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Gute Beispiele der ländlichen Entwicklung

Es gibt in Deutschland eine Vielzahl guter Beispiele zur Entwicklung peripherer ländlicher Räume. Die folgende Auswahl guter Beispiele soll als Anregung dienen, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen und eigene, kreative Ideen zu entwickeln.

Die Beispiele sollen zum Nachdenken anregen, wie der eigene Prozess im Rahmen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung gestaltet werden könnte. Es versteht sich von selbst, dass jedes noch so gute Beispiel nicht eins zu eins übernommen werden kann, sondern auf die spezifische Ausgangssituation und die daraus resultierende Zielsetzung zugeschnitten werden muss, um den Akteuren und den Entwicklungsansätzen vor Ort gerecht zu werden.

Die Auswahl der guten Beispiele orientiert sich an den Zielen des Modellvorhabens Land(auf)Schwung, regionale Wertschöpfung in ländlichen Räumen zu schaffen, Beschäftigung zu sichern, unternehmerisches Handeln zu aktivieren und Ansätze für eine zukunftsweisende Daseinsvorsorge zu initiieren. Die dargestellten Projekte veranschaulichen, wie mit zum Teil geringem finanziellem Aufwand, ganz konkrete Ergebnisse erzielt werden können.

Der Austausch mit anderen Regionen bietet stets eine gute Möglichkeit voneinander zu lernen und von guten Ideen zur profitieren – weit über die hier exemplarisch vorgestellten Ideen hinaus.

Clever durch das Netz – Webinare zur Gründungsqualifizierung von Frauen auf dem Land

Mit 90-minütigen Online-Seminaren bereiten sich Teilnehmerinnen auf ihren Weg in die Selbstständigkeit vor.

Existenzgründungen sind insbesondere im ländlichen Raum ein wesentlicher Motor der wirtschaftlichen Entwicklung. Laut KfW-Gründungsmonitor 2014 gründen Frauen in Deutschland allerdings nach wie vor seltener ein Unternehmen als Männer. Eine Ursache hierfür ist die Frage nach der Vereinbarkeit von beruflichen Herausforderungen mit Familienaufgaben. Mit diesem Spagat müssen sich nach wie vor insbesondere Frauen auseinandersetzen.

Das Problem: Gründungsspezifische Weiterbildungsangebote erreichen die Interessenten oft nicht, hinzu kommen knappe Zeitressourcen potenzieller Teilnehmer. Genau hier setzte das von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Vulkaneifel (WFG) im Rahmen des rheinland-pfälzischen Landesentwicklungsprogramms PAUL initiierte und geförderte Projekt "Clever durch das Netz – Webinare zur Gründungsqualifizierung von Frauen auf dem Land" an. Für eine Teilnahme nötig waren lediglich ein PC mit Internetanschluss und ein Telefon. In 90-minütigen Online-Seminaren bereiteten sich die 16 Teilnehmerinnen auf ihren Weg in die Selbstständigkeit vor. Auf ihrem Stundenplan standen Businessplan, Finanzierung, Förderung, Steuern und Marketing.

Bei der Auswahl der Software legte die WFG besonderen Wert darauf, dass sie auch bei niedrigen Bandbreiten funktioniert. Die ausgewählte Technik bot einen passwortgeschützten Online-Meetingraum und parallel eine kostenfreie Telefonkonferenz. Für die Einzel-Webinare konnte die WFG Fachreferenten wie  Unternehmensberater oder Steuerberater aus der Region gewinnen. Fragen konnten per Mausklick bei der Webmoderatorin angemeldet oder in einem Chatfenster gestellt werden. Ergänzt wurde das Online-Angebot durch Vorort-Veranstaltungen.

Die innovative Weiterentwicklung des Projektes startet im Februar 2015. Neben den Webinaren werden nun auch virtuelle Vernetzungsstammtische angeboten, welche die Netzwerkbildung der Gründerinnen untereinander weiter fördern sollen. Das Nachfolgeprojekt wurde durch die LAG Vulkaneifel ausgewählt und wird mit LEADER-Mitteln und einer Ko-Finanzierung des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt.

Ansprechpartner
Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel mbH
Judith Klassmann-Laux
Telefon: 06592/933 205
Email: judith.klassmann-laux@vulkaneifel.de

Weitere Informationen
www.gruenderland-vulkaneifel.de

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