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Europäische Kommission wird Tierschutzplattform einrichten

Die Europäische Kommission greift den Vorschlag von Dänemark, den Niederlanden, Schweden und Deutschland zur Einrichtung einer Informationsplattform für den Dialog im Tierschutz auf. Beim Agrarrat am 17. Mai 2016 sagte die Kommission zu, den Rat über den weiteren Fortschritt der Arbeiten an der EU-Plattform zu unterrichten.

Ein funktionierender Dialog ist sowohl für die Zusammenarbeit als auch für die Verbesserung von Tierschutzstandards eine Grundvoraussetzung. Die vier Mitgliedstaaten hatten daher in einem Positionspapier vorgeschlagen, bei der Europäischen Kommission eine EU-Tierschutzplattform nach dem Vorbild der bereits vorhandenen EU-Aktionsplattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit einzurichten.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stellte das gemeinsam erarbeitete Papier bei der Tagung des EU-Rates für Landwirtschaft und Fischerei am 15. Februar 2016 in Brüssel vor. Die überwiegende Zahl der Mitgliedstaaten stimmte der Einrichtung einer EU-Tierschutzplattform und damit zur Verbesserung des Dialogs zu.

Am 17. Mai 2016 wurde auf der Tagung des EU-Agrarrats erneut darüber beraten. Die Bundesregierung betonte, dass die Landwirte der EU gleiche Chancen im Wettbewerb brauchen. Daher sei es wichtig, dass eine Verbesserung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung EU-weit vorangetrieben werde. Insbesondere Verbesserungen des Tierschutzes bei Tiertransporten und bei der Schweinehaltung seien deutsche Anliegen. Diese Themen sollten neben anderen, wie beispielsweise dem illegalen Welpenhandel und der Tierschutzkennzeichnung von Produkten, durch die EU-Plattform aufgegriffen werden.

Für die Bevölkerung der Europäischen Union ist der Tierschutz von großer Bedeutung. Dies sagen 94 Prozent der EU-Bevölkerung. Die Information geht aus der Umfrage "Eurobarometer zum Tierschutz" vom März 2016 hervor, die die EU in Auftrag gegeben hatte.

Austausch von Erfahrungen und Informationen

Eine EU-Tierschutzplattform soll einerseits den Austausch von Erfahrungen im Hinblick auf Tierschutzinitiativen einzelner Mitgliedstaaten oder anderer Akteure erleichtern. Andererseits kann eine solche Plattform auch dazu dienen, den Informationsaustausch hinsichtlich der Kontrolle und Durchsetzung der geltenden EU-Rechtsvorschriften zu verbessern und damit eine einheitlichere und transparentere Umsetzung in der Praxis zu erreichen.

Darüber hinaus kann eine EU-Tierschutzplattform einen positiven Beitrag zur Entwicklung des Tierschutzes in der Europäischen Union insbesondere in folgenden Bereichen leisten:

  • Koordiniertes Vorgehen verschiedener Teile der Gesellschaft zum Thema Tierschutz;
  • Erleichterung von Zusammenschlüssen zwischen Interessenvertretern;
  • Austausch von Beispielen der guten fachlichen Praxis in den Mitgliedstaaten;
  • Kontaktpflege, einschließlich der Weitergabe von Erkenntnissen und Informationen auf dem Gebiet der Forschung.

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Ende 2014 hatten die Niederlande, Dänemark und Deutschland vereinbart, im Tierschutz eng zusammen zu arbeiten. Im April 2015 hat sich Schweden angeschlossen. Die Nationen haben seit Beginn ihrer Zusammenarbeit vier gemeinsame Positionspapiere zum Tierschutz an die Europäische Kommission gerichtet.

Stand:
20.05.16

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Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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