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Bundesminister Schmidt sitzt mit vier Jugendlichen am Tisch und redet Quelle: BMEL/Thomas Trutschel/Photothek.net

Schmidt: "Gesunde Ernährung ohne Strafsteuern und Co."

Datum:
21.09.17

Bundesernährungsminister Christian Schmidt erklärt im Interview, warum er Ernährungsideologien ablehnt und stattdessen auf Transparenz, Information und Ernährungsbildung setzt.

Frage: Wie können Sie als Ernährungsminister Einfluss auf ein gesundes Essverhalten der Menschen nehmen?

Christian Schmidt: Ich bin gegen Ernährungsideologien. Jeder sollte essen, was ihm schmeckt und was ihn glücklich macht. Aufgabe der Politik ist es, dafür zu sorgen, dass unsere Lebensmittel in Deutschland sicher sind und die Menschen informierte Entscheidungen treffen können. Ich will nicht in die Kochtöpfe hinein regieren und den Menschen vorschreiben, was sie essen dürfen. Strafsteuern und Co. halte ich nicht für den richtigen Weg. Der Schlüssel für einen gesunden Lebensstil liegt in der Ernährungskompetenz. Deshalb setze ich auf Transparenz, Information und Ernährungsbildung.

Frage: Sie haben mehrfach betont, dass Sie Steigerungsbedarf bei der Qualität der Schulverpflegung sehen. Was konkret möchten Sie verbessern – und wie?

Christian Schmidt: Um die Information der Verbraucher zu verbessern, habe ich zwei neue Einrichtungen ins Leben gerufen: das Bundeszentrum für Ernährung und das nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ). Das NQZ soll einen Qualitätsnachweis für Caterer und Anbieter von Schul- und Kitaessen erarbeiten. Gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bereitet das NQZ hierzu ein Caterer-Netzwerk vor. Ziel ist, überall in Deutschland die DGE-Qualitätsstandards für Kitas und Schulen verpflichtend bei Ausschreibungen von Verpflegungsleistungen zugrunde zu legen.

Frage: Sie setzen auf Informationen der Verbraucher. Aber verpufft das nicht im Alltag? Wie wollen Sie das Bewusstsein für gesunde Ernährung steigern?

Christian Schmidt: Hier müssen wir bei den Jüngsten - Kindern und Jugendlichen - ansetzen. Das kleine Einmaleins der Ernährung muss im Unterricht verankert werden – am besten als eigenes Schulfach. Dazu bin ich im ständigen Austausch mit den Kultusministern. Insgesamt geht es darum, Verbrauchern alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Viele Kinder und Jugendliche wissen heute gar nicht mehr, woher Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt werden. Bereits heute stellen wir Unterrichtsmaterialen zur Verfügung und führen erfolgreiche Projekte wie den Ernährungsführerschein mit unseren Landfrauen durch um die Ernährungsbildung in die Schulen zu tragen. Um es nochmal deutlich zu sagen: Ernährungsbildung muss wieder zurück in die Schulen, am besten als eigenes Schulfach.

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