zweinutzungshuhn" vor.

zum Video: Alternativen zum Töten männlicher Küken …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Was Sie beim Einkaufen für mehr Tierwohl tun können

Titelbild der Broschüre "Haltung zeigen - Was Sie beim Einkaufen für mehr Tierwohl tun können"

In Deutschland gelten hohe Standards für die Nutztierhaltung. Unsere Landwirte arbeiten jeden Tag verantwortungsvoll dafür, dass die Tiere gesund sind und mit Respekt behandelt werden. Immer mehr Landwirte leisten darüber hinaus noch mehr fürs Tierwohl. Doch beim Einkauf ist es nicht immer leicht, unterschiedliche Haltungskonzepte zu erkennen. Label helfen. Diese Übersicht stellt die wichtigsten vor. Sie gibt Ihnen Orientierung, damit Sie beim Einkauf Ihre persönliche Haltung zum Tierwohl zum Ausdruck bringen können.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

Presse

Pressemitteilungen

Interviews

Links

Rechtsgrundlagen

Unternavigation aller Website-Bereiche