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Plattform zum Schutz der natürlichen Ressource Boden

Ziel der Plattform ist es, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, um die Umwidmung landwirtschaftlicher Flächen mit gezielten Regelungen und einem intelligenten Management zu bekämpfen. Nur wenn alle Beteiligten gemeinsam nach einer Lösung suchen, kann die Flächeninanspruchnahme nachhaltig verringert werden.

In Deutschland werden rund 50 Prozent der Gesamtfläche landwirtschaftlich genutzt. Boden ist der wichtigste Produktionsfaktor für die Landwirtschaft. Allerdings nimmt die Landwirtschaftsfläche stetig ab. Zwischen 2000 und 2012 gingen den Landwirten in Deutschland rund 456.000 Hektar für die Nutzung verloren. Dieser Rückgang geht in großen Teilen auf die Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche zurück, die sich in den vergangenen Jahren zwar abgeschwächt hat, derzeit aber immer noch bei gut 74 Hektar pro Tag liegt. Dabei sind noch nicht die Flächen mit eingerechnet, die als Ausgleichsflächen der landwirtschaftlichen Nutzung weitgehend entzogen sind.

Der Deutsche Bundestag hat am 25. April 2013 die Novelle des Baugesetzbuches mit wichtigen Maßnahmen zur Verringerung der außerlandwirtschaftlichen Flächennutzung beschlossen.

Großes Potenzial für mehr Flächenschutz besteht auch bei den Ausgleichsmaßnahmen. Im Bundesnaturschutzgesetz ist schon jetzt geregelt, dass auf agrarstrukturelle Belange und besonders geeignete Böden Rücksicht genommen werden soll. Der Bund hat für den Herbst 2012 eine Kompensationsverordnung angekündigt. Damit sollen die bereits bestehenden Instrumente für einen flächenschonenden Ausgleich in ganz Deutschland einheitlich genutzt werden können. Die Kommunen können zum Beispiel mit der Entsiegelung von nicht genutzten Gewerbeflächen dazu beitragen, dass weniger Agrarflächen für den Ausgleich in Anspruch genommen werden.

Damit die neuen Regelungen und innovative Ideen für ein vorausschauendes intelligentes Flächenmanagement so effektiv wie möglich in die Praxis umgesetzt werden, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium eine "Plattform zum Schutz der natürlichen Ressource Boden" mit Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen sowie Verbänden, Wissenschaft und Investoren gegründet. Die Probleme der Flächeninanspruchnahme lassen sich mit Bundesgesetzen allein nicht lösen. Nur wenn alle Beteiligten an einen Tisch kommen, kann die außerlandwirtschaftliche Nutzung von Agrarflächen auf das notwendige Maß begrenzt werden. Dieser offene Dialog ist eine Konsequenz aus der Charta für Landwirtschaft und Verbraucher.

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Stand:
20.01.14

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