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Fraget die Bäume: Forschung und Beratung für das Ökosystem Wald

Langjährige Waldbeobachtung, praktische Erfahrungen und Waldforschung sind wichtige Voraussetzungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes. Nur wer weiß, wie das komplexe Ökosystem Wald funktioniert und wie seine Entwicklung verläuft, kann es nachhaltig bewirtschaften und zielgerichtet erhalten.

Die Waldforschung untersucht all dies. Sie stellt zum Beispiel Erkenntnisse über die Standortansprüche der Baumarten und ihr Wuchsverhalten zur Verfügung, sie untersucht, wie sich die Bäume gegenseitig beeinflussen und wie Wald, Klima, Boden, waldbauliche Behandlung und anderen Einflussfaktoren wirken.

Der Bund forscht und fördert Forschung in folgenden Bereichen:

Ressortforschung

Johann Heinrich von Thünen-Institut

Das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei – kurz Thünen-Institut – ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Dort wird an verschiedenen Instituten zu den Themen rund um den Wald, Forstwirtschaft und Holz geforscht.
Homepage: www.thuenen.de

Es gibt folgende Institute im Bereich Wald, Forstwirtschaft und Holz:

  • Thünen-Institut für Holzforschung
    Mit Holz nachhaltig in die Zukunft!
    Die stoffliche und energetische Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert und ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Holz leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag sowohl zum Klima- als auch zum Umweltschutz. Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz, Produktqualität und Innovation sind wichtige Aspekte, mit denen sich das Thünen-Institut für Holzforschung auseinandersetzt. Das Institut ist weltweit führend in der Erkennung und Zuordnung von Holzarten auch in verarbeiteten Produkten.
    www.thuenen.de/de/hf/
  • Thünen-Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie
    Wälder bedecken ein Drittel der Landfläche der Erde!
    Walderhalt und nachhaltige Waldbewirtschaftung sind Ziele einer Reihe von internationalen Vereinbarungen. Dabei sind Fragen nach den notwendigen institutionellen Rahmenbedingungen, der Konkurrenz zu anderen Flächennutzungsformen, den Kosten von Walderhalt oder nach dem Nutzen der Ökosystemleistungen von Wäldern. Diese Fragen bieten oft ökonomische Ansatzpunkte zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung und damit auch einen Hebel zum Walderhalt weltweit.
    www.thuenen.de/de/wf/
  • Thünen-Institut für Waldökosysteme
    Wälder nachhaltig nutzen und schützen!
    Wälder sollen nach Vorstellung der Bundesregierung naturnah sein – und produktiv. Ihre Bewirtschaftung soll nutzbringend sein – und umweltgerecht. In-Wert-Setzung von Wäldern durch nachhaltige Nutzung soll ihren Erhalt gewährleisten. Obendrein sollen Wälder für den Klimawandel gerüstet sein. In diesem Spannungsfeld suchen die Wissenschaftler nach Lösungen für die Wälder und ihre Bewirtschaftung.
    www.thuenen.de/de/wo/
  • Thünen-Institut für Forstgenetik
    Gesunde, wüchsige, legal bewirtschaftete Wälder – weltweit!
    Weltweit vorne: die Wissenschaftler erarbeiten Methoden und Referenzdaten, um Art und Herkunft von Hölzern mit Gentests zu bestimmen – ein wichtiger Beitrag gegen den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz und ein Beitrag zur nachhaltigen Forstwirtschaft. Wir möchten, dass der Wald legal und nachhaltig genutzt wird. Er soll wuchskräftig und stabil gegenüber natürlichen und anthropogenen Störungen sein. Im Institut werden Grundlagen für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Forstvermehrungsgutrechts erforscht und damit eine wichtige Voraussetzung für die Bereitstellung von hochwertigem und herkunftsgesichertem Saat- und Pflanzgut zur Optimierung der Holzproduktion und der Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Klimabedingungen geliefert.
    www.thuenen.de/de/fg/

Julius Kühn-Institut

Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland und eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Homepage: www.julius-kuehn.de/

Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst
Die Forschungsarbeiten des Instituts für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst erstrecken sich auf Schadorganismen, die im Gemüse- und Zierpflanzenbau sowie an urbanen und forstlichen Gehölzen auftreten.
www.jki.bund.de/de/startseite/institute/pflanzenschutz-gartenbau-und-forst.html

Forschungsförderung

Das BMEL fördert die Waldforschung mit verschiedenen Programmen:

  • Waldklimafonds
    Er fördert Maßnahmen zur Anpassung der deutschen Wälder an den Klimawandel, zur Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und zur Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern sowie zur Erschließung des CO2-Minderungs-, Energie- und Substitutionspotenzials von Wald und Holz.
    www.waldklimafonds.de/
  • Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe"

    Mit diesem Programm fördert das BMEL vorrangig angewandte Forschung und Entwicklung im Bereich der nachhaltigen Erzeugung und der Nutzung nachwachsender Ressourcen. Die Förderung von Vorhaben zur Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft bildet einen der Schwerpunkte im Programm.
    www.fnr.de/projektfoerderung/fuer-antragsteller/foerderprogramm-nachwachsende-rohstoffe/

  • Internationale Projekte für nachhaltige Waldwirtschaft
    Das BMEL fördert Projekte, die das Ziel haben, die Nutzung der Wälder weltweit auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung umzustellen.
    Hierzu gehören auch die Forschungszusammenarbeit mit Drittstaaten und der Wissenstransfer. In der bilateralen Zusammenarbeit des BMEL mit Drittstaaten auf dem Gebiet der Forstwirtschaft, wie z.B. mit Russland und China, dienen die Projekte der Weitergabe fachlichen Wissens und speziell des deutschen forstlichen Know-Hows. Einen aktuellen Überblick über alle Projektaktivitäten bietet ein Projektbrief.
    Internationale Projekte für nachhaltige Waldwirtschaft

Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) berät und unterstützt die Bundesregierung bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder. Der Beirat ist mit Vertretern verschiedener wissenschaftlicher Fachdisziplinen besetzt, die die gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald widerspiegeln.

Hierzu gehören

  • eine gesicherte Versorgung von Holzindustrie und Energiewirtschaft mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz,
  • die Sicherung von Arbeitsplätzen, insbesondere im ländlichen Raum,
  • die Erhaltung der Biodiversität,
  • der Klimaschutz und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel,
  • die Nutzung der Wälder als Erholungs- und Erlebnisraum für die Bevölkerung sowie
  • die Beachtung der Ausgewogenheit zwischen Eigentümerinteressen und der Interessen der Allgemeinheit.

Der Beirat prüft die Ziele und Grundsätze der nationalen und internationalen Waldpolitik. Er unterbreitet Vorschläge für die Weiterentwicklung der waldpolitischen Rahmenbedingungen und der Instrumente zur Umsetzung der Waldstrategie 2020 der Bundesregierung. Darüber hinaus bemüht er sich um einen Ausgleich zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald und fördert den wissenschaftlichen Diskurs über eine nachhaltige, multifunktionale Bewirtschaftung der Wälder. Ferner werden von ihm Zustände diskutiert und bewertet, Impulse bei Veränderungsbedarf gegeben und Initiativen aus unterschiedlichen Wissenschafts- und Gesellschaftsbereichen aufgegriffen. Die Politik berät er durch Statusberichte und Empfehlungen.
Homepage: Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik

KWF- Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V.

Das KWF nimmt überregionale technisch-wissenschaftliche Aufgaben für die deutsche Forstwirtschaft wahr. Zentrale Aufgaben sind dabei angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung und der entsprechende Wissenstransfer in den Bereichen:

  • Verbesserung der Forsttechnik und der Arbeitsbedingungen im Wald unter besonderer Berücksichtigung von Ergonomie und Umweltverträglichkeit
  • Angebot von Entscheidungshilfen durch Prüfung und Erprobung von Forsttechnik für die Forstpraxis
  • Mittlerfunktion zwischen Forschung, Forstpraxis und Industrie durch Erarbeitung, Auswertung und Umsetzung von Forschungsergebnissen und Praxiserfahrungen im Bereich Waldarbeit und Forsttechnik
  • Angebot von Lösungsbeiträge zu aktuellen überregionalen forstwissenschaftlichen und -technischen Fragestellungen im Bereich Waldarbeit und Forsttechnik entwickeln

Homepage: KWF- Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V.

Forschung zur nachhaltigen Waldwirtschaft auf europäischer Ebene

Auf europäischer Ebene unterstützt das BMEL verschiedene ERA-NET (European Research Area Networks)und ERA-NET Cofund Initiativen an transnationalen Forschungsvorhaben im Waldbereich. Dazu gehört das ERA-NET Sumforest (www.sumforest.org), dessen erste Bekanntmachung unter dem Thema "Sustainable forests for the society of the future" veröffentlicht wurde. Das ERA-NET Cofund ERA GAS (www.eragas.eu) unter Horizon2020 bearbeitet Thematiken rund um "Monitoring and mitigation of Greenhouse gases from agri- and silviculture" und im ERA-NET Cofund WaterWorks2015 (www.waterjpi.eu) läuft die erste Bekanntmachung zu dem Thema "Sustainable management of water resources in agriculture, forestry and freshwater aquaculture sectors".

Nähere Informationen:
ERA-NET: Koordinierung nationaler und regionaler Forschungstätigkeiten

Stand:
01.02.17

Zum Thema

Die genetische Vielfalt von Baum- und Straucharten

Baumarten

Deutschland hat sich durch die Ratifizierung des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der genetischen Vielfalt von Baum- und Straucharten verpflichtet.

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Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner

Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner ist ein unauffälliger Nachtschmetterling. Die wärmere und trockenere Witterung der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Ausweitung des Vorkommens in Deutschland geführt. Doch gerade die so genannten Brennhaare machen ihn auch für den Menschen gefährlich.

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Projekte für internationale nachhaltige Waldwirtschaft

Cover des Projektletters zur nachhaltigen Waldpolitik

Ein Projektbrief informiert über die internationalen Projekte des BMEL zur Förderung der nachhaltigen Waldwirtschaft. Er wird jährlich aktualisiert.

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Unser Wald – Natur aus Försterhand

Titelseite der Broschüre

Die Broschüre "Unser Wald – Natur aus Försterhand" informiert über den Wald und die Forstwirtschaft in Deutschland.
Was ist eigentlich Wald? Wie steht es um den Wald in Deutschland? Wozu braucht Deutschland die Forstwirtschaft?
Was bedroht den Wald bei uns? Wie kann sich der Bürger an der Waldpolitik beteiligen?
Was macht Holz so besonders? Kann ich Holz aus Klima- und Naturschutzgründen noch mit gutem Gewissen nutzen?
… Die Broschüre gibt Antworten auf diese und zahlreiche andere Fragen rund um den Themenkomplex Wald, Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland.

Maximale Bestellzahl: 3 Stück

Publikationen

Wald und Rohholzpotenzial der nächsten 40 Jahre - Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Cover der Broschüre "Wald und Rohholzpotential der nächsten 40 Jahre"

Die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM) weist ein potenzielles Rohholzaufkommen von jährlich 77,7 Mio. m³ Erntefestmaß im Durchschnitt der nächsten vier Jahrzehnte aus. Dabei steigt der Holzvorrat sogar noch an. Das Potenzial ist nach Baumarten getrennt im Vergleich mit der vergangenen Nutzung und mit der Vorratsentwicklung in Verbindung mit den waldbaulichen Modelleinstellungen differenziert zu bewerten. Dazu schätzt die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung die Entwicklung des Waldes und das Rohholzpotenzial für die nächsten vier Jahrzehnte als ein mögliches Szenario gemäß den Erfahrungen der letzten Jahre und Erwartungen an die kommenden Jahre. Für Politiker, Verbände, Wissenschaft und Forst- und Holzwirtschaft ist sie ein Instrument zur Prüfung der Auswirkung waldbaulicher Entwicklungen und Ziele und zur Planung von Nutzung und Verarbeitung des Rohstoffes Holz und von Investitionen in dem Bereich.

Der Wald in Deutschland - ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur

Cover der Broschüre "Der Wald in Deutschland - ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur"

Die Bundeswaldinventur hat 11,4 Mio. Hektar Wald erfasst. Über 98 Prozent davon sind begehbar. Mit insgesamt rund 10,9 Mio. Hektar ist der sog. "Holzboden" (dauernd zur Holzproduktion verwendete Fläche) die größte Flächenkategorie (95 Prozent). Die meisten Ergebnisse der Bundeswaldinventur beziehen sich auf den Holzboden. Auf den "Nichtholzboden" entfallen die restlichen knapp 365.000 Hektar oder 3 Prozent der Waldfläche. Er erfüllt wichtige Funktionen für den Forstbetrieb (z. B. als Holzlagerplätze), für die Erholung (z. B. Waldwege) und als Lebensraum für licht- und wärmebedürftige Tier- und Pflanzenarten. Die vielfältigen Leistungen des Waldes gehen von seiner ganzen Fläche aus.

English version: The Forests in Germany - Selected Results of the Third National Forest Inventory

Natura 2000 und Wälder

Natura 2000 und Wälder

Der Auslegungsleitfaden der EU- Kommission "Natura 2000 und Wälder" Teil 1-2 ist jetzt auf Deutsch verfügbar.
Der Leitfaden beschreibt Bestimmungen von Natura 2000 in verständlicher Form und beantwortet Fragen rund um den Themenkreis Waldbewirtschaftung und Naturschutz. Das Dokument soll helfen, die Bewirtschaftung von Natura2000 Wäldern so zu optimieren, dass ein günstiger Erhaltungszustand für die mit dem Wald verbundenen Lebensräume und Arten im Rahmen von Natura 2000 erreicht wird.

Weitere Publikationen

Videos

Wälder für Menschen - Naturerbe und Wirtschaftsfaktor in Deutschland

Startbild Wälder für Menschen

Der Informationsfilm des BMELV "Wälder für Menschen - Naturerbe und Wirtschaftsfaktor in Deutschland" stellt die vielfältigen Funktionen des Waldes auf interessante und anschauliche Weise dar: Ort für Freizeit, Sport und Erholung - Arbeitsplätze - Rohstoff- und Energieversorgung

Bestellung und Streaming bei den Landesfilmdiensten möglich.

zum Video: Wälder für Menschen - Naturerbe und Wirtschaftsfaktor in Deutschland …

Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen

Startbild für das Video „Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen“

Extreme Wetterlagen wie Hitze, Dürre, Sturm, Überschwemmungen, Hagel oder Frost können der Land- und Forstwirtschaft erheblichen Schaden zufügen. Während die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels relativ gut erforscht sind, liegen für die ebenfalls durch den Klimawandel bedingte und von vielen Experten erwartete Zunahme von Extremwetterlagen dagegen kaum belastbare Erkenntnisse vor, schon gar nicht regional und nach Kulturarten differenziert.

zum Video: Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen …

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