BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Bundessieger im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" stehen fest

Bundesministerin Ilse Aigner zeichnet 24 Dörfer aus 13 Bundesländern aus

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat am Mittwoch die Gewinner des diesjährigen Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" bekannt gegeben, an dem rund 2600 Dörfer aus ganz Deutschland teilgenommen haben.

Mit Gold werden die Orte Bohlsen (Niedersachsen), Dechow (Mecklenburg-Vorpommern), Mengsberg (Hessen), Mürsbach (Bayern), Oberlangen (Niedersachsen), Rammenau (Sachsen), Sommerach (Bayern), Thier (Nordrhein-Westfalen) und Ueberau (Hessen) ausgezeichnet.

Diese Dörfer konnten die Jury mit herausragenden, zukunftsfähigen Konzepten überzeugen. Darüber hinaus werden acht Silber- und sieben Bronzemedaillen vergeben. "Ich gratuliere den Siegern ganz herzlich zur Auszeichnung, aber vor allem natürlich auch zu den beeindruckenden Ideen, die sie in ihren Dörfern umgesetzt haben. Die vielen aktiven Menschen in den Dörfern sind das Herzstück des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" und damit die eigentlichen Gewinner. Mit Traditionen und Tatkraft sorgen die Menschen selbst dafür, dass ihr Dorf ein Ort zum Wohlfühlen ist und bleibt. Das starke Miteinander und die Verwirklichung vieler kreativer Ideen zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dorfentwicklung haben die Jury und mich sehr beeindruckt", sagte Aigner bei der Bekanntgabe der Preisträger.

Mit dem Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ehrt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. "Der Wettbewerb hat Tradition und ist eine der größten Bürgerinitiativen Europas. Er zeigt, wie wichtig es ist, aus Visionen gemeinsam konkrete Ziele zu erarbeiten und umzusetzen. Der Zusammenhalt und das Engagement der Dorfgemeinschaft tragen dazu bei, die Lebensqualität im Dorf nachhaltig zu verbessern.
Ein aktives Gemeinschaftsleben in Vereinen und Verbänden oder die Sicherstellung von Mobilität, Erwerbsquellen und Einzelhandelsgeschäften sowie der Ausbau der Breitbandversorgung und die Ausweitung von Betreuungsangeboten bereichern das Dorfleben und erhöhen den Wohlfühlfaktor in den Gemeinden enorm", sagte Aigner.

Beim diesjährigen Wettbewerb wurden der Jury viele überzeugende Ideen präsentiert. So haben Jugendliche in einem Dorf in Rheinland-Pfalz mit Hilfe der Eltern und bauerfahrenen Rentnern selbst ein Jugendhaus gebaut, das sie mit Spenden finanziert haben und nun als Spiel- und Freizeitstätte nutzen. Ein Dorf in Brandenburg hat eine Seniorenbeauftragte ernannt, die unter anderem Transporte zum Arzt koordiniert. In vielen Dörfern engagieren sich Bürgerinnen und Bürger beim Unterhalt und der Gestaltung von gemeinschaftlichen Anlagen. So wurde in einem Dorf in Mecklenburg-Vorpommern das Dorfgemeinschaftshaus und in einem Dorf in Schleswig-Holstein eine Alte Schmiede in vielen Stunden ehrenamtlich renoviert und restauriert. "Wir wollen mit dem Wettbewerb gute Beispiele für innovative Dorfentwicklung auszeichnen und zur Nachahmung anregen. Wie viel man erreichen kann, wenn man gemeinsam anpackt und die Zukunft der eigenen Heimat in die Hand nimmt, haben die Gewinner eindrucksvoll unter Beweis gestellt", sagte Aigner.

Aus allen Bundesländern hatten Gemeinden und Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter bis 3000 Einwohner am 24. Wettbewerb teilgenommen. Davon kamen 24 Dörfer in die Endrunde des Bundesentscheids. Fast drei Wochen war eine Bewertungskommission von Dorf zu Dorf gereist. Dabei wurden unter anderem die Entwicklungskonzepte und das Leitbild, die wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Bau- und Grüngestaltung sowie die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Planung und Gestaltung des Dorfes und seiner Umgebung bewertet.

In der Bundesbewertungskommission waren neben Mitarbeitern des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch weitere Einrichtungen und Verbände vertreten: Bundesamt für Naturschutz, Deutscher Naturschutzring, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Bauernverband, Deutscher Landfrauenverband e.V., Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V., Verband der Gartenbauvereine e.V., Bund Deutscher Landschaftsarchitekten sowie Bund Heimat und Umwelt. Geleitet wurde die Bewertungskommission von Dr. Reinhard Kubat (Landrat in Waldeck-Frankenberg, Hessen) und Michael Pelzer (1. Bürgermeister in Weyarn, Bayern).

Die Siegerehrung findet auf der Internationalen Grünen Woche 2014 in Berlin mit einem großen Dorffest statt. Weitere Hintergrundinformationen zum Dorfwettbewerb 2013 gibt es im Internet unter www.dorfwettbewerb.bund.de. Dort finden Sie unter anderem ein kurzes Dorfprofil aller Teilnehmer der Endrunde, in dem die Dörfer sich und ihre Entwicklung vorstellen.

Die Preisträger der Kategorien Gold, Silber und Bronze:

GOLD:
Bohlsen (Niedersachsen), Dechow (Mecklenburg-Vorpommern), Mengsberg (Hessen), Mürsbach (Bayern), Oberlangen (Niedersachsen), Sommerach (Bayern), Thier (Nordrhein-Westfalen), Rammenau (Sachsen), Ueberau (Hessen).

SILBER:
Böbing (Bayern), Füchtorf (Nordrhein-Westfalen), Heid (Nordrhein-Westfalen) Oberveischede (Nordrhein-Westfalen), Ottersheim (Rheinland-Pfalz), Pretschen (Brandenburg), Steinmauern (Baden-Württemberg), Steutz (Sachsen-Anhalt).

BRONZE:
Gerlfangen (Saarland), Großbundenbach (Rheinland-Pfalz), Kerpen/Eifel (Rheinland-Pfalz), Neustadt/Harz (Thüringen), Tylsen (Sachsen-Anhalt), Vossenack (Nordrhein-Westfalen), Witzeeze (Schleswig-Holstein).

Wichtige Mitteilung

Der Bundespreis für Engagement gegen Lebensmittelverschwendung

mehr lesen

Banner vom Bundespreis Zu gut für die Tonne 2017 - Bewerbungshinweis

Unternavigation aller Website-Bereiche