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Bundesminister Christian Schmidt, Gert Lindemann und Inge Böhne halten den Zwischenbericht in ihren Händen Der Vorsitzende des Kompetenzkreises Gert Lindemann übergibt gemeinsam mit Inge Böhne, Fachärztin für Schweine in eigener Praxis für Klein- und Nutztiere, den Zwischenbericht an Bundesminister Christian Schmidt, Quelle: BMEL/Holger Groß

Empfehlungen für mehr Tierwohl

Bundesminister Christian Schmidt hat am 22. Januar 2015 den ersten Zwischenbericht des "Kompetenzkreises Tierwohl" entgegen genommen. Der Kompetenzkreis Tierwohl war von Minister Schmidt damit beauftragt worden, seine Tierwohl-Initiative zu begleiten und Vorschläge zu machen, wie man das Tierwohl in Deutschland verbessern kann.

Unter der Leitung des ehemaligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers Gert Lindemann unterstützt das Gremium das BMEL insbesondere bei der Folgenabschätzung politischer Maßnahmen und bei der Erarbeitung von Indikatoren. Am 6. Oktober 2014 war der Kompetenzkreis in Berlin erstmals zu einer Sitzung zusammen gekommen.

"Ich danke dem Kompetenzkreis für sein Engagement der letzten Monate und für seine Empfehlungen", sagte Bundesminister Schmidt bei der Übergabe. "Wir haben inzwischen zahlreiche Initiativen, die sich alle demselben Ziel verpflichtet fühlen: bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere zu erreichen. Die Forderung des Kompetenzkreises nach stärkerer Koordinierung der Tierschutz-Initiativen des Bundes mit denen der Länder greife ich deswegen gerne auf. Ich bin bereit, den Initiativen der Länder unter dem Dach meiner Tierwohl-Initiative 'Eine Frage der Haltung' einen Platz zu geben."

Der Kompetenzkreis gibt in dem vorliegenden Zwischenbericht fünf erste Empfehlungen, deren genauer Wortlaut unter "Zum Herunterladen" nachzulesen ist.

Wir nennen die Empfehlungen mit kurzen Erläuterungen.

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

1. Tierschutz muss messbar werden

Tierschutz und Tierwohl soll anhand von prüfbaren Fakten besser messbar gemacht werden.

Dazu soll ein sogenanntes Tierwohl-Indikatorensystem für ein flächendeckendes Monitoring des Tierschutzes in der Nutztierhaltung entwickelt und umgesetzt werden.

2. Bund muss bestehende Initiativen in einer "Bund-Länder-Initiative" bündeln

Die Vielzahl der derzeit laufenden Versuche und Aktivitäten der Länder und des Bundes macht es erforderlich, einen gemeinsamen Tierschutzplan (Bund und Länder) zu erarbeiten, der die bisherigen Initiativen der Länder und des Bundes bündelt und mit einheitlichen Zeitvorgaben versieht.

Der Kompetenzkreis hält es für erforderlich, dass Bund und Länder eine gemeinsame Übersicht über alle Initiativen, Runden Tische und Tierschutzpläne der Länder erstellen. Diese Übersicht sollte auch die verschiedenen Fördermaßnahmen und die Forschungsaktivitäten und Modell- und Demonstrationsvorhaben der Länder umfassen.

3. Nicht-Kurative Eingriffe müssen beendet werden

Der Kompetenzkreis gibt insbesondere Hinweise, worauf bei freiwilligen Vereinbarungen zur Beendigung nicht-kurativer Eingriffe zu achten ist. So sollten z.B. Teillösungen als prüfbare Zwischenschritte vorangetrieben werden. Beratung und Schulung der Landwirte, einzelfallbezogene Empfehlungen, Wissenstransfer und Leitfäden sind wichtige Grundlagen.

Freiwillige Vereinbarungen müssen konkrete Fristen und messbare Schritte enthalten. Eine regelmäßige Evaluierung und Folgenabschätzung ist vorzusehen.

4. Prüf- und Zulassungsverfahren für Stalleinrichtungen

Ziel ist, dass serienmäßig hergestellte Stalleinrichtungen nach einer angemessenen Übergangsfrist nur noch geprüft auf den Markt kommen.

Derzeit ist das Verfahren in einem ersten Schritt nur für die Legehennenhaltung geplant. Der Kompetenzkreis empfiehlt, auch Junghennen und Elterntiere von Anfang an einzubeziehen. Die Ausweitung auf andere Nutztiere soll geplant werden.

5. Den Handel in den Blick nehmen

Die Bundesregierung sollte unter anderem die Möglichkeit prüfen, im internationalen Handel Lebensmittel zurückzuweisen, die unter Verstoß gegen Tierschutzbestimmungen erzeugt wurden.

Stand:
22.01.15

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Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

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Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

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Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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