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EU-weit einheitliche Lebensmittel-Kennzeichnung

Seit dem 13. Dezember 2014 müssen die Vorschriften der EU-Verordnung 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (Lebensmittel-Informationsverordnung oder LMIV) eingehalten werden.

Die LMIV sorgt für Vorgaben zur besseren Lesbarkeit (unter anderem eine Mindestschriftgröße), eine klare Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten, eine verbesserte Allergenkennzeichnung vorverpackter Lebensmittel und die obligatorische Allergeninformation bei loser Ware. Seit dem 13. Dezember 2016 ist es außerdem Pflicht, auf vorverpackten Lebensmitteln die Nährwertkennzeichnung anzubringen.

Umsetzung in nationales Recht

Die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV) wird in Deutschland durch die nationale Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV) ergänzt.

Mit der LMIDV wurde von verschiedenen mitgliedstaatlichen Regelungsbefugnissen Gebrauch gemacht:

So ist in der LMIDV geregelt, dass Lebensmittel, die in Deutschland vermarktet werden, grundsätzlich in deutscher Sprache zu kennzeichnen sind. Außerdem wird die seit 1994 geltende Rechtslage fortgeführt, dass in Deutschland in Verkehr gebrachtes Bier mit einem Zutatenverzeichnis zu kennzeichnen ist. Überdies sind die für vorverpackte Lebensmittel geltenden Kennzeichnungspflichten - mit Ausnahme der Nährwertdeklaration - grundsätzlich auch für Lebensmittel vorgesehen, die im Hinblick auf ihren unmittelbaren Verkauf vorverpackt und Endverbrauchern zur Selbstbedienung angeboten werden. Außerdem sind in Fortführung der Vorläufigen Lebensmittelinformations-Ergänzungsverordnung (VorlLMIEV) Möglichkeiten zur Art und Weise der Pflichtkennzeichnung der 14 so genannten Hauptallergene bei Lebensmitteln geregelt, die nicht vorverpackt an Endverbraucher und an Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung abgegeben werden (sog. lose Ware). Schließlich sind in der LMIDV auch die sanktionsrechtlichen Tatbestände zur Bewehrung von Verstößen gegen die Vorgaben der LMIV und deren Durchführungsverordnung (EU) Nr. 1337/2013 festgelegt. 

Die durch die LMIV und die LMIDV überflüssig gewordenen Verordnungen (Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung, Nährwertkennzeichnungsverordnung und VorlLMIEV) wurden zum Geltungsbeginn der LMIDV am 13. Juli 2017 aufgehoben.

Stand:
11.12.17

Inhalt des Dossiers

Zum Thema

Publikationen

Kennzeichnung von Lebensmitteln - Die neuen Regelungen

Titelblatt: Flyer "Kennzeichnung von Lebensmitteln"

Das europäische Lebensmittelkennzeichnungsrecht sorgt für umfassende Verbraucherinformationen. Mit der Lebensmittel-Informationsverordnung der EU (LMIV), die seit 2014 EU-weit gilt, wurden diese Vorschriften nochmals verbessert. Seit dem 13. Dezember 2016 ist außerdem die Nährwertkennzeichnung auf vorverpackten Waren verpflichtend. Durch die neue Kennzeichnung erfahren Sie nun auch, wieviel Zucker oder Fett Ihre
Lebensmittel enthalten.

Übrigens: Die LMIV gilt nicht für Privatpersonen, die nicht unternehmerisch im Lebensmittelbereich tätig sind. Ehrenamtliche Kuchenbäcker, die gelegentlich, etwa beim Kuchenbasar im Kindergarten, ihr Backwerk verkaufen, müssen keine Auflagen durch die neuen EU-Regeln beachten.

Informationen für Allergiker

Cover: Informationen für Allergiker

Wie muss über Allergene informiert werden? Und wie muss unverpackte Ware gekennzeichnet werden? Antworten auf diese Fragen und weitere Informationen zur Allergenkennzeichnung auf einen Blick zusammengefasst.

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