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Wettbewerb "Kerniges Dorf!": Sieger stehen fest

Die Fachjury im Wettbewerb “Kerniges Dorf!“ 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat ihre Entscheidung getroffen und die Sieger aus den 22 Finalisten ausgewählt. Vor dem Hintergrund der hohen Qualität der Bewerbungen werden erstmals fünf Sonderpreise vergeben.

Um die unterschiedlichen Voraussetzungen der Dörfer berücksichtigen zu können, wird der Titel “Kerniges Dorf!“ in fünf Kategorien verliehen, die anhand der Einwohnerzahl sowie weiterer sozioökonomischer Aspekte gebildet wurden. Jedes der ausgewählten Sieger-Dörfer erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro. Die folgenden Dörfer hat die Fachjury als Sieger ausgewählt:

Erstmals Sonderpreise vergeben

Angesichts der hohen Qualität der Bewerbungen werden im Wettbewerbsjahr 2017 erstmals fünf Sonderpreise vergeben. Hiermit drückt die Fachjury ihre Anerkennung für Maßnahmenumsetzungen unter besonderen Rahmenbedingungen oder in einem spezifischen Handlungsfeld aus. Die fünf Sonderpreise erhalten:

Darum geht es

Sieben Männer, Frauen und Kinder arbeiten mit Schaufel und Schubkarren auf einem Platz in einem Dorf. Sie schaufeln Rindenmulch für eine Freifläche. Im Hintergrund sind Häuser, darunter zwei mit Fachwerk, zu sehen. Ehrenamtliche gestalten einen Platz im Ortskern, Quelle: Nathalie Franzen

Ziel des Wettbewerbs “Kerniges Dorf!“ ist es, Ansätze für eine gelungene Innenentwicklung zu stärken und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das BMEL zeichnet Dörfer aus, die unter anderem ihre bauliche Gestaltung an Veränderungen in der Bevölkerung anpassen und dabei zukunftsfähige Ideen und Konzepte verfolgen.

Die im Jahr 2017 unter den 147 teilnehmenden Dörfern von einer Fachjury ausgewählten 22 Finalisten stehen für eine beispielhafte Umsetzung von Maßnahmen zur Entwicklung der Ortskerne und für den gezielten Umgang mit Leerstand. Sie zeigen gute Ideen und übertragbare Konzepte für die Gestaltung von Flächen und die Nutzung von Gebäuden.

Ablauf des Wettbewerbs

  • In der ersten Wettbewerbsrunde hatten sich 147 Dörfer und Gemeinden aus allen Flächenländern, zum Teil auch im Verbund, beworben.
  • Vor der Auswahl der Finalisten sichtete die Agrarsoziale Gesellschaft (ASG) die zahlreichen Bewerbungen, die eine große Bandbreite von Engagement und Kreativität auf dörflicher Ebene widerspiegeln. Das kleinste Dorf unter den Bewerberdörfern hat 21, das größte 2.883 Einwohner.
  • Die Bewerberdörfer wurden in einem Bewertungsverfahren in fünf Kategorien unterteilt, um ausgehend von ihrer Einwohnerzahl die unterschiedlichen Voraussetzungen zwischen Siedlungsdruck und Abwanderung, Verwaltungshoheit und Ehrenamt zu berücksichtigen. Deutlich wurde, wie stark die Themen der Innenentwicklung, Leerstandsumnutzung und -vermeidung die Zukunftsstrategien der Dörfer bestimmen und in Konzepte zur Dorfentwicklung einfließen. Auch Maßnahmen zum Wohnen im Alter und der Daseinsvorsorge haben in den Bewerberdörfern eine große Bedeutung.

Die Finalisten

Die folgenden 22 Dörfer und Gemeinden sind unter den Finalisten: Weyarn (Landkreis Miesbach), Rohrbach (Pfalz) (Landkreis Südliche Weinstraße), Mauerstetten (Landkreis Ostallgäu), Ursensollen (Landkreis Amberg-Sulzbach), Markt Wiesenttal (Landkreis Forchheim), Wallmerod (Westerwaldkreis), Neuenbrook (Landkreis Steinburg), Schweinsdorf (Landkreis Ansbach), Dudensen (Region Hannover), Neddenaverbergen (Landkreis Verden), Nebelschütz (Landkreis Bautzen), Störmede (Kreis Soest), Börninghausen (Kreis Minden-Lübbecke), Stotel (Landkreis Cuxhaven), Brachwitz und Friedrichsschwerz (Saalekreis), Remplin (Kreis Mecklenburger Seenplatte), Oberstadtfeld (Landkreis Vulkaneifel), Greimersburg (Landkreis Cochem-Zell), Mückeln (Landkreis Vulkaneifel), Zell (Landkreis Regen), Rattenbach (Landkreis Rottal-Inn) und Breetz (Landkreis Prignitz).

Die Jury, bestehend aus Fachleuten der Dorfentwicklung aus Wissenschaft, Praxis und Politik, wird sich in der zweiten Wettbewerbsrunde im Herbst 2017 vor Ort ein Bild von den 22 Finalisten machen, sodass diese die Gelegenheit haben, ihre Ideen und Konzepte zu präsentieren. Die fünf Sieger werden im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ausgezeichnet und teilen sich ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro. Angesichts der insgesamt hohen Qualität der Bewerbungen würdigt die Jury ausdrücklich auch die Aktivitäten in den Dörfern, die nicht unter den Finalisten sind.

Geschäftsstelle

Logo Kerniges Dorf Quelle: ASG

Der Wettbewerb "Kerniges Dorf!", den das BMEL 2013 und 2015 gefördert hatte, wird 2017 als Bestandteil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) fortgeführt. Die fachliche Koordination und Durchführung des Wettbewerbs übernimmt die Geschäftsstelle "Kerniges Dorf!" bei der Agrarsozialen Gesellschaft (ASG).

Geschäftsstelle "Kerniges Dorf!"
c/o Agrarsoziale Gesellschaft e. V.
Andrea Moser
Kurze Geismarstraße 33
37073 Göttingen
Telefon: 0551-49709–32
Fax: 0551-49709-16
kerniges-dorf@asg-goe.de

Stand:
24.11.17

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE)

Titelbild des Flyers "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Der ländliche Raum ist das starke Rückgrat unseres Landes. Um die Lebensqualität in ländlichen Regionen attraktiv zu halten und Menschen Perspektiven zu bieten, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Initiative für Leben und Arbeiten in ländlichen Regionen gestartet. Im Bundesprogramm ländliche Entwicklung (BULE), das 2017 mit 55 Millionen Euro ausgestattet ist, vereinen wir Modell- und Demonstrationsvorhaben, Wettbewerbe und Kommunikationsmaßnahmen unter einem Dach. So können wir in der Summe mehr für unsere Regionen erreichen!

Im Mittelpunkt von BULE stehen regionale Zukunftskonzepte. Es geht um individuelle, passgenaue Lösungen für regionale Fragestellungen und die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Der Bereich der medizinischen Dienste fällt ebenso hierunter wie die Verbesserung der Nahversorgung und der Ausbau der regionalen Infrastruktur.

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Leitfaden "Land(auf)Schwung"

Cover des Leitfadens "Land(Auf)Schwung"

Das BMEL möchte zukunftsweisende Projekte fördern und gibt mit Land(auf)Schwung 39 Modellregionen die Gelegenheit, passgenaue, regionale Konzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Später werden von einer unabhängigen Jury bis zu dreizehn Regionen ausgewählt, die das BMEL bei der Umsetzung ihrer Projektideen finanziell besonders unterstützt. Diese Broschüre ist als Leitfaden der 39 Modellregionen gedacht. Er soll die Teilnehmer durch den Entwicklungsprozess führen, motivieren und wichtige Informationen zum Programm und den Abläufen geben.

Die Broschüre ist nur im Download zum Ausdrucken verfügbar!

  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

    Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer?
    Schwerpunkt: 
    Nachhaltige Landwirtschaft

    Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt MdB zum Dialog im BMEL "Ländlische Räume" am 31. Mai 2017:

    mehr: Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer? …

    Logo

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

    mehr: …

    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modelvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

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