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"Die Landwirte haben Wertschätzung verdient"

Datum:
10.01.14

Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) schildert der neue Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Dr. Hans-Peter Friedrich die Pläne für seine Amtszeit: "Zur Erhaltung einer starken, bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland wird die Entwicklung unserer ländlichen Heimat ein entscheidendes Thema sein", so der Minister im Interview mit der "agrarzeitung".

Frage: Welche Botschaft wollen Sie auf der IGW 2014 der Landwirtschaft überbringen?

Dr. Hans-Peter Friedrich: Meine Botschaft ist klar: Unsere Bäuerinnen und Bauern stellen hochwertige und vielfältige Lebensmittel her. Dafür haben sie die Wertschätzung der Bevölkerung verdient. Die Grüne Woche ist eine gute Gelegenheit für die Verbraucherinnen und Verbraucher, sich von dieser Leistung ein Bild zu machen. Als neuer Landwirtschaftsminister freue ich mich auf viele interessante Begegnungen und Gespräche rund um Ernährung und Landwirtschaft.

Frage: In welchem Teil der Agrar- und Ernährungspolitik wollen Sie Spuren hinterlassen?

Dr. Hans-Peter Friedrich: Im Koalitionsvertrag haben wir für die Bäuerinnen und Bauern Planungssicherheit geschaffen: Neue Substanzsteuern wird es nicht geben. Auch an der Sonderregelung beim Agrardiesel wird nicht gerüttelt. Für die Zukunft ist wichtig, dass in Deutschland eine starke, bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft erhalten bleibt. Dabei wird die Entwicklung unserer ländlichen Heimat ein entscheidendes Thema sein. Das Landwirtschaftsministerium ist das Wirtschaftsministerium für den ländlichen Raum.

Frage: Welche Bewirtschaftung soll künftig auf den ökologischen Vorrangflächen erlaubt sein?

Dr. Hans-Peter Friedrich: Für Deutschland zählt, was das Europäische Parlament und der EU-Agrarrat beschlossen haben. Das ist politisch bindend und gibt die Richtung vor. Demnach muss auf den ökologischen Vorrangflächen auch eine nachhaltige und umweltverträgliche Produktion möglich sein - zum Beispiel durch den Anbau von Eiweißpflanzen oder Zwischenfrüchten.

Frage: Die EU-Kommission macht bei Düngeverordnung und Ammoniak-Emissionen Druck. Was wollen Sie ihr entgegnen?

Dr. Hans-Peter Friedrich: Wichtig ist, dass die regionalen Klima- und Bodenbeschaffenheiten innerhalb von Deutschland berücksichtigt werden. Die Ausbringung von stickstoffhaltigen Düngemitteln muss an den Standort angepasst werden. Pauschale Ausbringungsmengen werden weder der Umwelt noch den Erwartungen an die landwirtschaftliche Produktion gerecht. Unseren Landwirten muss es auch in Zukunft möglich sein, die hohen Standards der Guten Fachlichen Praxis einzuhalten.

Quelle: Ausgabe der "agrarzeitung" vom 10. Januar 2014

Fragen von:
Stefanie Awater-Esper
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