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Die Forstwirtschaft ist das beste und älteste Beispiel für Nachhaltigkeit und für Bioökonomie

Datum:
13.05.15
Ort:
New York
Redner:
Bundesminister Christian Schmidt

Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt bei der 11. Tagung des UN-Waldforums am 13.Mai 2015 in New York

Es gilt das gesprochene Wort

Anrede,

Danke für die Ehre, heute hier sprechen zu dürfen. Deutschland ist zwar hochindustrialisiert und bevölkerungsreich, aber der Wald prägt doch ganz entscheidend das Bild unseres Landes.

Wenn wir als Staatengemeinschaft über den Wald sprechen, stehen meistens Waldzerstörungen, Übernutzungen, illegaler Holzeinschlag, Gefährdung der Wälder durch den Klimawandel und andere Risiken im Mittelpunkt.

Dabei wird das große und langfristig sich erneuernde Potential des Waldes für die Menschheit - sofern sie nachhaltig bewirtschaftet werden – häufig übersehen.

Damit meine ich nicht nur die Rolle von Holz als wichtiger nachwachsender Rohstoff für Bauen, erneuerbarer Energieträger oder Ressource für innovative Produkte.

Damit meine ich besonders die herausragenden Ökosystemleistungen der Wälder. Für diese Leistungen ist der vielfältige, stabile und damit meist naturnahe Aufbau der Wälder besonders wichtig.

In Deutschland haben wir diesen Zusammenhängen Rechnung getragen und die Wälder und die Forstwirtschaft zu einem Kern unserer nationalen Bioökonomiestrategie gemacht. Denn die Forstwirtschaft ist das beste und älteste Beispiel für Nachhaltigkeit und für Bioökonomie.

Daher begrüße ich es sehr, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung, die Ökonomie, Ökologie und soziale Belange gleichermaßen berücksichtigt, in den Vorschlägen für die nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) explizit als Ziel verankert ist und sich zahlreiche Bezugspunkte zu den Wäldern wiederfinden.

Das ist eine gute Ausgangslage für die künftige globale Waldpolitik und die Arbeit dieses Forums im Besonderen.

Eine wichtige Aufgabe des Forums sehe ich darin, noch stärker in den Dialog mit anderen internationalen Prozessen zu treten und mehr Kohärenz in der globalen Waldpolitik auf allen Ebenen zu fördern.

Eine rechtsverbindliche internationale Vereinbarung halte ich nach wie vor für den richtigen Weg, um eine klare internationale Referenzbasis für nachhaltige Waldbewirtschaftung und für die Waldpolitik zu etablieren.

Aber auch die post 2015 Agenda für nachhaltige Entwicklung kann hierfür einen hervorragenden Rahmen bieten.

Dieses Forum sollte sich mit seiner Arbeit zu nachhaltiger Waldbewirtschaftung aktiv in den Folgeprozess einbringen.

Vielen Dank!

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