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Vereinte Nationen beschließen Strategie für die Wälder unserer Erde

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am Donnerstagabend in New York den "Strategischen Plan der Vereinten Nationen für Wälder" angenommen. Die Bundesregierung begrüßt diesen Schritt – auch Deutschland hat sich für eine globale Waldstrategie stark gemacht.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte dazu:
"Wenn wir als Staatengemeinschaft über den Wald sprechen, stehen meistens Waldzerstörungen oder illegaler Holzeinschlag im Mittelpunkt. Ich freue mich, dass die Vereinten Nationen nun auch die nachhaltige Waldbewirtschaftung in den Fokus rücken. Sie fördert die herausragenden Ökosystemleistungen der Wälder, diese Chance darf nicht übersehen werden.“

Mit dem Strategischen Plan wird der Grundstein gelegt, die verschiedenen internationalen Aktivitäten für den Wald enger zu verknüpfen. Sein Ziel: Die Wälder der Erde nachhaltig zu bewirtschaften und langfristig zu erhalten. Der Strategische Plan soll damit zu den bereits vereinbarten internationalen Nachhaltigkeits-, Biodiversitäts- und Klimaschutzzielen beitragen.

Die jetzt unter den Vereinten Nationen erzielten Beschlüsse stellen aus deutscher Sicht eine bedeutende Richtungsentscheidung dar. "Wälder bieten ein enormes Potenzial für die Menschheit, das noch viel zu selten genutzt wird. Wenn es uns gelingt, Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern zusammenzudenken, werden wir einen großen Schritt weiterkommen", betonte Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Bereits in der kommenden Woche findet in New York das nächste Treffen des Waldforums der Vereinten Nationen statt, bei dem die ambitionierte Umsetzung des Plans gestartet werden soll. Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller hob die internationale Bedeutung des Strategischen Plans hervor: "Ohne Pflanzen kein Leben, ohne Wald keine Luft zum Atmen. Der Schutz – insbesondere der tropischen Regenwälder – ist eine internationale Entwicklungsaufgabe. Deutschland stellt sich seiner Verantwortung und lässt die Menschen in den Entwicklungsländern beim Schutz der Wälder nicht allein."

Der Startschuss für den "Strategischen Plan der Vereinten Nationen für Wälder" wurde bereits 2015 gegeben. Die Bundesregierung, damals vertreten durch Bundesminister Christian Schmidt, hatte sich für die Vereinbarung internationaler Standards nachhaltiger Waldbewirtschaftung sowie mehr Kohärenz und gegenseitige Verstärkung bei den verschiedenen internationalen Initiativen eingesetzt.

Die Bundesregierung unterstützt aktiv alle wichtigen internationalen waldrelevanten Prozesse und will auch im eigenen Bereich Vorbild sein. Hier greifen die Aktivitäten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die Initiativen des Bundesumweltministeriums (BMUB) und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ineinander. Umfasst sind davon beispielsweise Prozesse zur Erhaltung von Wäldern wie im Rahmen der Klimaverhandlungen, zum Wiederaufbau von Wäldern oder zur Bekämpfung des illegalen Holzeinschlages und zur Förderung entwaldungsfreier Lieferketten bei Agrarprodukten.

Mit knapp vier Milliarden Hektar bedecken die Wälder noch rund 30 Prozent der Erdoberfläche. Als einzigartiges Multitalent und wertvolles Ökosystem spielen Wälder eine überaus wichtige Rolle, die Lebensgrundlagen für Mensch und Natur zu erhalten und sind gleichzeitig lebenswichtiger Rohstofflieferant. Durch ihre vielfältigen Leistungen für Boden, Wasser, Ernährung, Wirtschaft, Biodiversität, Schutz und Erholung sind Wälder essentiell für eine nachhaltige Entwicklung.

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