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Waldboden in Nahaufnahme Quelle: © Elke Becker - Fotolia.com

Waldklimafonds

Das Potenzial von Wäldern und der Holzverwendung für den Klimaschutz auszubauen und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel zu unterstützen, das sind die Aufgaben des Waldklimafonds. Dieser ist Programmbestandteil des Sondervermögens Energie- und Klimafonds und wird auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages seit 2013 unter gemeinsamer Federführung des Bundeslandwirtschafts- (BMEL) und des Bundesumweltministeriums (BMUB) betrieben.

Ziele des Fonds

Informationsfilm zum Waldklimafonds

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Wald- und Forstwirtschaft in Deutschland speichern Kohlenstoff im Wald und in langlebigen Holzprodukten. Zudem vermeiden sie Emissionen durch die energetische und stoffliche Verwendung von Holz. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas. Wald und Holzprodukte entlasten die Atmosphäre derzeit jährlich um über 127 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2). Der Waldklimafonds soll diese positive Klimabilanz sichern und weiter ausbauen – und zugleich die Nutz-, Schutz und Erholungsfunktionen des Waldes beachten.

Eine Voraussetzung dafür ist es, unsere Wälder gegenüber dem Klimawandel anzupassen. Auf Grund der großen Waldfläche – über ein Drittel Deutschlands sind Wälder –, ihrer hohen Sensibilität gegenüber Klimaänderungen sowie der langen Lebenszyklen und Produktionszeiträume sind rasche und nachhaltige Anpassungsmaßnahmen schon heute geboten.

BMEL und BMUB sehen es daher als notwendig an, Maßnahmen zu fördern, die das CO2-Minderungs-, Energie- und Substitutionspotenzials von Wald und Holz erschließen und die deutschen Wälder an den Klimawandel anpassen. Damit soll das Erreichen der Klimaziele der Bundesregierung unterstützt werden.

Die Maßnahmen sollen ökologische und ökonomische Aspekte beachten und einen größtmöglichen Nutzen für den Schutz des Klimas und die Anpassungsfähigkeit der Wälder an die Folgen des Klimawandels erzielen. Dabei sollen - wo möglich - Synergien zwischen Klimaschutz, Anpassung der Wälder an den Klimawandel und Erhalt der biologischen Vielfalt genutzt werden.

Fördermaßnahmen

Maßnahmen werden in folgenden Schwerpunkten gefördert:

  1. Anpassung der Wälder an den Klimawandel,
  2. Sicherung der Kohlenstoffspeicherung und Erhöhung der CO2-Bindung von Wäldern,
  3. Erhöhung des Holzproduktspeichers sowie der CO2-Minderung und Substitution durch Holzprodukte,
  4. Forschung und Monitoring und
  5. Information und Kommunikation.

Die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft hat als Projektträger des Waldklimafonds bis 2017 44 Verbundpartnerschaften mit 127 Teilprojekten angestoßen.

Nach erfolgreicher Beihilfenotifizierung für die zwei Förderschwerpunkte "1. Anpassung der Wälder" und "2. Sicherung der Kohlenstoffspeicherung von Wäldern" wird eine überarbeitete Förderrichtlinie in Kürze veröffentlicht werden. Damit kann der Fonds mit vollem Förderspektrum durchstarten. Die Bundesregierung hat zudem mit dem Klimaschutzplan 2050 im Dezember 2016 beschlossen, den Waldklimafonds in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln.

Nähere Informationen zum Waldklimafonds, seinen Förderschwerpunkten sowie Details zum Antragsverfahren bieten beide Bundesministerien auf der gemeinsamen Homepage an:

Stand:
14.03.17

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Projekte für internationale nachhaltige Waldwirtschaft

Cover des Projektletters zur nachhaltigen Waldpolitik

Ein Projektbrief informiert über die internationalen Projekte des BMEL zur Förderung der nachhaltigen Waldwirtschaft. Er wird jährlich aktualisiert.

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Unser Wald – Natur aus Försterhand

Titelseite der Broschüre

Die Broschüre "Unser Wald – Natur aus Försterhand" informiert über den Wald und die Forstwirtschaft in Deutschland.
Was ist eigentlich Wald? Wie steht es um den Wald in Deutschland? Wozu braucht Deutschland die Forstwirtschaft?
Was bedroht den Wald bei uns? Wie kann sich der Bürger an der Waldpolitik beteiligen?
Was macht Holz so besonders? Kann ich Holz aus Klima- und Naturschutzgründen noch mit gutem Gewissen nutzen?
… Die Broschüre gibt Antworten auf diese und zahlreiche andere Fragen rund um den Themenkomplex Wald, Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland.

Maximale Bestellzahl: 3 Stück

Publikationen

Wald und Rohholzpotenzial der nächsten 40 Jahre - Ausgewählte Ergebnisse der Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung 2013 bis 2052

Cover der Broschüre "Wald und Rohholzpotential der nächsten 40 Jahre"

Die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung (WEHAM) weist ein potenzielles Rohholzaufkommen von jährlich 77,7 Mio. m³ Erntefestmaß im Durchschnitt der nächsten vier Jahrzehnte aus. Dabei steigt der Holzvorrat sogar noch an. Das Potenzial ist nach Baumarten getrennt im Vergleich mit der vergangenen Nutzung und mit der Vorratsentwicklung in Verbindung mit den waldbaulichen Modelleinstellungen differenziert zu bewerten. Dazu schätzt die Waldentwicklungs- und Holzaufkommensmodellierung die Entwicklung des Waldes und das Rohholzpotenzial für die nächsten vier Jahrzehnte als ein mögliches Szenario gemäß den Erfahrungen der letzten Jahre und Erwartungen an die kommenden Jahre. Für Politiker, Verbände, Wissenschaft und Forst- und Holzwirtschaft ist sie ein Instrument zur Prüfung der Auswirkung waldbaulicher Entwicklungen und Ziele und zur Planung von Nutzung und Verarbeitung des Rohstoffes Holz und von Investitionen in dem Bereich.

Der Wald in Deutschland - ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur

Cover der Broschüre "Der Wald in Deutschland - ausgewählte Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur"

Die Bundeswaldinventur hat 11,4 Mio. Hektar Wald erfasst. Über 98 Prozent davon sind begehbar. Mit insgesamt rund 10,9 Mio. Hektar ist der sog. "Holzboden" (dauernd zur Holzproduktion verwendete Fläche) die größte Flächenkategorie (95 Prozent). Die meisten Ergebnisse der Bundeswaldinventur beziehen sich auf den Holzboden. Auf den "Nichtholzboden" entfallen die restlichen knapp 365.000 Hektar oder 3 Prozent der Waldfläche. Er erfüllt wichtige Funktionen für den Forstbetrieb (z. B. als Holzlagerplätze), für die Erholung (z. B. Waldwege) und als Lebensraum für licht- und wärmebedürftige Tier- und Pflanzenarten. Die vielfältigen Leistungen des Waldes gehen von seiner ganzen Fläche aus.

English version: The Forests in Germany - Selected Results of the Third National Forest Inventory

Natura 2000 und Wälder

Natura 2000 und Wälder

Der Auslegungsleitfaden der EU- Kommission "Natura 2000 und Wälder" Teil 1-2 ist jetzt auf Deutsch verfügbar.
Der Leitfaden beschreibt Bestimmungen von Natura 2000 in verständlicher Form und beantwortet Fragen rund um den Themenkreis Waldbewirtschaftung und Naturschutz. Das Dokument soll helfen, die Bewirtschaftung von Natura2000 Wäldern so zu optimieren, dass ein günstiger Erhaltungszustand für die mit dem Wald verbundenen Lebensräume und Arten im Rahmen von Natura 2000 erreicht wird.

Weitere Publikationen

Videos

Wälder für Menschen - Naturerbe und Wirtschaftsfaktor in Deutschland

Startbild Wälder für Menschen

Der Informationsfilm des BMELV "Wälder für Menschen - Naturerbe und Wirtschaftsfaktor in Deutschland" stellt die vielfältigen Funktionen des Waldes auf interessante und anschauliche Weise dar: Ort für Freizeit, Sport und Erholung - Arbeitsplätze - Rohstoff- und Energieversorgung

Bestellung und Streaming bei den Landesfilmdiensten möglich.

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Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen

Startbild für das Video „Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen“

Extreme Wetterlagen wie Hitze, Dürre, Sturm, Überschwemmungen, Hagel oder Frost können der Land- und Forstwirtschaft erheblichen Schaden zufügen. Während die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels relativ gut erforscht sind, liegen für die ebenfalls durch den Klimawandel bedingte und von vielen Experten erwartete Zunahme von Extremwetterlagen dagegen kaum belastbare Erkenntnisse vor, schon gar nicht regional und nach Kulturarten differenziert.

zum Video: Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen …

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