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Kinder zeigen ihre Führerscheine aid-Ernährungsführerschein, Quelle: Hilla Südhaus, aid

Küchenkompetenz für Grundschulkinder

IN FORM-Projekt "Ernährungsführerschein"

Der IN FORM-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtsprojekt für die dritte Klasse, das den praktischen Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten vermittelt. Die Kinder lernen, vollwertige Gerichte zuzubereiten.

Sie erhalten, nach einer schriftlichen und praktischen Prüfung, ihren persönlichen Ernährungsführerschein als Bestätigung für die gewonnene Küchenkompetenz. Inzwischen sind viele tausend Mädchen und Jungen stolze Besitzer des Ernährungsführerscheins.

Das fertig ausgearbeitete Unterrichtsmaterial wurde so konzipiert, dass die Lehrerin oder der Lehrer es selbstständig im Klassenzimmer einsetzen kann.

Das Medienpaket enthält ausgearbeitete Unterrichtsstunden, Kopiervorlagen, Elternbriefe und Führerscheindokumente. In sechs bis sieben Doppelstunden bereiten die Kinder köstliche Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine Gerichte zu – und das alles im eigenen Klassenzimmer. Alle Kinder, die die schriftliche und die praktische Prüfung bestanden haben, bekommen das Führerschein-Dokument.

Logo IN FORM, Link zum Internetangebot

Der Schlüssel zum Erfolg: Neben dem praxisbezogenen Unterrichtsmaterial förderte das Bundesernährungsministerium im Rahmen der Kampagne "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" die Ausbildung und die Einsätze der LandFrauen und "Klasse-2000-Gesundheitsförderern", die den Ernährungsführerschein vor Ort begleiten. Zusätzlich wurden 5.000 Lehrkräfte im Rahmen des IN FORM-Projektes "Ernährungsbildung an Schulen" fortgebildet und lernten die Materialien kennen.

Evaluationsergebnisse zum Ernährungsführerschein

Wie Lehrkräfte das Medienpaket nutzen und welche Effekte diese Form der Ernährungsbildung bei den Kindern hat, wurde in einer zweijährigen Studie untersucht. Die Ergebnisse der in 2011 abgeschlossenen wissenschaftlichen Evaluation, die in 77 Klassen aus 11 Bundesländern durchgeführt wurde, sind überaus positiv.

Lehrerinnen und Lehrer loben die kindgerechte Gestaltung sowie die klaren Aufgabenstellungen und den Kindern macht der praxisorientierte Unterricht großen Spaß. Auf unterhaltsame Weise lernen sie Lebensmittel und deren Zubereitung kennen. Darüber hinaus gelingt es, mit dem Unterrichtsmaterial die Eltern aktiv einzubeziehen.

Die Vorher-Nachher-Befragung bei den über 1.200 Grundschulkindern zeigte, dass der Ernährungsführerschein positive Entwicklungen im Bereich Wissen, Motivation, Kompetenzen und Verhalten bei ihnen anstößt. Um 27 Prozent stieg der Anteil der Kinder, die sagten einen Fruchtquark selber machen zu können. Auch die Lehrkräfte bestätigten einen Kompetenzgewinn der Kinder zum Beispiel beim Rezepte lesen, bei Arbeitsabläufen oder Schneidetechniken. Die Steigerung der Teamfähigkeit und die Beachtung von Tischregeln sind ein weiterer Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler. Die größten Entwicklungsfortschritte machten Kinder, die zunächst relativ wenig zum Thema wussten.

Stand:
03.11.17

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