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Neuaufstellung der internationalen Waldpolitik

Vom 4.-15. Mai 2015 tagte in New York die 11. Sitzung des Waldforums der Vereinten Nationen (UNFF) um über wichtige Entscheidungen der internationalen Waldpolitik zu verhandeln.

Bundesminister Christian Schmidt setzte sich in New York für eine Neuaufstellung und Stärkung der globalen Waldpolitik ein.

"Wir brauchen eine verstärkte internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der nachhaltigen Waldwirtschaft, aber auch dem Kapazitätsaufbau und des Wissensmanagements", sagte der Minister. "Waldzerstörungen, illegaler Holzeinschlag, Gefährdung der Wälder durch den Klimawandel und andere Risiken beschäftigen die Staatengemeinschaft und die Medien regelmäßig. Gehörig unterbelichtet scheint mir aber das große und zum Teil noch ungenutzte Potential das die Wälder für die Menschheit bergen, sofern sie nachhaltig bewirtschaftet werden" so Christian Schmidt weiter in seiner Rede vor der UNO am 13. Mai 2015.

Verhandlungsziel der gesamten EU ist die Bildung von mehr Kohärenz und Synergien zwischen den vielen internationalen Prozessen mit Waldbezug, beispielswiese den internationalen Klimaverhandlungen, dem Übereinkommen zur biologischen Vielfalt, der Waldübereinkunft der VN oder dem Kampf gegen den illegalen Holzeinschlag.

Wichtige Waldbeschlüsse bei den Vereinten Nationen

Bundesforstminister Christian Schmidt beim UNO-Waldforum in New York Bundesforstminister Christian Schmidt beim UNO-Waldforum in New York, Quelle: Ständige Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen

Das Waldforum der Vereinten Nationen, das globale Fachforum zum Thema Wald am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York dem alle Mitglieder der Vereinten Nationen angehören, hat in seiner Sitzung im Mai 2015 wichtige Entscheidungen zur Fortsetzung und Stärkung der Arbeit dieses Waldforums getroffen. Dabei bleibt seine Hauptaufgabe die Förderung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung weltweit. Einigung wurde aber auch erzielt über wichtige, insbesondere von Deutschland und der EU geforderte Verbesserungen bei der Umsetzung und Ergebnisorientierung seiner Beschlüsse. So wurden konkrete Aktivitäten zur Förderung von Synergien zwischen den zahlreichen, sich z.T. konkurrierenden waldrelevanten Prozessen und Organisationen auf internationaler Ebene beschlossen, aber auch zur stärkeren Einbindung der Stakeholder oder zur verbesserten Unterstützung der Entwicklungsländer bei der Nutzbarmachung geeigneter Finanzierungsquellen für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Die Umsetzung der nicht rechtlich verbindlichen Waldübereinkunft bzw. "Forest Instrument" aus 2007 soll zudem intensiviert und die Harmonisierung der für die Nachverfolgung von Nachhaltigkeit im Forstsektor auf regionaler Ebene aufgestellten Indikatoren vorangetrieben werden. Das Forum ist damit auch gut aufgestellt für die Umsetzung der Beschlüsse der Vereinten Nationen zur 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung vom September 2015, die zahlreiche Bezüge zu Wald enthalten. Die Beschlüsse nun in die Tat umzusetzen und die Wirksamkeit der bisherigen Arbeit des Forums zu stärken, liegt nun in den Händen der Mitgliedstaaten, des UNFF Sekretariates und der zahlreichen mit Wald befassten Organisationen. Als erster Schritt  muss ein langfristiger Strategischer Plan und ein konkretes Arbeitsprogramm ausgehandelt werden. Das Forum wird ab 2017 einmal im Jahr zusammenkommen und alternierend technische und politisch orientierte Sitzungen abhalten, um die Politikumsetzung stärker als bisher forcieren zu können.

Stand:
25.01.16

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