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Rückblick auf Aktivitäten und Informationen der Tierwohl-Initiative

Seit dem Start der Tierwohl-Initiative am 17. September 2014 haben wir über viele Termine und Aktivitäten berichtet, die im Rahmen der Inititative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stattgefunden haben. Eine Zusammenstellung der älteren Beiträge finden Sie in diesem Dossier.

Bundesminister Schmidt startete die Tierschutz-Initiative des BMEL mit den Worten: "Den Tieren muss es am Ende dieser Legislaturperiode besser gehen als heute."

Antibiotikaresistente Erreger bei Mastgeflügel reduzieren

Krankheitserreger werden zunehmend weniger empfindlich oder sogar resistent gegenüber Antibiotika. Ziel eines vom BMEL geförderten Forschungsprojektes ist die Verbesserung der Tiergesundheit und damit ein geringerer Einsatz von Antibiotika. Die Zuwendungsbescheide dafür hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Berlin übergeben.

Tiere und Menschen werden oft von denselben Krankheitserregern infiziert und mit denselben Antibiotika behandelt. Somit haben sie gegenseitig Einfluss auf das Problem, dass zunehmend bakterielle Krankheitserreger auftreten, die resistent gegenüber Antibiotika sind. Um die Gesundheit von Menschen und Tieren zu schützen und die Wirksamkeit von Antibiotika zu erhalten, müssen alle Verantwortlichen zusammenarbeiten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) unter anderem die Aufgabe, Forschung zur Reduzierung und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen zu unterstützen. Im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung fördert das BMEL Forschungsprojekte im Umfang von acht Millionen Euro mit dem Ziel, die Verbreitung von antibiotikaresistenten Bakterien zu verhindern oder zumindest einzudämmen.

Wir können die Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen nur verhindern, wenn Human- und Veterinärmedizin eng zusammenarbeiten, und deshalb habe ich mit meinem Kollegen, Bundesminister Hermann Gröhe den von der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE, der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO geforderten und in Deutschland seit 2008 etablierten One-Health-Ansatz gestärkt und ausgeweitet.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

Forschungprojekt EsRAM

Das Forschungsvorhaben mit dem Titel "Entwicklung stufenübergreifender Reduktionsmaßnahmen für Antibiotikaresistente Erreger beim Mastgeflügel (EsRAM)" hat das Ziel, die Sicherheit von Geflügelfleischprodukten weiter zu verbessern, indem die Belastung durch antibiotikaresistente Erreger reduziert wird. Dazu werden einzelne Bereiche in der Geflügelproduktion betrachtet sowie neue und verbesserte Verfahren und Technologien entwickelt. Im Rahmen vorangegangener Forschungsprojekte wurden sogenannte Schlüsselstellen identifiziert. Zu diesen Schlüsselstellen gehören beispielsweise die Bruteidesinfektion und -hygiene oder die Optimierung der Haltungssysteme und der Fütterung. Weitere Beispiele sind die Entwicklung von Verfahren zur Beseitigung des Kots oder die Optimierung bestehender und Entwicklung neuer Verfahren und Technologien für die Schlachtung und Verarbeitung von Mastgeflügel.

Eine Frage der Haltung

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Im Rahmen der Initiative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stärkt das BMEL die Forschung für mehr Tierwohl. Zu den geförderten Forschungsprojekten zählen unter anderen Projekte zur Entwicklung und standardisierten Bewertung von Tierschutzindikatoren, für die Verbesserung der Haltungssysteme und zu den gesellschaftlichen Erwartungen an die Tierhaltung.

Stand:
08.03.16

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Schritte zu mehr Tierwohl

Per Click zur Broschüre "Schritte zu mehr Tierwohl"

Die Broschüre informiert über bereits getätigte und zukünftige Schritte hin zu mehr Tierwohl.

Der Fokus liegt auf den Planungen für ein staatliches Tierwohllabel und den Alternativen zum Töten männlicher Küken.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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