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Hochwasser- und Küstenschutz

Sturmfluten an den Küsten und Hochwasser entlang der Flüsse können große Schäden verursachen. Der Bund fördert daher über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" (GAK) Hochwasser- und Küstenschutzmaßnahmen der Länder.

Zu den geförderten Schutzmaßnahmen an den Küsten zählen beispielsweise Deiche, Wellenbrecher, Buhnen, Sperrwerke, Siele, Schöpfwerke, Ufermauern, Sandaufspülungen oder die Bepflanzung von Dünen. Darüber hinaus werden der Neubau und die Verstärkung von Hochwasserschutzanlagen wie Deiche und Hochwasserrückhaltebecken oder der Rückbau von Deichen zur Wiedergewinnung von Überschwemmungsgebieten gefördert. Bei Katastrophen mit nationalem Ausmaß, wie Überschwemmungen, beteiligt sich der Bund auch finanziell an den Soforthilfemaßnahmen der Länder.

Übersicht

Moderner Küstenschutz: hohes Niveau auf Dauer sichern

An Nord- und Ostsee haben in der Vergangenheit katastrophale Sturmfluten immer wieder große Schäden verursacht und viele Menschenleben gefordert, zuletzt 1962. Dank der danach ergriffenen Küstenschutzmaßnahmen sind die etwa 1,1 Millionen Hektar Niederungsgebiete an der deutschen Nord- und Ostsee heute geschützt.

Bisher konnten alle nachfolgenden Sturmfluten ohne größere Schäden abgewehrt werden. Einen absoluten Küstenschutz gibt es jedoch nicht. Ziel des modernen Küstenschutzes ist es, ein hohes Schutzniveau auf Dauer zu sichern. Dies ist die grundsätzliche Voraussetzung für den Erhalt und die Entwicklung dieses Lebens- und Wirtschaftraums.

Andere Ansprüche der Gesellschaft an die Küstengebiete, wie der Schutz des Wattenmeers oder der Tourismus, sollen dabei einbezogen und so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

Gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern

Um zu verhindern, dass es zu übermäßiger Erosion durch Wind und Wellen kommt, werden vielfältige Vorkehrungen zum Schutz der Küsten getroffen. Hierzu gehören beispielsweise Deiche, Wellenbrecher, Buhnen, Sperrwerke, Siele, Schöpfwerke, Ufermauern, Sandaufspülungen oder die Bepflanzung von Dünen. Welche Maßnahmen im Einzelfall am wirkungsvollsten sind, hängt von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten ab, von den Strömungs- und Brandungsverhältnissen sowie von der Form der Küste (Flach- oder Steilküste).

Blick auf Steilküste Steilküste an der Küste Schleswig-Holsteins, Quelle: fotolia.de/Ralf Gosch

Die Planung, Umsetzung und Unterhaltung von Küstenschutzeinrichtungen ist Aufgabe der Bundesländern. Die deutschen Küstenländer haben ihre jeweilige Küstenschutzstrategie in sogenannten "Generalplänen Küstenschutz" spezifiziert, die immer wieder aktualisiert werden.

Wegen der großen Bedeutung des Küstenschutzes beteiligt sich der Bund seit 1973 mit bis zu 70 Prozent an den Kosten für die durchgeführten Küstenschutzmaßnahmen.

Herausforderungen durch den Klimawandel

Wegen der Prognosen zum weltweiten Klimawandel und des daraus resultierenden Anstieges des Meeresspiegels stellt man sich auf höhere Anforderungen beim Küstenschutz ein. Unter anderem wird dem durch einen "Klimazuschlag" bezüglich der Höhe der Schutzdeiche Rechnung getragen.

Der Bund unterstützt die Länder bei diesen zusätzlichen Anstrengungen, indem er ihnen über einen GAK-Sonderrahmenplan im Zeitraum von 2009 bis 2025 jährlich zusätzlich weitere 25 Millionen Euro für Küstenschutzmaßnahmen in Folge des Klimawandels zur Verfügung stellt.

Stand:
25.03.15

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Titelbild der BMELV-Broschüre "Ländliche Entwicklung aktiv gestalten"

Die Broschüre soll den Dialog und das Engagement beim Thema ländliche Entwicklung fördern. Mit der Broschüre erhalten Sie einen Überblick, wie Sie ganz persönlich und vor Ort an die Gestaltung ländlicher Entwicklungsprozesse herangehen können. So informiert die Broschüre insbesondere über den Katalog der ab 2014 geltenden Maßnahmen.

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