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Modellvorhaben Land(auf)Schwung: Neue Wege für eine gute Zukunft in ländlichen Regionen

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt: "Ländliche Räume leben von bürgerschaftlichen Engagement"

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt, hat am Dienstag den Startschuss für das Modellvorhaben Land(auf)Schwung gegeben.

Bei der Auftaktveranstaltung in Berlin sagte Bundesminister Schmidt: "Der Name des Modellvorhabens ist Programm: Wir setzen neue Impulse für Leben, Arbeiten und das Miteinander in ländlichen Regionen. Mit Land(auf)Schwung fördern wir die Entwicklung kreativer Ideen. Wir wollen die Regionen dort abholen, wo sie stehen und bei der Weichenstellen für die Zukunft unterstützen."

Für das Modellvorhaben wurden 39 Landkreise in allen Flächenländern Deutschlands als Bewerberregionen ausgewählt, die aufgrund des demografischen Wandels, ihrer Wirtschaftskraft oder der Gegebenheiten der Daseinsvorsorge vor besonderen Herausforderungen stehen. Land(auf)Schwung richtet sich an engagierte Menschen vor Ort, die selbst über innovative Konzepte und deren Umsetzung in ihren Regionen entscheiden. "Damit senden wir eine klare Botschaft aus: Wenn sich Menschen mit Unternehmergeist, Kreativität und Leidenschaft mit Herz und Hand für ihre Heimat engagieren, können ländliche Regionen ihre Stärken entwickeln und Perspektiven für eine Zukunft mit einer hohen Lebensqualität schaffen – gerade für junge Menschen und Familien", sagte Schmidt. "Für diesen Ideenwettbewerb stellen wir 15 Millionen Euro zur Verfügung."

Das Modellvorhaben sei Teil der Initiative für attraktive Perspektiven in ländlichen Regionen, so der Bundesminister weiter. "Lebendige ländliche Räume sind ein Schwerpunkt meiner Politik. Wir haben ein Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" aufgelegt, um Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen zu bündeln. Allein für das Bundesprogramm stehen im Jahr 2015 zehn Millionen Euro zur Verfügung. Das Bundesprogramm begleitet uns auf dem Weg, die Gemeinschaftsaufgabe "Agrar- und Küstenschutz" langfristig zu einer "Gemeinschaftsaufgabe Ländliche Entwicklung" umzubauen. Damit wollen wir ein wichtiges Bund-Länder-Förderinstrument für starke ländliche Regionen schaffen", unterstrich Schmidt.

Der Bundesminister ermutigte die 39 ausgewählten Bewerberregionen, Neues vor Ort anzustoßen und betonte, er freue sich auf die Bewerbungen der Landkreise. Schmidt: "Einzelne Projekte können Vorbildcharakter bekommen, wie der Wandel zur Chance für den ländlichen Raum und sogar unser ganzes Land werden kann."

Hintergrundinformationen zu dem Modellvorhaben Land(auf)Schwung

Aufbauend auf dem erfolgreich abgeschlossenen Modellprojekt LandZukunft hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft das Modellvorhaben Land(auf)Schwung ins Leben gerufen. Ziel des Modellvorhabens ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken und die Daseinsvorsorge zu sichern. Ein Schwerpunkt liegt dabei insbesondere auf interkommunaler und interregionaler Zusammenarbeit.

Land(auf)Schwung bietet den Regionen ein Experimentierfeld zur Erprobung neuer Lösungswege. Sowohl die Form der Gebietsabgrenzung als auch die Wahl des thematischen Schwerpunkts sowie die Zusammensetzung der Akteure bleiben weitestgehend den Regionen überlassen.

Nach 37 wissenschaftlichen Kriterien wurden insgesamt 39 strukturschwache Landkreise aus allen Flächenländern ausgewählt, die in besonderem Maße von den Herausforderungen der Daseinsvorsorge und mangelnder Wirtschaftskraft durch den demografischen Wandel betroffen sind. Diese Regionen werden nun in einer sechsmonatigen Start- und Qualifizierungsphase von Dezember 2014 bis Mai 2015 Chancen für ihren Landkreis identifizieren um passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu entwickeln.

Im Juni 2015 wählt eine unabhängige Jury zehn bis dreizehn Modellregionen aus. Die dreijährige Förderphase startet im Juli 2015. Im gesamten Projektzeitraum bis Ende Juni 2018 stellt das BMEL für das Modellvorhaben Land(auf)Schwung Mittel in Höhe von 1,2 Millionen bis 1,5 Millionen Euro pro Region zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.land-auf-schwung.de.

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