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Schmidt: "Pflanzengesundheit mehr in den Fokus nehmen"

Neue EU-Verordnung verbessert den Schutz vor Ein- und Verschleppung von gefährlichen Schadorganismen der Pflanzen

Den Schutz der Pflanzengesundheit durch eine Verstärkung des proaktiven Ansatzes sicherzustellen war Thema beim Agrarrat am 12. Dezember 2016. Nach mehrjährigen Beratungen ist eine neue Verordnung über Maßnahmen zum Schutz vor Pflanzenschädlingen (sog. „EU-Pflanzengesundheitsverordnung“) in Kraft. Die Schutzmaßnahmen der EU-Staaten werden hierdurch wesentlich wirksamer auf den Schutz vor neuen Schädlingen ausgerichtet und die Voraussetzungen für eine frühzeitige Erkennung und Tilgung von Einschleppungen wesentlich verbessert.

Dazu erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt:
"Die neue Verordnung ist eine gute Basis, um bei Risiken und Auftreten von neuen oder gefährlichen Schadorganismen der Pflanzen rascher und effizienter als bisher zu handeln. Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. Die Verordnung ist ein wesentlicher Meilenstein, um die Vorsorge zu verbessern. Dies ist für die Nachhaltigkeit unserer heimischen Erzeugung aber auch für den Erhalt unserer Kulturlandschaft dringend erforderlich, denn der stark ansteigende globale Handel und die Folgen des Klimawandels begünstigen die Einschleppung von neuen Schädlingen. Nun ist der gesetzte Rechtsrahmen mit praktikablen Regelungen auszufüllen und diese ab 2019 in den EU-Staaten wirksam anzuwenden. Dabei gilt es, Pflanzen besser als bisher zu schützen während gleichzeitig weiterhin berechtigten Handelsanliegen angemessen Rechnung zu tragen ist."

Hintergrund:

Durch die neue Verordnung 2016/2031 werden die bisher existierende Richtlinie 2000/29/EG des Rates über Maßnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse sowie sechs weitere Richtlinien zur Bekämpfung von Schadorganismen abgelöst. Wichtige neue Elemente sind dabei unter anderem Monitorings, Notfall- und Krisenpläne, auf neue Risiken besser ausgerichtete Importkontrollen in den Mitgliedstaaten und verbesserte Rückverfolgung. Die neue Verordnung (EU) Nr. 2016/2031 wurde am 24. November 2016 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht

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