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Rückblick auf Aktivitäten und Informationen der Tierwohl-Initiative

Seit dem Start der Tierwohl-Initiative am 17. September 2014 haben wir über viele Termine und Aktivitäten berichtet, die im Rahmen der Inititative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stattgefunden haben. Eine Zusammenstellung der älteren Beiträge finden Sie in diesem Dossier.

Bundesminister Schmidt startete die Tierschutz-Initiative des BMEL mit den Worten: "Den Tieren muss es am Ende dieser Legislaturperiode besser gehen als heute."

Verbesserung des Tierschutzes auf europäischer Ebene

Gemeinsame Erklärung Deutschland - Dänemark - Niederlande

Am 14. Dezember 2014 haben die Landwirtschaftsministerin aus den Niederlanden Sharon Dijksma, der Landwirtschaftsminister Dan Jørgensen aus Dänemark und Bundesminister Christian Schmidt in Vught in den Niederlanden eine gemeinsame Erklärung zum Tierschutz unterzeichnet.

Dänemark, Deutschland und die Niederlande wollen ihre Aktivitäten zur Verbesserung des Tierschutzes bündeln. Die gemeinsame Erklärung soll dazu dienen, auf die Europäische Kommission dahingehend einzuwirken, dass sie ihre Anstrengungen zur Verbesserung des Tierschutzes intensiviert.

Der Erklärung liegen folgende Erwägungen zu Grunde:

Gemäß Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union tragen die Union und die Mitgliedstaaten den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere bei der Festlegung und Durchführung der Politik der Union in den Bereichen Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Binnenmarkt, Forschung, technologische Entwicklung und Raumfahrt in vollem Umfang Rechnung. Die tierische Produktion der Landwirtschaft in Deutschland, den Niederlanden und Dänemark ist durch eine starke Wettbewerbsfähigkeit und Ausrichtung auf Handel zwischen den Mitgliedstaaten sowie auf den Export gekennzeichnet.

Video vom Doorstep bei der Sitzung des Agrarrates am 15. Dezember 2014

Die Tierschutzprobleme einzelner Tiere wie etwa Haustiere, Pferde und andere Tiere, die im Rahmen einer Wirtschaftstätigkeit gehalten oder gehandelt werden (zum Beispiel der illegale Handel mit Hundewelpen in der gesamten EU) können besser auf EU-Ebene gelöst werden.

Der Tierschutz sollte auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung weiter verbessert werden.

Bestehende Vorschriften konsequenter durchsetzen

Dänemark, Deutschland und die Niederlande sind der Ansicht, dass die bestehenden Vorschriften der Europäischen Union im Bereich des Tierschutzes bei der Haltung, beim Transport und bei der Schlachtung von Tieren konsequenter und einheitlicher durchgesetzt werden müssen und dass teilweise Anpassungsbedarf bei den bestehenden Vorschriften der Europäischen Union im Hinblick auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse, technische Innovationen und sozio-ökonomische Entwicklungen besteht, beispielsweise die stärkere Verankerung von Tierschutzindikatoren oder die bessere Information der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Beispielsweise sollen auch die Synergien der Politikfelder der Union wie die Gemeinsame Agrarpolitik und Umweltpolitik für eine Verbesserung des Tierschutzes genutzt werden. Die Europäische Union muss ihrer Vorreiterrolle im Tierschutz weiter gerecht werden und sollte auch auf internationaler Ebene die Entwicklung eines stärkeren Bewusstseins für das Wohlergehen von Tieren aktiv unterstützen.

Forderungen an die Europäische Kommission

Dänemark, Deutschland und die Niederlande begrüßen die von der Europäischen Kommission in ihrer "Strategie der Europäischen Union für den Schutz und das Wohlergehen von Tieren 2012-2015" angekündigten Maßnahmen und bestärken die Kommission in deren Umsetzung. Insbesondere sehen sie dem Ergebnis der angekündigten Prüfung eines vereinfachten EU-Rechtsrahmens für den Tierschutz entgegen. Es muss jedoch auch sichergestellt werden, dass eine Vereinfachung des EU-Rechtsrahmens für den Tierschutz nicht zu einer Verschlechterung der Tierschutzstandards oder einem geringeren Bestreben, den Tierschutz zu verbessern, führt.

Geplante Zusammenarbeit

Auf den Gebieten der Tierschutzforschung, des Erfahrungsaustausches über die gute tierschutzfachliche Praxis und der Verbesserung von Haltungssystemen in Bezug auf den Tierschutz wollen Dänemark, Deutschland und die Niederlande zusammenarbeiten, die Bereiche fördern und vorantreiben. Die Länder unterstützen das Ziel der Brüsseler Erklärung zur Ferkelkastration und vereinbaren, bei der Suche nach Lösungen für Probleme des Tierschutzes wie etwa nicht therapeutischen Eingriffen an Tieren intensiv zusammenzuarbeiten. Der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis sollte verbessert werden, darin stimmen die Länder ebenso überein.

Einladung an alle EU-Mitgliedstaaten

Dänemark, Deutschland und die Niederlande laden alle EU-Mitgliedstaaten ein, sich dieser Initiative anzuschließen und sich an der zukünftigen Zusammenarbeit zur Verbesserung des Tierschutzes in der EU zu beteiligen.

Stand:
14.12.14

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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