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"Zuckerstückchen für die Politik" - Kommentar von Hanno Bender in der Lebensmittelzeitung vom 19. Oktober 2018

"Schon der erste Schritt war nicht einfach – und der Weg ist noch lang und beschwerlich. Die am Dienstag vom Bundesernährungsministerium veröffentlichte Grundsatzvereinbarung mit der Lebensmittelwirtschaft zur Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten ist nur ein Zwischenergebnis, wie alle Beteiligten wissen. Konkrete Ziele, Zahlen und Maßnahmen zur Reformulierung müssen erst noch festgelegt werden.

Dennoch ist die dreiseitige Rahmenvereinbarung schon jetzt ein Meisterstück der politischen Diplomatie und Formulierungskunst. Immerhin bekennt sich die gesamte Lebensmittelwirtschaft erstmals zu einer Mitverantwortung im Kampf gegen krankhaftes Übergewicht und verpflichtet sich, einen Beitrag in diesem Kampf zu leisten.

Bislang wurde seitens der Wirtschaft allzu gerne auf den mündigen Verbraucher, seine Entscheidungsfreiheit und die Produktvielfalt im LEH-Regal verwiesen. Milieu, Bildungsgrad und Bewegungsmangel seien eher für Adipositas und Diabetes verantwortlich als Schokoriegel, Müsli oder Süßgetränk, so die oft gehörte Argumentation. Nun bekennt sich die Branche – vom Bäckerhandwerk über den Handel bis hin zu Coca-Cola, Nestlé, Ferrero und den Zuckerverbänden – zu ihrer Verantwortung.

Ebenso erwartungsgemäß wie reflexartig fallen die Kritiker und selbsternannten Essensretter über den Kompromiss her. Das "lächerliche Papier" sei zum Scheitern verurteilt, wissen diejenigen schon jetzt, deren Markt die öffentliche Empörung ist. Sie bleiben bei ihren Forderungen nach einer Zuckersteuer und staatlich vorgegebenen Reduktionszielen – und wären auch damit nicht zufrieden. Einfache Lösungen lassen sich nun einmal besser verkaufen.

Man kann über Sinn und Unsinn der "Nationalen Reduktionsstrategie" trefflich streiten. Angesichts des politischen Drucks, der auf der Debatte lastet, war die Lebensmittelwirtschaft jedoch gut beraten, Ernährungsministerin Julia Klöckner entgegenzukommen und sich nicht zu verweigern. In den kommenden Wochen muss die Branche nun beweisen, dass sie sich auch auf den Weg macht und handelt. Sie steht jetzt unter verschärfter Beobachtung."

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