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Meerschweinchen im Stroh Meerschweinchen, Quelle: Fotolia/devmarya

Online-Angebot: Welches Haustier passt zu mir?

Im Rahmen der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl" hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Internetplattform Haustier-Berater.de gestartet.

Mit unseren Informations- angeboten wollen wir Spontankäufe von Tieren, die leider viel zu oft im Tierheim enden, verhindern.

Bundesminister Christian Schmidt

Das Online-Angebot stellt die Bedürfnisse von über 120 häufig gehaltenen Haustieren vor und hilft, das Wohlergehen und den Schutz von Haustieren in Deutschland zu verbessern. Die Plattform richtet sich an alle, die ein Tier zu Hause halten oder sich ein Haustier zulegen wollen.

Angeboten werden die folgenden Informationen:

  • Haustierdatenbank: Hierbei handelt es sich um eine Sammlung an Informationen über beliebte Haustiere und ihre Bedürfnisse.
  • Haustierberater: Durch die Auswahl bestimmter Kriterien (Größe, monatliche Kosten, Pflegebedarf etc.) wird eine Empfehlung für das passende Haustier abgegeben.
  • Haustierpflege: Hier finden Tierhalter und alle, die es werden wollen, allgemeine Tipps zur Pflege von Tieren.
  • Tipps zur Tierhaltung: In diesem Bereich der Website sind Tipps zur Beschäftigung (beispielsweise Spielzeug für Katzen), und Haltung von Tieren (zum Beispiel das richtige Aquarium) zu finden.

Die Plattform Haustier-Berater.de ist mit Informationen über Vögel, Hunde, Katzen und Kleinsäuger (beispielsweise Rennmäuse) gestartet. Das Angebot wird in den kommenden Wochen und Monaten erweitert.

Informationen für Kinder: Die Haustierfibel und der interaktive Haustier-Check

Mit der kleinen Fibel "Entdecke die Haustiere" können Kinder herausfinden, welches Tier zu ihnen passt. Hund, Katze, Meerschweinchen und Co. werden mit ihren jeweiligen Eigenschaften zielgruppengerecht beschrieben. Diese Informationen sollen Kindern und ihren Eltern helfen, die Entscheidung für ein Haustier wohlüberlegt zu treffen. Ebenfalls enthalten sind Tipps zum Kauf und zur Pflege von Haustieren. Ergänzend zur Haustierfibel bietet das BMEL Schulmaterialien für Grundschulklassen an. Beide Publikationen können hier als PDF-Dokumente heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.

Auf der Kinderseite "Durchblicker" können Kinder sich durch den Haustier-Check klicken: In einer interaktiven Anwendung müssen sie angeben, wie viel Zeit sie haben und was sie mit einem Haustier machen möchten, beispielsweise streicheln, beobachten oder toben. Anschließend erhalten sie Tipps, welche Tiere für sie infrage kommen - und welche nicht!

Hintergrund: Tierschutz bei Haustieren

Bei der privaten Haltung von Heimtieren kommt es immer wieder zu Tierschutzproblemen. Oft wissen die Tierhalter zu wenig über die speziellen Bedürfnisse und Besonderheiten der Tiere. Die Haltungsbedingungen sind zwar teilweise gesetzlich definiert und durch verschiedene Gutachten und Leitlinien konkretisiert. Die Erfahrung zeigt aber, dass diese Informationen häufig nicht bei den Tierhaltern ankommen.

Schon 2013 wurde das Tierschutzgesetz dahingehend geändert, dass künftige Tierhalter vom Verkäufer des Tieres schriftliche Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres erhält. Dazu gehören Informationen über die angemessene Ernährung und Pflege des Tieres sowie verhaltensgerechte Unterbringung und artgemäße Bewegung. Die Regelung trat nach einer Übergangsfrist am 1. August 2014 in Kraft. Diese Informationen werden allerdings erst unmittelbar beim Kauf des Tieres und nur im Fall des gewerbsmäßigen Handels übergeben. Mit der Online-Plattform Haustier-Berater.de, der Haustierfibel und dem interaktiven Haustier-Check stellt das BMEL umfassende Informationen für die Kaufentscheidung zur Verfügung.

Stand:
14.02.17

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Alternativen zum Töten männlicher Küken

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Video „Alternativen zum Kükentöten“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung".

Ziel der Forschung ist es, das Töten von männlichen Küken zu vermeiden. Der Film erklärt zwei Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei und stellt zudem das "Zweinutzungshuhn" vor.

zum Video: Alternativen zum Töten männlicher Küken …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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