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Antibiotika-Resistenzen wirksam bekämpfen

Vom 16.-22. November findet die erste weltweite Antibiotika-Woche statt

Unter dem Motto "Antibiotika: mit Vorsicht behandeln" findet vom 16. bis 22. November 2015 die erste weltweite Antibiotika-Woche statt, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welttiergesundheitsorganisation (OIE) ausgerufen wurde.

Am 18. November jährt sich zudem zum achten Mal der Europäische Antibiotikatag. Die Antibiotika-Woche und der Europäische Antibiotikatag machen auf den weltweiten Anstieg der Antibiotika-Resistenzen aufmerksam und rufen zu einem sachgerechten Antibiotika-Einsatz auf. Resistenzen führen dazu, dass Antibiotika zunehmend wirkungslos gegen bakterielle Infektionen werden.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt: "Gemeinsam müssen wir den Einsatz von Antibiotika auf das therapeutisch notwendige Maß begrenzen. Das wird aber nur gelingen, wenn Veterinär- und Humanmedizin eng zusammen arbeiten! Für meinen Bereich, die Nutztierhaltung, haben wir mit der Novelle des Arzneimittelgesetzes ein System zur Antibiotikaminimierung im Stall etabliert. In einem nächsten Schritt werde ich weitere Regelungen zum Einsatz von Antibiotika bei Tieren auf den Weg bringen. Insbesondere die Anwendung von Reserveantibiotika muss restriktiver werden. Gleichzeitig gebietet es aber der Tierschutz, dass wir kranke Tiere mit den Wirkstoffen behandeln, wenn das notwendig ist."

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Jedes Jahr sterben weltweit 700.000 Menschen durch resistente Keime - aber nur ein Viertel der Staaten haben Maßnahmen zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen ergriffen. Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie gehen wir deshalb voran und haben das Thema gleichzeitig auf die internationale Agenda gesetzt. Mit der Berliner Erklärung, die ich mit meinen Amtskollegen aus den sieben führenden Industriestaaten Anfang Oktober unterzeichnet habe, wollen wir die Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen durch mehr Präventions- und Hygienemaßnahmen bekämpfen, den sachgerechten Einsatz in der Human- und Tiermedizin fördern und die Forschung kraftvoll vorantreiben."

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka: "Antibiotika-resistente Erreger erschweren zunehmend die Therapie bei Infektionskrankheiten. Dieser weltweiten Bedrohung müssen wir gemeinsam und entschlossen entgegentreten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert deshalb Forschungsprojekte, die die Entstehung und Verbreitung von antimikrobiellen Resistenzen aufklären sowie die Entwicklung neuer Antibiotika vorantreiben."

Die Antibiotikawoche ist eine Maßnahme im Globalen Aktionsplan der WHO zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen, der im Mai 2015 verabschiedet wurde. Der Plan wurde in enger Zusammenarbeit der WHO mit der OIE und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) erarbeitet und im Mai von der Weltgesundheitsversammlung verabschiedet. Elemente des Globalen Aktionsplans sind die Stärkung der Aus-, Weiter- und Fortbildung von medizinischem Personal, die Verbesserung der Datenlage und verstärkte Maßnahmen zur Infektionsprävention und -Kontrolle. Daneben sollen Forschungsaktivitäten gefördert werden. Mit der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie "DART 2020" im Mai dieses Jahres hat die Bundesregierung bereits einen umfassenden Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen vorgelegt und das Thema damit auf die internationale Agenda gesetzt. Eine wesentliche Forderung des globalen Aktionsplans der WHO ist die Entwicklung Nationaler Antibiotika-Resistenzstrategien durch alle Mitgliedstaaten.

Deutschland leistet mit seinen Erfahrungen dazu einen wesentlichen Beitrag. Die DART wurde gemeinsam durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung entwickelt und sieht Maßnahmen für die Humanmedizin, die Landwirtschaft und die Forschung vor. Da ein wechselseitiger Einfluss durch den Einsatz gleicher Antibiotika bei Menschen und Tieren auf die Resistenzentwicklung besteht, verfolgen alle Ziele der DART 2020 einen „One Health Ansatz“. Außerdem soll die Forschung und Entwicklung von neuen Antibiotika und alternativen Therapiemethoden vorangetrieben werden.

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