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Tierschutz in der Tierhaltung

Das BMEL setzt sich im Rahmen des Tierschutzes für bessere Haltungsbedingungen von Tieren ein - ob in der Landwirtschaft, bei der Zucht oder bei Tierdressuren.

Nach den tierschutzrechtlichen Vorschriften darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Darüber hinaus dürfen Wirbeltiere grundsätzlich nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) getötet werden.

Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften dürfen nicht geduldet werden und sollten nach Bekanntwerden unverzüglich den zuständigen Behörden gemeldet oder zur Anzeige gebracht werden. Der Vollzug der tierschutzrechtlichen Vorschriften obliegt den zuständigen Behörden der Länder.

Das Wohlergehen von Tieren und deren Haltung gilt es stets zu schützen und zu verbessern.

Das BMEL setzt sich beispielsweise für tierschutzgerechte Haltungssysteme in der Landwirtschaft ein, setzt EU-weite Verordnungen zur Verbesserung der Tierhaltung um und arbeitet an deren Weiterentwicklung.

Tierschutz in der gewerblichen Kaninchenhaltung

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im Jahr 2014 die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung um wichtige Regelungen für Kaninchen erweitert. Damit werden die Haltungsbedingungen der Tiere in der gewerblichen Kaninchenhaltung verbessert - ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz.

Erstmals wurden detaillierte Haltungsbedingungen für die gewerbliche Kaninchenhaltung und -zucht in Deutschland gesetzlich geregelt. Damit ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer tiergerechten Kaninchenhaltung im gewerblichen Rahmen gemacht worden. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Haltung von Kaninchen zu Erwerbszwecken nur durch allgemeine tierschutzrechtliche Vorgaben geregelt, nun enthält die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung einen Abschnitt Kaninchen und damit detaillierte Vorschriften zu deren Schutz.

Gestaltung der Haltungseinrichtungen

So werden konkrete Vorgaben an die Gestaltung der Haltungseinrichtungen gemacht, wie die Bodenbeschaffenheit, das Angebot von Rückzugsflächen und die Betreuung und Pflege. Zudem werden Kaninchenhalter stärker in die Pflicht genommen und müssen mindestens zweimal täglich Kontrollen durchführen. Ausreichende Luft- und Lichtzufuhr sollen unter anderem gewährleisten, dass die Ammoniakkonzentration in den Ställen auf das unvermeidbare Minimum beschränkt wird.

Orientierung an den arteigenen Bedürfnissen der Tiere

Die Verordnung sorgt für mehr Transparenz und erleichtert auf diese Weise die Überwachung der Betriebe durch die Behörden der Länder. So muss der Tierhalter über seine Bestände genaue Aufzeichnungen führen. Wer Zuchtkaninchen hält, wird verpflichtet, den Zuchtverlauf zu dokumentieren, zum Beispiel die Zahl der Würfe pro Häsin und die Zahl der Jungtiere pro Wurf. Die neuen Anforderungen gehen zudem auf die speziellen arteigenen Bedürfnisse der Kaninchen ein. Entsprechend orientieren sich die Regelungen an dem typischen Bewegungsverhalten von Kaninchen. Eine verhaltensgerechte Unterbringung und Pflege der Masttiere wird sichergestellt. Sie dürfen nicht isoliert gehalten werden. Kaninchen haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten, bilden stabile Gruppen und nehmen häufig Kontakt miteinander auf. Alle Tiere müssen Zugang zu strukturiertem Raufutter wie Stroh oder Heu und zu geeignetem Nagematerial haben. Damit wird dem typischen Verhalten wie Nagen, Scharren oder Graben Rechnung getragen.

Die Verordnung ist im August 2014 in Kraft getreten. Für bestehende, praxisübliche Haltungseinrichtungen für Zucht- und Mastkaninchen sind teilweise Neu- und Umbaumaßnahmen erforderlich. Daher wird den Tierhaltern für besonders investitionsträchtige Anforderungen bei den bestehenden Haltungsanlagen eine Übergangsfrist von bis zu zehn Jahren für entsprechende Maßnahmen eingeräumt.

Stand:
27.07.15

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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