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Beschaffungsregeln der Bundesregierung für Holzprodukte

Die Bundesregierung unterstützt mit ihren für die gesamte Bundesverwaltung geltenden Beschaffungsregeln für Holz und Holzprodukte die nachhaltige Waldbewirtschaftung weltweit.

Holz wird in Zukunft wegen seiner Vielseitigkeit und seiner Vorzüge als klimaneutraler Bau- und Brennstoff noch umfangreicher genutzt werden. Daher muss dieser nachwachsende Rohstoff nachweislich aus nachhaltiger, also langfristig walderhaltender Nutzung kommen. Die Beschaffungsregeln des Bundes für Holzprodukte geben deshalb vor, dass die zur Beschaffung vorgesehenen Holzprodukte nachweislich aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen müssen. Damit sind die Beschaffungsregeln ein wichtiger Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Waldwirtschaft und der Walderhaltung weltweit. Die freiwillige Zertifizierung der Waldbewirtschaftung ist derzeit das wichtigste Instrument, die Erfüllung der Beschaffungsrichtlinie-Kriterien nachzuweisen. Die Zertifizierung ist wichtig, da in einigen Holz exportierenden Staaten, insbesondere in den Tropen, die vergleichbaren Standards der deutschen Forswirtschaft bei der Waldbewirtschaftung nicht eingehalten werden.

Seit dem 3. März 2013 wird die Holzhandels-Verordnung der EU vollständig angewandt. Damit soll sichergestellt werden, dass in Deutschland und der EU nur noch legal erzeugtes Holz auf den Markt gelangt (Maßnahmen gegen den illegalen Holzeinschlag). Da dies aber nur eine Mindestanforderung an die Holzproduktion ist, behält die seit dem 17. Januar 2011 geltende, weitergehende Beschaffungsrichtlinie der Bundesregierung für Holzprodukte weiterhin Gültigkeit und Bedeutung.

Dass die Zertifizierung der Waldbewirtschaftung ein erfolgreicher Weg ist, um nachhaltig erzeugte Produkte zu erwerben, hat eine Überprüfung durch das Thünen-Institut und das Bundesamt für Naturschutz im Jahr 2010 gezeigt. Die Einrichtungen untersuchten die Wirksamkeit der Beschaffungsrichtlinie des Bundes.

Den genauen Text der Richtlinie einschließlich der begleitenden Erklärung finden Sie unter "Gemeinsamer Erlass zur Beschaffung von Holzprodukten".

Weitere Informationen

Stand:
21.02.15

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Grafik des Ablaufes (verweist auf: Funktionsweise einer Lignocellulose-Bioraffinerie)

Biobasierte Wirtschaft - Wie aus Holz biobasierte Produkte entstehen (Klick auf das Bild zur interaktiven Grafik)

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Wald und Rohholzpotenzial der nächsten 40 Jahre - Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Cover der Broschüre "Wald und Rohholzpotential der nächsten 40 Jahre"

Die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM) weist ein potenzielles Rohholzaufkommen von jährlich 77,7 Mio. m³ Erntefestmaß im Durchschnitt der nächsten vier Jahrzehnte aus. Dabei steigt der Holzvorrat sogar noch an. Das Potenzial ist nach Baumarten getrennt im Vergleich mit der vergangenen Nutzung und mit der Vorratsentwicklung in Verbindung mit den waldbaulichen Modelleinstellungen differenziert zu bewerten. Dazu schätzt die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung die Entwicklung des Waldes und das Rohholzpotenzial für die nächsten vier Jahrzehnte als ein mögliches Szenario gemäß den Erfahrungen der letzten Jahre und Erwartungen an die kommenden Jahre. Für Politiker, Verbände, Wissenschaft und Forst- und Holzwirtschaft ist sie ein Instrument zur Prüfung der Auswirkung waldbaulicher Entwicklungen und Ziele und zur Planung von Nutzung und Verarbeitung des Rohstoffes Holz und von Investitionen in dem Bereich.

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