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Kurze Wege, frische Früchte: Sommerzeit ist Erdbeerzeit

Die roten Früchtchen gehören in Deutschland zu den meist verzehrten Beerenfrüchten: Rund 3,5 Kilogramm Erdbeeren essen die Deutschen im Schnitt pro Jahr.

Wer regional kauft ist im Vorteil

Auch wenn Erdbeeren nahezu ganzjährig im Angebot sind, das Warten auf die heimischen Früchte lohnt sich: Sie werden geerntet, wenn sie ihr volles Aroma erreicht haben. Neben dem Geschmack profitiert auch die Gesundheit von ausgereiften Früchten aus der Nähe. Denn nur bei voller Reife und ohne lange Lagerzeiten kommen wir in den Genuss der vollen 65 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm Fruchtfleisch.

Ausgereifte Früchte erkennt man beim Einkauf daran, dass sie komplett rot gefärbt, also keine weißen Spitzen und Schultern haben. Kurze Transportwege sorgen zudem dafür, dass die frisch geernteten Früchte zeitnah die Verbraucherinnen und Verbraucher erreichen. Und das schmeckt man: Bis zu 360 Substanzen, die den Geschmack der Frucht ausmachen, bilden ausgereifte Erdbeeren aus.

Erdbeeren im eigenen Garten oder auf dem Balkon

Erdbeeren sind botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte. Das leckere Fleisch ist eigentlich die fleischig verdickte Blütenachse. Die eigentlichen Früchte der Erdbeere sind die winzigen Nüsschen, die auf dem roten Fleisch sitzen. Dem Hobbygärtner stehen eine Vielzahl von Sorten zur Verfügung, die sich in Form, Farbe, Fruchtfleischfestigkeit, Aroma und Krankheitsanfälligkeit unterscheiden.

Zudem unterscheidet man einmal tragende und remontierende Sorten. Erstere tragen einmal Früchte in der Saison und die Erntezeit erstreckt sich auf ungefähr 16 Tage. Die remontierenden Sorten produzieren eine Sommer- und eine (kleinere) Herbsternte.

Kommerzieller Anbau

Die kommerzielle Anbaufläche von Erdbeeren liegt in Deutschland bei etwas über 15.000 Hektar. Der Anbau im Freiland erfolgt überwiegend in Einzelreihen im Flachfeld. Zunehmend werden Erdbeeren auch auf kleinen Dämmen kultiviert, die mit einer sogenannten Mulchfolie überzogen sind. Hauptvorteil ist hier die bessere Wurzelgesundheit bei schwierigen, vor allem tonigen oder nassen, Böden. Die Standzeit der Pflanzen beträgt meist nur ein oder zwei Jahre. In Deutschland ernten Landwirte und Gärtner im Schnitt rund 150.000 Tonnen Erdbeeren pro Jahr.

Erdbeeren selbst ernten

Die frischesten Früchte bekommt, wer eine der vielen Möglichkeiten zum Selberpflücken nutzt. Dabei lohnt sich frühes Aufstehen, denn je höher die Sonne steht, desto weicher und empfindlicher werden die Beeren. Bei Regen sollte nicht gepflückt werden, denn nass gepflückte Erdbeeren haben weniger Aroma und sind nicht so lange haltbar.

Transport und Lagerung

Erdbeeren sind sehr empfindlich und nur begrenzt lagerfähig. Schon bei der Ernte muss dafür gesorgt werden, dass sich die Beeren nicht erwärmen. Eine vier- bis fünftägige Lagerung ist bei 0 bis 2 °C und 95 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit möglich. Zur besseren Erhaltung des Aromas wird jedoch eine Lagertemperatur zwischen 7 und 10 °C empfohlen.

Verwendung

Idealerweise werden Erdbeeren unmittelbar nach dem Pflücken verzehrt. Auch nach dem Einkauf sollten die Erdbeeren möglichst am gleichen Tag gegessen werden.

Beliebt sind Erdbeeren bei der Zubereitung von Marmeladen, Süßspeisen und natürlich Kuchen.

Lagen die Erdbeeren doch einmal einen Tag zu lange und sind etwas matschig geworden, ist das kein Grund, sie wegzuwerfen. Auf der Webseite der Kampagne "Zu gut für die Tonne" lesen Sie, was man aus matschigen Beeren zaubern kann!

Stand:
28.07.15

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