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Minister Schmidt im Gespräch mit Gymnasiasten Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt bei der Vorstellung des NQZ im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des John-Lennon-Gymnasiums, Quelle: Photothek/Thomas Trutschel

Bundesminister Schmidt eröffnet Nationales Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule

Bundesernährungsminister Christian Schmidt hat in Berlin die Einrichtung eines Nationalen Qualitätszentrums für Ernährung in Kita und Schule (kurz: NQZ) bekannt gegeben.

Gutes Schul- und Kitaessen soll schmecken und gleichzeitig zu einer gesunden Entwicklung der Kinder beitragen. Studien haben gezeigt, dass es mal an dem einen, mal an dem anderen mangelt und manchmal auch an beidem. Nicht immer liegen die Gründe dafür in zu hohen Kosten für das Essen. Bundesernährungsminister Schmidt hat deswegen 2014 eine Qualitätsoffensive für besseres Schul- und Kitaessen gestartet. Zentraler Baustein der Offensive: das Nationale Qualitätszentrum für Ernährung in Kita und Schule (NQZ). Es soll bereits bestehende Maßnahmen und Initiativen rund um gutes Schul- und Kitaessen koordinieren, Qualitätsstandards und Konzepte zu Qualitätsnachweisen bei Caterern weiterentwickeln sowie relevante Zielgruppen für hochwertige Ernährung und den Stellenwert der Ernährungsbildung sensibilisieren. Ziel ist mehr Qualität beim Essen in Kita und Schule.

Dr. Anke Oepping

Porträtfoto von Dr. Anke Oepping Dr. Anke Oepping, Leiterin des NQZ, Quelle: BLE

  • seit 2016 Leiterin des Nationalen Qualitätszentrums für Ernährung in Kita und Schule in Berlin
  • 2013 Promotion an der Universität Paderborn
  • seit 1999 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Ernährung, Konsum und Gesundheit der Universität Paderborn
  • 1985-92 Studium an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Abschluss: Diplom Oecotrophologin, Zusatzausbildung in der Erwachsenenpädagogik

Gesundes Essensangebot und Ernährungsbildung

"Das NQZ ist der nächste Meilenstein meiner Qualitätsoffensive für das Kita- und Schulessen. Neben unserer Informationsinitiative für Eltern, der Stärkung der Vernetzungsstellen in den Ländern und der Bundesinitiative Ernährungsbildung stellen wir Deutschland beim Thema gesunde Ernährung auch institutionell neu auf", sagte Minister Schmidt bei der Vorstellung des NQZ in der Mensa des John-Lennon-Gymnasiums in Berlin-Mitte. Das NQZ solle eine Art Schulessen-TÜV erarbeiten, einen Qualitätsnachweis für Caterer und Anbieter von Schul- und Kitaessen. Gleichzeitig ist das NQZ das Scharnier zwischen Bund und Land. "Mein Ziel ist, dass wir überall in Deutschland die Qualitätsstandards für Kitas und Schulen verpflichtend bei Ausschreibungen von Verpflegungsleistungen zugrunde legen", sagte Schmidt.

Das NQZ solle gemeinsam mit den Vernetzungsstellen in den Ländern, den Caterern und Schulträgern die Qualitätsstandards so weiterentwickeln, dass sie in der Breite umgesetzt werden. "Wir arbeiten an einer nationalen Strategie zur Prävention von Übergewicht und Krankheiten, die durch eine einseitige Ernährung verursacht werden. Die Verbindung aus gesundem Essenangebot und Ernährungsbildung ist für mich eine elementare Voraussetzung für ein gesundes Aufwachsen", erklärte der Minister.

Minister Schmidt freute sich, auch die Leiterin des NQZ, Dr. Anke Oepping, vorstellen zu können, die bereits im Juli 2016 ihre Arbeit aufgenommen hat. Mit Frau Dr. Oepping habe man eine hochqualifizierte Wissenschaftlerin für dieses Amt gewonnen, die seit vielen Jahren zum Thema Ernährung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, forscht. Oepping fühlt sich mit dem NQZ den Kindern und Jugendlichen in Kita und Schule verpflichtet: "Eine schmackhafte und ausgewogene Verpflegung leistet einen wichtigen Beitrag zur Lern- und Leistungsfähigkeit und legt einen Grundstein für die lebenslange Gesundheit", sagte sie. "Das NQZ wird Unterstützung leisten, damit die jungen Verbraucherinnen und Verbraucher die Ressource 'Ernährung' in Kita und Schule nicht nur passiv in Anspruch nehmen, sondern auch informiert und befähigt werden, diese eigenverantwortlich in ihren Alltag zu integrieren."

Schulverpflegung - eine verantwortungsvolle Aufgabe

Kinder und Jugendliche in unseren Kitas und Schulen gut zu verpflegen, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, an der viele Akteure beteiligt sind.

Die Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung in den Bundesländern haben sich bereits erfolgreich etabliert und unterstützen und beraten Träger, Kita- und Schulleitungen, Essensanbieter und Caterer, sie bieten Fort- und Weiterbildung, organisieren und gestalten und beantworten viele Fragen rund um die Verpflegung in den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen.

Dabei geht es zum Beispiel auch darum, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) erarbeiteten Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen umzusetzen.

Auch Eltern können sich über die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung informieren und sich für besseres Schulessen einsetzen. Die Kampagne "Macht Dampf" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) klärt über die Möglichkeiten auf: www.macht-dampf.de.

Das NQZ - ein Ansprechpartner auf Bundesebene

Grün-weißes Logo mit den Buchstaben NQZ

Das NQZ übernimmt nun koordinierende und beratende Aufgaben auf Bundesebene. Es ist der nationale Ansprechpartner zu Fachfragen rund um die Kita- und Schulverpflegung, fördert den Informationsaustausch zwischen Vernetzungsstellen und anderen Partnerinnen und Partnern und unterstützt sie in ihren Aufgaben. Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Zielsetzung, dass Qualität und guter Geschmack in der Verpflegung in Kitas und Schulen bundeseinheitlich zum Standard werden, konzeptioniert es Maßnahmen, die zu Verbindlichkeit und Verlässlichkeit führen, egal in welcher Kita oder in welcher Schule ein Kind in Deutschland täglich isst.

Die Wege zum Ziel sind in dem multidisziplinären und komplexen Handlungsfeld „Ernährung in Kita und Schule“ weitläufig. Neben der bundesweiten Informationsarbeit gilt es, Qualitätsstandards, -sicherung und -kontrolle auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterzuentwickeln, um der Fürsorgepflicht für Kinder und Jugendliche in Deutschland dauerhaft gerecht zu werden. Der Austausch in Beratungsgremien des NQZ ist dabei ebenso notwendig wie die Förderung von Wissens- und Kompetenztransfer auf nationaler und internationaler Ebene.

Das NQZ ist in der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) angesiedelt und hat seinen Sitz in Berlin.

Stand:
30.09.16

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