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Auf einer Wiese steht ein Baum in einem Loch, daneben vier Personen, die mit Spaten das Erde in das Loch füllen Bundesminister Schmidt, Direktor des EFI Palahi, Staatssekretär im Umweltministerium NRW Bottermann und Bürgermeister der Bundesstadt Bonn Limbach bei der Eröffnung des EFI in Bonn, Quelle: Jennifer Zumbusch/ EFI

European Forest Institute nimmt die Arbeit am Standort Bonn auf

Widerstandsfähigkeit von Wäldern und Wissenstransfer für den europäischen Wald – damit wird sich das neue Büro des European Forest Institute (EFI) vorrangig beschäftigen. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat es am 29. August am UN-Campus in Bonn eröffnet.

Das EFI dient dem Austausch von Know-how und Erfahrungen auf internationaler Ebene. So betonte Schmidt: "Wald und Holz sind wichtige Bestandteile für gutes Leben und Arbeiten auf dem Land. Gleichzeitig erfüllen Wälder unersetzbare globale Funktionen, so für den Schutz des Klimas und der Lebensräume aber auch als Quelle nachwachsender Rohstoffe für die Menschheit. Um all dies bestmöglich miteinander zu verbinden, brauchen wir den Austausch von Know-how und Erfahrungen auf internationaler Ebene. Mit seinem forstwissenschaftlichen Sachverstand hilft das EFI, auch die europaweite Waldschutzdiskussion zu versachlichen."

Widerstandsfähige Wälder und intelligente Konzepte

Weltweit gibt es intensive Debatten um die besten Schutz- und Nutzungskonzepte für den Wald. Es gilt, intelligente und effiziente Konzepte zu entwickeln, um Wälder auch in Zukunft zu bewahren und zugleich nachhaltig nutzen zu können. Dem geht das EFI in Bonn nach.

Zu seinem Aufgabenschwerpunkt zählt zudem die Widerstandsfähigkeit von Wäldern. Die jüngsten Waldbrände in den Wäldern Südeuropas belegen die Aktualität des Themas. Das EFI wird damit einen wertvollen Beitrag leisten, die europäischen Wälder zu erhalten und widerstandsfähiger gegen diese Schadursachen und den Klimawandel zu machen.

Das EFI in Bonn

Das European Forest Institute (EFI) ist eine internationale Organisation mit Hauptsitz in Finnland und regionalen Büros in Barcelona, Bordeaux und jetzt auch in Bonn. Es wird getragen von 28 europäischen Zeichnerstaaten und hat circa 115 Mitgliedsorganisationen, meist aus dem wissenschaftlichen Bereich. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern forscht EFI zu allen Aspekten von Wäldern. Die Arbeit reicht dabei von den ökologischen Grundlagen bis hin zur wirtschaftlichen Nutzung der Wälder.

Zugleich unterstützt es die Kommunikation zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis und sorgt dafür, dass politische Entscheidungsträger erleichterten Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen bekommen. Das EFI bietet ein einzigartiges Forschungs-netzwerk und vielfältige Möglichkeiten für Kooperationen im Forstbereich.

Der zukünftige Standort des EFI-Büros in Bonn ist der Platz der Vereinten Nationen. Damit ergänzt das EFI Bonn als Organisation mit dem Themenschwerpunkt Wald das Spektrum der internationalen Organisationen und Forschungseinrichtungen in Bonn, die sich mit Nachhaltigkeits- und Umweltfragen beschäftigen.

Die Ansiedlung von EFI in Bonn wurde von der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfahlen sowie der Stadt Bonn aktiv unterstützt. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat sich bereit erklärt, die Kosten für Miete und Grundversorgung der Liegenschaft für die nächsten zehn Jahre zu tragen und eine jährliche Grundfinanzierung für diesen Zeitraum zu gewährleisten. Zudem wurden mit dem EFI bereits Projekte im Wert von 1,6 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre vereinbart.

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Stand:
29.08.17

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