BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Ende der Steinzeit - Holz für die Märkte der Zukunft

Bundesminister Schmidt eröffnet Kongress der Deutschen Säge- und Holzindustrie

Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Säge- und Holzindustrie, Wissenschaft, Verbänden, Behörden, Waldbesitz und Handwerk trafen sich Mitte Januar in Berlin zum 12. Kongress der Deutschen Säge- und Holzindustrie.

In seiner Eröffnungsrede betonte Bundesforstminister Christian Schmidt die Bedeutung der Holzwirtschaft für die ländlichen Regionen in Deutschland: "Sie ist der Motor von Wertschöpfung und Beschäftigung, aber auch Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Es ist mir ein großes Anliegen, diese Rolle weiter zu stärken."

Die 2000 Betriebe der Sägeindustrie beschäftigen rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verarbeiten jährlich 35 Millionen Kubikmeter Holz. Mehr als 90 Prozent dieses Holzes kommt aus heimischen Wäldern - und damit auch aus nachhaltiger Bewirtschaftung. "Der Beitrag nachhaltiger, multifunktionaler Waldbewirtschaftung und intelligenter Holzverwendung fließt zu Recht auch in nationale und internationale politische Prozesse zum Klimaschutz ein", sagte Minister Schmidt. So benenne der Klimaschutzplan 2050, den die Bundesregierung im vergangenen Jahr beschlossen hat, deutlich die Leistungen nachhaltiger Waldwirtschaft zur CO2-Speicherung und zur CO2-Vermeidung durch Holzverwendung und die Substitutionswirkung von Holzprodukten. "Es ist nicht die Stillegung, sondern die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Holzverwendung, die diese Klimaleistung erbringt", sagte Schmidt.

Einen Schwerpunkt des Kongresses, der in diesem Jahr unter dem Titel "Ende der Steinzeit" stand, bildete das Thema urbane Bebauung mit Holz. Dem Rohstoff Holz wird beim modernen, energieeffizienten und klimafreundlichen Wohnungsbau eine zentrale Rolle zukommen, vor allem auch in Städten, in denen fehlender Wohnraum in den nächsten Jahren mit Neubau ausgeglichen werden muss. "Eine aktuelle Holzbauquote von zwei Prozent im mehrgeschossigen Wohnungsbau und von rund 16 Prozent bei den Einfamilienhäusern zeigt: Es gibt noch deutlich Luft nach oben, wenn es um den Holzbau in Deutschland geht", stellte Minister Schmidt fest und warb dafür, dieses Potenzial zu heben - in der Bauplanung, der Umsetzung und auch in der Ausbildung der Planer an den Hochschulen.

Der Kongress fand erstmals in Berlin statt. An zwei Tagen diskutierten die Expertinnen und Experten nicht nur über modernes Bauen, sondern auch über innovative Verpackungsmittel, die Chancen von Holz als Rohstoff der Zukunft und weitere Themen.

Stand:
16.01.17

Zum Thema

Grafik des Ablaufes (verweist auf: Funktionsweise einer Lignocellulose-Bioraffinerie)

Biobasierte Wirtschaft - Wie aus Holz biobasierte Produkte entstehen (Klick auf das Bild zur interaktiven Grafik)

Wettbewerbe

Publikationen

Wald und Rohholzpotenzial der nächsten 40 Jahre - Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Cover der Broschüre "Wald und Rohholzpotential der nächsten 40 Jahre"

Die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM) weist ein potenzielles Rohholzaufkommen von jährlich 77,7 Mio. m³ Erntefestmaß im Durchschnitt der nächsten vier Jahrzehnte aus. Dabei steigt der Holzvorrat sogar noch an. Das Potenzial ist nach Baumarten getrennt im Vergleich mit der vergangenen Nutzung und mit der Vorratsentwicklung in Verbindung mit den waldbaulichen Modelleinstellungen differenziert zu bewerten. Dazu schätzt die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung die Entwicklung des Waldes und das Rohholzpotenzial für die nächsten vier Jahrzehnte als ein mögliches Szenario gemäß den Erfahrungen der letzten Jahre und Erwartungen an die kommenden Jahre. Für Politiker, Verbände, Wissenschaft und Forst- und Holzwirtschaft ist sie ein Instrument zur Prüfung der Auswirkung waldbaulicher Entwicklungen und Ziele und zur Planung von Nutzung und Verarbeitung des Rohstoffes Holz und von Investitionen in dem Bereich.

Weitere Publikationen

Links

Rechtsgrundlagen

e

Wichtige Mitteilung

Bundespreis 2018 - Für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

Jetzt Anmelden!

Aufruf zur Bewerbung zum Bundespreis 2018

Unternavigation aller Website-Bereiche