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Die Kirche im Ort mit der charakteristischen rot-weißen Fassade, davor ein Haus mit Quergebäude, umgeben von großen Bäumen. Nebelschütz: Das kleine Dorf im sorbisch-sprachigen Teil der Oberlausitz hat seine Ortsmitte durch Gemeinschaftseinrichtungen und neu gestaltete Grünflächen nachhaltig entwickelt. Aus der Verbindung von öffentlichem und privatem Engagement, Kunst und Natur bleiben Traditionen, zum Beispiel der Baukultur und der Sprache, für die Zukunft bewahrt, Quelle: ASG/Patrick Güllenbeck.

Nebelschütz in Sachsen: Das kleine Dorf macht den Ortskern zu seiner Sache

Nebelschütz kämpfte in den 1990er-Jahren mit Wegzug und sinkenden Einwohnerzahlen und schaffte mit dem Kauf von Flächen und Gebäuden die Grundlage für seine Entwicklung.

Gemeinschaft hat einen Platz im Ortskern

Förderangebote und Projekte wurden genutzt und geschickt verbunden. Das kleine Dorf im Landkreis Bautzen hat seitdem seinen Ortskern mit Gemeinschaftseinrichtungen und neu gestalteten Grünflächen nachhaltig entwickelt. Entlang der Dorfaue ist eine Ortsmitte mit vielen Ankerpunkten entstanden: Eine neue Kindertagesstätte, deren Architektur die traditionelle Form der Dreiseithöfe aufgreift, ein Hort, ein Jugendraum und ein kleiner Dorfladen. Eine zentrale Gemeinschaftseinrichtung wurde im alten Gemeinschaftsgebäude der ehemaligen LPG mit Vereinsräumen sowie einem Raum für das Gemeinde- und Tourismusbüro geschaffen. Im Handwerkerhof hat sich Gewerbe angesiedelt.

Mit der Errichtung eines Backhauses und einer Festscheune ist die angrenzende Grünfläche zum Dorf- und Festplatz geworden. Für den "Krabat-Platz" mit Wasserspielen gestalteten die Kita-Kinder den Mosaikboden. Mit der jährlichen Bildhauerwerkstatt in einem stillgelegten Granit-Steinbruch, an der Künstler aus ganz Europa teilnehmen, setzt Nebelschütz auf das große Potenzial von Kunst für die Dorfentwicklung. Kunstobjekte finden sich im ganzen Dorf wieder.

Engagierte ziehen an einem Strang

Logo Kerniges Dorf Quelle: ASG / Stadtplan 2509d, Urheber: Fiedels - Fotolia.com

Zur Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen in Nebelschütz engagierte sich eine feste Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern rund um den Bürgermeister. Auch Akteure aus der Wirtschaft brachten sich in die Dorfentwicklung ein.

Nebelschütz zeigt besonders beispielhaft, wie nachhaltige Dorfentwicklung aus der Verbindung von öffentlichen und privaten Initiativen gelingt und sogar eine Umkehr der negativen Bevölkerungsentwicklung bewirken kann.

Für die Fachjury im Wettbewerb “Kerniges Dorf!“ 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ist Nebelschütz damit der Sieger in der Kategorie "Kernig und stabil: kleine Dörfer".

Stand:
06.12.17

Publikationen

Bundesprogramm Ländliche Entwicklung - Ideen und Impulse für die Zukunft unserer ländlichen Räume

Cover der Broschüre "Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Unser Ziel ist die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen. Unser Bundesprogramm Ländliche Entwicklung ist eines der Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen. Wir vernetzen Partner, probieren Neues aus, wir zeichnen gute Ideen aus und schaffen Wissen. Wie das geht, erfahren Sie in der Broschüre.

Digitale Perspektiven für das Land

Cover der Broschüre

Beim Thema Digitalisierung im ländlichen Raum geht es um mehr als technische Standards. Vor allem stehen clevere Ideen im Mittelpunkt, mit denen sich Raum und Zeit überbrücken lassen: Lange Wege zum Arzt? Apps auf Smartphone und Tablet bringen die Sprechstunde direkt nach Hause. Weite Fahrten zur Arbeit? Telearbeit schafft neue Optionen für junge Eltern, aber auch für Menschen, die sich auf dem Land engagieren wollen. Digitale Innovationen können helfen, wegfallende Infrastruktur zu ersetzen – und neue Impulse für das Dorfleben zu setzen.

Wir zeigen, welche Chance darin liegen kann, digitale Lösungen fürs Land voranzubringen – Lösungen, die Nutzerinnen und Nutzer mitnehmen und ihnen neue, attraktive Perspektiven für ihren Alltag in ländlichen Regionen eröffnen.

Modellvorhaben Land(auf)Schwung - Regionen in Aktion

Cover der Broschüre "Modellvorhaben Land(auf)Schwung - Regionen in Aktion"

Das Modellvorhaben Land(auf)Schwung hat sich zum Ziel gesetzt, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten, die regionale Wertschöpfung zu erhöhen und die Beschäftigung im ländlichen Raum zu sichern. Land(auf)Schwung bietet hierfür ein Experimentierfeld zur Erprobung neuer Lösungswege.

Soziale Dorfentwicklung

Titelbild des Flyers "Soziale Dorfentwicklung - Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Gestaltung neuer Wege für ein soziales Miteinander zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Soziale Dorfentwicklung". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen.

Das Bewusstsein für die dörfliche Lebenskultur, der Erhalt des Charakters der ländlichen Gemeinden, die Einbindung verschiedener gesellschaftlicher Grupen und Generationen stehen im Zentrum der geförderten Projekte. Für eine erfolgreiche soziale Dorfentwicklung ist das aktive Mitwirken der im Ort lebenden Menschen unverzichtbar.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

Mehrfunktionshäuser - alles unter einem Dach

Titelbild des Flyers "Alles unter einem Dach! Mehrfunktionshäuser Modellprojekte im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung"

Um Dorfgemeinschaften bei der Errichtung von Mehrfunktionshäusern zu unterstützen und die Nahversorgung im ländlichen Raum zu sichern, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Modell- und Demonstrationsvorhaben im Bereich "Regionalität und Mehrfunktionshäuser". Ziel ist, innovative Lösungsansätze zu erproben und praxistaugliche Konzepte bundesweit bekannt zu machen. Mehrfunktionshäuser vereinen zum Beispiel Dorfladen, Landarztpraxis, Pflegestützpunkt, Vereinstreffpunkt, Bücherei, Gemeindeamt, Café, Post oder Bank unter einem Dach. Auf diese Weise tragen sie zur Sicherung der Nahversorgung und lokaler Dienstleistungen auf dem Land bei. Gleichzeitig schaffen sich Dorfgemeinschaften mit Mehrfunktionshäusern einen Treffpunkt, der Begegnungen fördert und das tägliche Miteinander im Ort stärkt.

Die Förderung der Modellprojekte ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE).

  • Leitfaden "Land(auf)Schwung"
  • Ländliche Entwicklung aktiv gestalten - Leitfaden zur integrierten ländlichen Entwicklung (PDF, 3 MB, barrierefrei)
  • Ländliche Regionen verstehen - Fakten und Hintergründe (PDF, 9 MB, barrierefrei)
  • Zum Thema

    Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer?
    Schwerpunkt: 
    Nachhaltige Landwirtschaft

    Rede des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt MdB zum Dialog im BMEL "Ländlische Räume" am 31. Mai 2017:

    mehr: Zukunftswerkstatt Land: Wie gestalten wir gemeinsam die Zukunft unserer Dörfer? …

    Logo

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Initiative ergriffen, die ländliche Entwicklung voranzubringen, damit ländliche Regionen heute wie in Zukunft vital und attraktiv bleiben.

    mehr: …

    Modellvorhaben LandZukunft

    Logo des Internetportals LandZukunft

    Mit dem Modellvorhaben LandZukunft wurden neue Wege in der ländlichen Entwicklung erprobt, mit denen auch andere Regionen dem demographischen Wandel trotzen und eine drohende Abwärtsspirale durchbrechen können.

    mehr: Modellvorhaben LandZukunft …

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