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Einkaufskorb mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten Salate, Gemüse und Obst sind ideal zum Rohverzehr, Quelle: © mahey - Fotolia.com

Wissenswertes über Obst und Gemüse

Ernährungsexperten empfehlen den täglichen Verzehr von Obst und Gemüse. Die praktische Formel lautet "5 am Tag" - fünf Portionen Obst und Gemüse täglich, wobei eine Portion einer Handvoll entspricht.

Obst und Gemüse sind gesund und helfen Krankheiten vorzubeugen. Neben Vitaminen enthalten Obst und Gemüse wertvolle Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Eiweiß und Ballaststoffe. Hinzu kommen die sogenannten Sekundären Pflanzenstoffe (auch bioaktive Substanzen oder Phytochemicals genannt). Zu ihnen gehören u.a. Flavonoide, Carotinoide, Glycosinolate und Sulfide, denen gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen werden. So wirken etwa Schwefelverbindungen im Knoblauch vorbeugend gegen Thrombosen. Andere Sekundäre Pflanzenstoffe unterstützen das Immunsystem, regulieren die Verdauung oder helfen bei der Bekämpfung bakterieller Infektionen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen den Verzehr von täglich rund 200 bis 250 Gramm Obst und Gemüse und 400 Gramm Gemüse. Die Kampagne "5 am Tag" hat sich zum Ziel gesetzt, den Konsum von Ost und Gemüse auf einfache Weise in Deutschland populärer zu machen: "Fünf am Tag", das bedeutet fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag - und dabei so viel, wie in die eigene Hand passt. Der Vorteil dieses einfachen Tricks: Die Empfehlung gilt Kinder wie Erwachsene gleichermaßen.

Hinter der Kampagne steht der "5 am Tag e.V.". Der Verein setzt sich dafür ein, dass die Menschen mehr Obst und Gemüse essen. Zu den Mitgliedern gehören unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), aber auch Krankenkassen, Ministerien, Stiftungen und zahlreiche Partner aus der Wirtschaft. Seit 2002 wird die 5 am Tag-Kampagne von der Europäischen Union gefördert. Die Schirmherrschaft haben das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Bundesministerium für Gesundheit übernommen.

Damit auch Kinder und Jugendliche mehr Obst und Gemüse essen, hat die EU ein Schulobstprogramm in den Mitgliedstaaten eingeführt. An ausgewählten Schulen werden Obst und Gemüse (roh oder verarbeitet) kostenlos an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Für die Durchführung sind die beteiligten Bundesländer zuständig. Derzeit nehmen sieben Länder am EU-Schulobstprogramm teil.

Vermarktung und Kontrolle

Gartenbau und Handel unterteilen Obst in Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Schalenobst, klassische Südfrüchte, weitere exotische Früchte, und wie Obst verwendetes Gemüse. Je nach dem verwendeten Pflanzenteil unterscheidet man Blatt-, Blüten- und Fruchtgemüse, Knollen-, Wurzel-, Spross- und Stilgemüse, aber auch Hülsenfrüchte und Speisepilze werden zum Gemüse gezählt.

Obst und Gemüse, das in Deutschland auf den Markt kommt, muss die Anforderungen einer allgemeinen Rahmennorm erfüllen, das heißt die Produkte müssen ganz, gesund und sauber sein. Für die zehn nach Handelsvolumen wichtigsten Produkte (Äpfel, Zitrusfrüchte, Salat, Kiwis, Pfirsiche/Nektarinen, Birnen, Erdbeeren, Paprika, Tafeltrauben und Tomaten) gelten spezielle Vermarktungsnormen mit Bestimmungen zur Aufbereitung nach Klassen oder Größensortierung.

Die Einhaltung dieser Bestimmungen wird bei der Einfuhr nach Deutschland von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) kontrolliert. Bei Ausfuhr aus Deutschland kontrolliert die BLE, sofern die Erzeugnisse nicht in Deutschland produziert wurden. Für die Konformitätskontrolle bei der Ausfuhr von deutschen Erzeugnissen sind die Kontrollstellen der Bundesländer zuständig.

Stand:
07.05.13

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