BMEL

Service

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur Startseite

Schmidt: "Bauern erbringen zusätzliche Umweltleistungen durch das Greening"

Landwirte stellen fast 1,4 Millionen Hektar ökologische Vorrangflächen bereit

Seit der letzten Agrarreform sind Landwirte mit mehr als 15 Hektar Ackerfläche grundsätzlich verpflichtet, 5 Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitzustellen und auf diesen dem Klima- und Umweltschutz besonders förderliche Landbewirtschaftungsmethoden anzuwenden. Die Landwirte können selbst aus diesem Katalog auswählen. Nun konnten erstmals Daten hierüber ausgewertet werden, die von den Ländern übermittelt wurden.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigt sich zufrieden: "Es war richtig von uns, diese Flexibilität zu eröffnen. Unsere Landwirte haben sie intensiv genutzt, um zusätzliche Umweltleistungen entsprechend den jeweiligen regionalen und betrieblichen Gegebenheiten bereitzustellen."

Im Jahr 2015 haben die Landwirte 1,367 Millionen Hektar ökologische Vorrangflächen angemeldet. Davon entfielen allein über 930.000 Hektar (68 Prozent) auf Zwischenfrüchte und Grasuntersaaten. Es folgen brachliegende Flächen mit knapp 222.000 Hektar (gut 16 Prozent) sowie stickstoffbindende Pflanzen mit knapp 162.000 Hektar (fast 12 Prozent).

Die verschiedenen Arten werden angesichts ihrer unterschiedlichen ökologischen Wertigkeit mit verschiedenen Faktoren gewichtet. Daraus ergibt sich rechnerisch eine Fläche von knapp 691.000 Hektar.

Insgesamt entfallen über 57 Prozent der gewichteten ökologischen Vorrangflächen auf produktive Flächennutzungen (Zwischenfrüchte und Grasuntersaaten, stickstoffbindende Pflanzen, Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb, Aufforstungsflächen) und dementsprechend knapp 43 Prozent auf Flächen ohne produktive Nutzungen (brachliegende Flächen, streifenförmige Elemente, Landschaftselemente und Terrassen).

Bundesminister Schmidt betonte in diesem Zusammenhang: "Beide Kategorien sind also für die Landwirte eminent wichtig, um die erwünschten Umweltleistungen zu erbringen."

Weitere Ergebnisse der Auswertung ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:

Beantragte Ökologische Vorrangflächen im Jahr 2015 (in 1000 ha)
1) Gewichtungsfaktor für Terrassen 1,0; CC-Landschaftselemente wurden einheitlich mit dem Faktor 1,5 gewichtet
Arten von ökologischen VorrangflächenFlächen ohne GewichtungGewichtungsfaktornach ökologischer Wertigkeit gewichtete Flächen
Brachliegende Flächen221,81,0221,8
Puffer-, Wald-, Feldrandstreifen16,51,524,7
CC-Landschaftselemente und Terrassen33,01,0 - 2,01)49,6
Flächen mit Zwischenfruchtanbau und Untersaaten930,20,3279,0
Flächen mit stickstoffbindenden Pflanzen161,80,7113,3
Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb2,20,30,7
Aufforstungsflächen1,91,01,9
Beantragte ökologische Vorrangflächen insgesamt in Deutschland1367,40,3 - 2,0690,9

Wichtige Mitteilung

Internationale Konferenz
Politik gegen Hunger

mehr lesen

Banner von Politik gegen Hunger

Unternavigation aller Website-Bereiche