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Rückblick auf Aktivitäten und Informationen der Tierwohl-Initiative

Seit dem Start der Tierwohl-Initiative am 17. September 2014 haben wir über viele Termine und Aktivitäten berichtet, die im Rahmen der Inititative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stattgefunden haben. Eine Zusammenstellung der älteren Beiträge finden Sie in diesem Dossier.

Bundesminister Schmidt startete die Tierschutz-Initiative des BMEL mit den Worten: "Den Tieren muss es am Ende dieser Legislaturperiode besser gehen als heute."

Sauwohl? Wissenschaft erforscht Gefühle beim Schwein

Am 6. Mai 2016 hat Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, den Zuwendungsbescheid für das Forschungsvorhaben "Erfassung positiver Emotionen beim Schwein (FeelGood)" übergeben.

Hauptziel des Projekts ist, ein umfassendes Verständnis der Gefühlswelt von landwirtschaftlichen Nutztieren am Beispiel von Hausschweinen zu erlangen.

Das Forschungsprojekt wird vom Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Universität Kiel durchgeführt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen geeignete zuverlässige und praxistaugliche Parameter zur Erfassung des Gefühlszustandes bei Schweinen herausfinden.

Die objektive Messung von Tierwohl ist durch das gesteigerte Interesse und die lauter werdende Kritik an der konventionellen Landwirtschaft in unserer Gesellschaft und somit auch für die Politik ein wichtiges Anliegen geworden.

Tierwohl ist ein multidimensionaler Komplex, der aus drei Faktoren besteht:

  • Gesundheit und biologische Funktionalität,
  • der Möglichkeit, artgemäßes Verhalten auszuleben und
  • dem Gemütszustand.

Gruppenfoto Übergabe des Zuwendungsbescheides (von links): Dr. Irena Czycholl (Institut für Tierzucht und Tierhaltung), Ulf Holst (Kanzler der Christian-Albrechts-Universität), Dr. Maria Flachsbarth (Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL) und Prof. Joachim Krieter (Institut für Tierzucht und Tierhaltung), Quelle: Claudia Eulitz/CAU

Die Beurteilung des Gemütszustandes und positiver Emotionen stellt derzeit eine große Herausforderung dar, weil ihre Bedeutung erst in den letzten Jahrzehnten wissenschaftliche Anerkennung erlangt hat. Nur mit der Berücksichtigung positiver Emotionen kann Tierwohl insgesamt messbar gemacht werden.

Indikatoren zur Bewertung des Tierwohls notwendig

Bisher gibt es keine umfangreichen Studien zur Zusammensetzung, Beeinflussung und Auswirkungen des Gemüts- und Emotionszustandes landwirtschaftlicher Nutztiere. Ebenso fehlen zuverlässige und praxistaugliche Indikatoren zur objektiven Beurteilung. Die Gefühlswelt bei Tieren wird vor allem durch die Basisemotionen Angst, Wut, Glück, Trauer und Abscheu bestimmt. Einige komplexere Gemütsbewegungen wie beispielsweise Anspannung, Nervosität, Stress, Aufregung, Aufmerksamkeit, Interesse, Zufriedenheit, Entspannung, Gelassenheit, Bedrückung und Langeweile werden Tieren ebenfalls zugesprochen. Nicht nur die einzelnen Gefühle beeinflussen sich dabei gegenseitig, sondern es bestehen auch komplexe Zusammenhänge mit physiologischen Zuständen wie Hunger, Durst, Krankheit oder Sexualtrieb. Darüber hinaus bedingen Emotionen bestimmte Verhaltensweisen. Das Umfeld des Tieres, also die Haltung, beeinflusst dabei alle Faktoren des Tierwohls gleichermaßen direkt aber auch indirekt über die wechselseitigen Zusammenhänge.

Die beschriebenen Zusammenhänge verdeutlichen die enorme Herausforderung der objektiven Erfassung von Emotionalität.

Eine Frage der Haltung

Slogan der Initiative Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl

Im Rahmen der Initiative "Eine Frage der Haltung - neue Wege für mehr Tierwohl" stärkt das BMEL die Forschung für mehr Tierwohl. Zu den geförderten Forschungsprojekten zählen unter anderen beispielsweise Projekte zur Entwicklung und standardisierten Bewertung von Tierschutzindikatoren, für die Verbesserung der Haltungssysteme und zu den gesellschaftlichen Erwartungen an die Tierhaltung.

Das Forschungsvorhaben "FeelGood" hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom BMEL mit Mitteln aus dem Innovationsprogramm finanziell unterstützt.

Stand:
06.05.16

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Geschafft: Mehr Tierwohl

Mit unserer Initiative "Eine Frage der Haltung" setzen wir neue Maßstäbe in der Nutztierhaltung und verbessern die Beratung zu Haustieren.

mehr: Geschafft: Mehr Tierwohl …

Alternativen zum Töten männlicher Küken

Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zum Video „Alternativen zum Kükentöten“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung".

Ziel der Forschung ist es, das Töten von männlichen Küken zu vermeiden. Der Film erklärt zwei Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei und stellt zudem das "Zweinutzungshuhn" vor.

zum Video: Alternativen zum Töten männlicher Küken …

Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei

Startbild für das Video „Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei“

Im Rahmen seiner Initiative "Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl" fördert das BMEL das Verbundforschungsprojekt zur "In-Ovo-Geschlechtsbestimmung" an der Universität Leipzig. Die Geschlechtsbestimmung am befruchteten Hühnerei stellt nach derzeitigem Kenntnisstand die Option mit dem größten Potential dar, um das Töten männlicher Küken zu beenden. Der Film erläutert die Hintergründe und erklärt das Verfahren.

zum Video: Das Forschungsprojekt zur Geschlechtsbestimmung im Ei …

Informationen zum Veterinärwesen

Filme des aid infodienst

Publikationen

Was Sie beim Einkaufen für mehr Tierwohl tun können

Titelbild der Broschüre "Haltung zeigen - Was Sie beim Einkaufen für mehr Tierwohl tun können"

In Deutschland gelten hohe Standards für die Nutztierhaltung. Unsere Landwirte arbeiten jeden Tag verantwortungsvoll dafür, dass die Tiere gesund sind und mit Respekt behandelt werden. Immer mehr Landwirte leisten darüber hinaus noch mehr fürs Tierwohl. Doch beim Einkauf ist es nicht immer leicht, unterschiedliche Haltungskonzepte zu erkennen. Label helfen. Diese Übersicht stellt die wichtigsten vor. Sie gibt Ihnen Orientierung, damit Sie beim Einkauf Ihre persönliche Haltung zum Tierwohl zum Ausdruck bringen können.

Vereinbarung zur Verbesserung des Tierwohls, insbesondere zum Verzicht auf das Schnabelkürzen in der Haltung von Legehennen und Mastputen

Cover der Broschüre Eine Frage der Haltung - Neue Wege für mehr Tierwohl

Mit der vorliegenden freiwilligen Vereinbarung setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft einen zentralen Baustein der Tierwohl-Initiative "Eine Frage der Haltung – neue Wege für mehr Tierwohl" um. In der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, das Kürzen der Schnäbel von Legehennen und Mastputen abzuschaffen. Daneben wurde eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Branche und dem BMEL unter anderem in den Bereichen Forschung, Modell- und Demonstrationsvorhaben sowie Beratung vereinbart.

Bundesminister Christian Schmidt freut sich über das Ergebnis: "Ein weiterer Meilenstein beim Tierwohl ist uns gelungen. Einmal mehr zeigt sich, dass das Prinzip der freiwilligen Verbindlichkeit trägt: miteinander sprechen und gemeinsam praxistaugliche Lösungen entwickeln. Mein Ziel ist es, mehr Tierwohl in die Ställe zu bringen. Auf diesem Weg sind wir wieder ein gutes Stück vorangekommen."

Tierschutzbericht der Bundesregierung 2015

Cover der Broschüre: Tierschutzbericht 2015

Bereits zum zwölften Mal legt die Bundesregierung den Tierschutzbericht vor und verdeutlicht damit den Stellenwert des Tierschutzes in der Gesellschaft. Berichtszeitraum sind die Jahre 2011 bis 2014.

Neue Wege für mehr Tierwohl - Ein Magazin des BMEL

Titelbild des BMEL-Magazins "Neue Wege für mehr Tierwohl"

Es tut sich was in Sachen Tierwohl: Das Thema wird wichtiger, für Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie für die Landwirte. Immer mehr Menschen möchten dazu beitragen, dass es den Tieren, die für unsere Lebensmittel sorgen, im Stall und auf der Weide gut geht. Denn Ernährung ist auch eine Frage der Haltung: Wie halten wir Schweine, Kühe oder Legehennen? Wie halten wir es selbst beim Einkauf im Alltag, wenn wir an der Fleischtheke stehen?

Wir stellen Ihnen in diesem Magazin Menschen vor, die in ihrem Bereich Haltung zeigen: als Landwirt, Tierarzt oder Wissenschaftlerin. Wir erklären, warum manche Lösung schwieriger ist, als sie zunächst erscheint. Wir zeigen, welche faszinierenden Ideen es in Deutschland gibt, Tieren noch respektvoller zu begegnen. Und wir informieren, was Sie als Verbraucher tun können, wenn Sie selbst beim Einkauf auf eine besonders artgerechte Tierhaltung und auf Tierschutz achten wollen.

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