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Tierschutz in der Tierhaltung

Das BMEL setzt sich im Rahmen des Tierschutzes für bessere Haltungsbedingungen von Tieren ein - ob in der Landwirtschaft, bei der Zucht oder bei Tierdressuren.

Nach den tierschutzrechtlichen Vorschriften darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Darüber hinaus dürfen Wirbeltiere grundsätzlich nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) getötet werden.

Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften dürfen nicht geduldet werden und sollten nach Bekanntwerden unverzüglich den zuständigen Behörden gemeldet oder zur Anzeige gebracht werden. Der Vollzug der tierschutzrechtlichen Vorschriften obliegt den zuständigen Behörden der Länder.

Das Wohlergehen von Tieren und deren Haltung gilt es stets zu schützen und zu verbessern.

Das BMEL setzt sich beispielsweise für tierschutzgerechte Haltungssysteme in der Landwirtschaft ein, setzt EU-weite Verordnungen zur Verbesserung der Tierhaltung um und arbeitet an deren Weiterentwicklung.

Expertenfachtagung: Verzicht auf Ferkelkastration – Praxiserfahrungen und Perspektiven

Das BMEL und die QS Qualität und Sicherheit GmbH haben am 25. Juni 2013 zu einer Fachtagung in Berlin zum Thema "Verzicht auf betäubungslose Ferkelkastration" geladen.

Mehr als 200 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Tierschutz und Verbraucherschutz diskutierten bei der Fachtagung über die bisher gesammelten Praxiserfahrungen zu den verschiedenen verfügbaren Alternativen. Gegenstand der Diskussion waren auch Fragen der Produktvermarktung und der Qualitätssicherung.

Noch werden in Deutschland jährlich rund 25 Millionen männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert, weil die Verbraucher Eberfleisch wegen des zuweilen auftretenden typischen Geschlechtsgeruchs – insbesondere beim Erhitzen – als unangenehm empfinden und nicht akzeptieren. Ab 2019 ist die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland jedoch nicht mehr zugelassen. Alternative Verfahren gewinnen somit zunehmend an Bedeutung und werden auf ihre Praxistauglichkeit, die Bewertung im Hinblick auf Verbraucherwünsche und unter Berücksichtigung des Tierschutzes erprobt, erforscht und angewandt.

Die Fachtagung diente den beteiligten Interessenvertretern aus den Bereichen Landwirtschaft, Schlachtung und Vermarktung als Plattform zum Austausch der bisherigen Erfahrungen und Perspektiven zu den verschiedenen Aspekten der Thematik.

Im Themenblock Landwirtschaft wurden Praxiserfahrungen über die möglichen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration beleuchtet. Hier galt das Augenmerk insbesondere der der Jungebermast. Aber auch Erfahrungen über die Kastration unter Betäubung und über das Impfen gegen Ebergeruch wurden eingehend vorgestellt. Im Themenblock Schlachtung/Vermarktung befassten sich die Experten mit den praktischen Erfahrungen zur Vermarktung und Qualitätssicherung von Jungeber-Schlachtkörpern. In einer anschließenden Expertendiskussion mit Vertretern aus Landwirtschaft, Tierschutz, Handel, Verarbeitung und Verbraucherschutz wurden die möglichen Perspektiven erörtert.

Die Teilnehmer der Fachtagung waren sich einig, dass Deutschland mit dem Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration auf dem richtigen Weg ist.

Stand:
28.06.13

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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