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Die Mitglieder des Kompetenzkreises Bundesminister Christian Schmidt mit dem Vorsitzenden Gert Lindemann und den Mitgliedern des Kompetenzkreises Tierwohl am Tag der konstituierenden Sitzung im BMEL Berlin, Quelle: BMEL

Kompetenzkreis Tierwohl begleitet die Tierwohl-Initiative

Der von Bundesminister Christian Schmidt eingesetzte Beraterkreis begleitet die Umsetzung der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" für den Bereich Nutztiere. Bundesminister Schmidt sieht in dem Kompetenzkreis eine Prüfinstanz für konkrete Vorschläge, vor allem aber einen Ideengeber bei der Umsetzung seiner Tierwohl-Initiative.

Unter der Leitung des ehemaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Gert Lindemann unterstützt das Gremium das BMEL insbesondere bei der Folgenabschätzung politischer Maßnahmen und bei der Erarbeitung von Indikatoren. Am 6. Oktober 2014 war der Kompetenzkreis in Berlin erstmals zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen.

Empfehlungen des Kompetenzkreises

Der Kompetenzkreis hat seinen ersten Zwischenbericht im Januar 2015 an Herrn Bundesminister Christian Schmidt übergeben. Der Bericht enthält unter anderem Empfehlungen zur Bund-Länder-Koordinierung im Bereich Tierwohl, zur Beendigung "nicht-kurativer Eingriffe" bei Nutztieren und zum Prüf- und Zulassungsverfahren für serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen.

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Im Kompetenzkreis wurden Empfehlungen zum Thema Schwanzbeißen bei Schweinen erarbeitet. Der Kompetenzkreis stellt dazu fest, dass der Verzicht auf das Kupieren von Schwänzen nicht in einem Schritt möglich ist und zeigt Maßnahmen auf, die langfristig zu einer Beendigung des Schwänzekupierens führen können.

Ergänzend zu seinem ersten Zwischenbericht hat der Kompetenzkreis zum Entwurf einer Verordnung über die Prüfung und Bauartzulassung serienmäßig hergestellter Stalleinrichtungen zum Halten von Hennen (Tierschutz-Stalleinrichtungsbauartzulassungsverordnung) Stellung genommen. Unter anderem regt der Kompetenzkreis eine Evaluierung der Verordnung zu einem frühen Zeitpunkt an. Aus den gewonnenen Erfahrungen könne eine bestmögliche Ausgestaltung von Prüfverfahren für Legehennen und alle anderen landwirtschaftlich gehaltenen Tiere sowie Heimtiere vorgenommen werden.

In seinem vierten Bericht gibt der Kompetenzkreis Empfehlungen zu den Themen ethische Grundlagen, Forderung einer umfassenden nationalen Nutztierstrategie, Aus- und Fortbildung der Tierhalter im Bereich Tierschutz, Förderpolitik, Tiertransporte sowie Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben und zum Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats. Bundesminister Christian Schmidt hat den Bericht am 21. Januar 2016 im Rahmen der Internationalen Grünen Woche entgegen genommen.

Die Mitglieder des Kompetenzkreises

Die Zusammensetzung des Kompetenzkreises repräsentiert die Vielfalt der Positionen und Perspektiven rund um das Thema Tierwohl. Zu den 16 Mitgliedern zählen ausgewählte Persönlichkeiten, die bereits in der Vergangenheit wichtige Beiträge im Bereich des Tierschutzes in der Nutztierhaltung geleistet haben. Mit Gert Lindemann konnte Bundesminister Schmidt einen ausgewiesenen Kenner der Thematik für den Vorsitz gewinnen. In seiner Zeit als niedersächsischer Landwirtschaftsminister hat er unter anderem für den von ihm erarbeiteten Tierschutzplan von vielen Seiten Anerkennung erfahren. Zuvor war Lindemann langjähriger Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium.

Vorsitzender Gert Lindemann
2011-2013 Landwirtschaftsminister Niedersachsen

Carsten Bauck
In 3. Generation bio-dynamisch wirtschaftender Landwirt

Dr. Jörg Bauer
Landwirt und Ferkelerzeuger

Inge Böhne
Fachärztin für Schweine in eigener Praxis für Klein- und Nutztiere

Dr. Ludwig Diekmann
Landwirtschaftskammer Niedersachsen; Fachbereichsleiter Tierzucht, Tierhaltung, Versuchswesen Tier, Tiergesundheitsdienste

Dr. Clemens Dirscherl
Geschäftsführer des Evangelischen Bauernwerks Baden Württemberg, Mitglied der Tierschutzkommission beim BMEL

Roger Fechler
Deutscher Bauernverband, Referatsleiter Vieh und Fleisch, Mitglied der Tierschutzkommission beim BMEL

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer
Präsident des Thünen-Instituts

Jutta Jaksche
Verbraucherzentrale Bundesverband, Referentin Lebensmittel

Prof. Dr. Ute Knierim
Universität Kassel, Fachgebietsleiterin Nutztierethologie und Tierhaltung

Prof. Dr. Peter Kunzmann
Universität Jena, derzeit abgeordnet an die Tierärztliche Hochschule Hannover

Dr. Hermann Josef Nienhoff
Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH

Prof. Rudolf Preisinger
Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Genetik bei Lohmann Tierzucht

Franz-Martin Rausch
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels e. V. (BVLH)

Thomas Schröder
Präsident des Deutschen Tierschutzbundes e.V.

Prof. Dr. Achim Spiller
Georg-August-Universität Göttingen, Lehrstuhlinhaber "Marketing für Lebensmittel und Agrarprodukte"

Theresa Ungru
Betriebsleiterin eines Ackerbau- und Schweinemastbetriebes

Stand:
21.01.16

Zum Thema

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

Der Film als Text

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Transparenz beim Tierwohl: Bürgerportal des BMEL

Auf der Startseite des Portals ist eine Kuh und das Logo der Tierwohl-Initiative zu sehen

Wie werden unsere Nutztiere gehalten? Wie kann man beim Einkauf erkennen, welche Tiere besonders tiergerecht gehalten wurden? Was unternehmen Politik und Wirtschaft, damit es den Tieren besser geht? Auf diese und weitere Fragen finden Sie Antworten auf dem Informationsportal www.tierwohl-staerken.de.

mehr: Transparenz beim Tierwohl: Bürgerportal des BMEL …

Informationen zum Veterinärwesen

Interview mit Dr. Schrader vom Friedrich-Loeffler-Institut, 2012

Filme des aid infodienst

Publikationen

Was Sie beim Einkaufen für mehr Tierwohl tun können

Titelbild der Broschüre "Haltung zeigen - Was Sie beim Einkaufen für mehr Tierwohl tun können"

In Deutschland gelten hohe Standards für die Nutztierhaltung. Unsere Landwirte arbeiten jeden Tag verantwortungsvoll dafür, dass die Tiere gesund sind und mit Respekt behandelt werden. Immer mehr Landwirte leisten darüber hinaus noch mehr fürs Tierwohl. Doch beim Einkauf ist es nicht immer leicht, unterschiedliche Haltungskonzepte zu erkennen. Label helfen. Diese Übersicht stellt die wichtigsten vor. Sie gibt Ihnen Orientierung, damit Sie beim Einkauf Ihre persönliche Haltung zum Tierwohl zum Ausdruck bringen können.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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